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Sport Regional EM-Silber für sächsisches Duo Punzel/Freyer
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19:51 18.06.2017
Frederike Freyer (l.) und Tina Punzel freuen sich über Silber im Synchronspringen vom Dreimeterbrett. Quelle: Foto: AP
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Kiew

Die deutschen Wasserspringer haben ihre Medaillenausbeute zum EM-Abschluss noch einmal vergrößert. Tina Punzel und Friederike Freyer behielten am Sonntag bei den Titelkämpfen in Kiew im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett die Nerven und holten sich Silber hinter Russland. Mit 284,10 Punkten hatte das Duo aus Leipzig und Dresden nur 0,6 Zähler Vorsprung auf Rang vier.

Insgesamt gab es zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen, aber erstmals seit 1974 keinen Titel eines deutschen Wasserspringers. Eine Riesenausbeute war angesichts des Umbruchs im Team und der nahenden WM auch nicht zu erwarten. Zum Abschluss belegten Florian Fandler und Timo Barthel am Sonntagabend vom Turm die Plätze elf und zwölf. Der Titel ging an den Franzosen Benjamin Auffret.

„Wir haben noch ein bisschen Luft bis zur WM, um dort um möglichst viele Finalplätze und um ein oder zwei Medaillen mitspringen zu können“, sagte Chefbundestrainer Lutz Buschkow. Zwar gab es am Sonntag noch eine Medaille in einer olympischen Disziplin, aber alle Rechnungen gingen nicht auf. „Wir haben ungefähr vier Medaillen liegen lassen“, sagte Buschkow. Im Fokus stehe in diesem Jahr aber eben nicht die EM, sondern die WM.

Das gilt auch für Rekordeuropameister Patrick Hausding, der zum ersten Mal seit seinem Premierengold 2008 in Eindhoven bei kontinentalen Meisterschaften ohne Titel blieb. „Die Unsicherheit von Patrick Hausding aus dem Team-Wettbewerb zog sich bei ihm wie ein Roter Faden durch die EM. Er war noch nicht in der Topform, wie ich mir das wünsche“, sagte Buschkow.

Erfolgsgarant Hausding hatte bei den Sommerspielen noch Bronze vom Drei-Meter-Brett gewonnen. Bei der EM musste sich der Berliner nun mit Silber im nicht-olympischen Kunstspringen vom Ein-Meter-Brett begnügen. Anders als bei den bisherigen Europameisterschaften fehlte ihm allerdings sein Synchronsprungpartner Sascha Klein vom Turm, mit dem er neunmal in Serie Gold gewann. Dazu hatte er nach Rio wegen Verletzungen eine Trainingspause einlegen müssen. „Die ganze Woche lief nicht optimal und das schlägt natürlich auch auf das Gemüt“, sagte Hausding nach Rang vier am Samstag im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zusammen mit Stephan Feck.

„Wenn einem 4000 bis 5000 Sprünge fehlen im Jahresverlauf, macht sich das gerade in solchen Stresssituationen bemerkbar“, sagte Buschkow über die Hausding-Vorstellung. Neben Hausdings Silber gab es noch Bronze für die 20-jährige Louisa Stawczynski vom Ein-Meter-Brett. Tina Punzel und Lou Massenberg durften sich im Mixed-Synchronspringen vom Dreier über Bronze freuen.

Bei den Titelkämpfen in einem Monat ist dann auch Klein wieder dabei. Zusammen mit Hausding zählt er im Synchronspringen vom Turm bei seiner Abschiedsvorstellung zu den großen Medaillenhoffnungen.

Von Astrid Hofmann

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