Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Dynamo Dresdens Trainer Pacult lobt Fiél für starken Auftritt gegen Hertha
Sportbuzzer Sport Regional Dynamo Dresdens Trainer Pacult lobt Fiél für starken Auftritt gegen Hertha
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:28 09.09.2015
Dynamo Dresdens Mittelfeldstratege Cristian Fiél trumpfte gegen Hertha BSC Berlin auf. Quelle: Georg Wehse
Anzeige

Nur aufgrund der Verletzung von Vujadin Savic durfte der 32-Jährige vor 29 174 Zuschauern gegen Hertha BSC auf den Platz. „So etwas passiert im Fußball. Dafür trainiere ich jeden Tag und versuche mich so vorzubereiten, dass ich meine Chance nutze, wenn sie kommt“, sagte der Routinier nach dem Spiel.Fiel war sofort auf Betriebstemperatur: rannte, grätschte und flankte was das Zeug hielt. Er ordnete die Reihen, fand die Räume und trat in der 38. Minute den entscheidenden Freistoß, der zum 1:0 (1:0)-Überraschungssieg gegen den Ligaprimus führte, der bis dahin 21 Mal ungeschlagen war.

„Stehaufmännchen“ Fiel

In dem Moment war die Geschichte des Spiels eigentlich für Stürmer Mickael Poté geschrieben. Der Franzose schien nach 1085 Minuten seine Torflaute beendet zu haben, doch tatsächlich köpfte Pierre-Michel Lasogga den Ball ins eigene Tor. Dresden befreite sich damit zumindest bis Montag von Abstiegrelegationsplatz 16.Der heimliche Matchwinner war somit „Stehaufmännchen“ Fiel.

Der Mittelfeldspieler erlebt eine Saison voller Höhen und Tiefen. Nach der Rückgabe der Kapitänsbinde im Sommer ließ zunächst Ralf Loose den 32-Jährigen auf Tribüne und Bank schmoren. Im Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue am 30. September feierte er beim 3:1-Sieg ein hochemotionales Startelf-Comeback und bereitete zwei Treffer vor. Nach der Partie weinte Fiel übermannt von seinen Gefühlen.

Ausgerechnet vor dem Rückspiel in Aue am kommenden Sonntag scheint der Deutsch-Spanier nun seine zweite Leidenszeit beendet zu haben. Denn nach dem Trainerwechsel von Loose auf Peter Pacult in der Winterpause ging für ihn das gleiche Spiel von vorn los. Tribüne, Bank, Einwechsler - Matchwinner. „Ich muss dem lieben Gott dankbar sein, dass er mir heute wieder so ein Ding schenkt. Ich hätte auch gegen Regensburg bei strömenden Regen und wo alles scheiße ist, eingewechselt werden können“, weiß Fiel sein Glück zu schätzen.

Trainer lobt Fiel

Selbst Pacult, der nur sparsam mit Lob umgeht, zollte dem Mittelfeldstrategen nach der Partie Respekt. „Er hat sich mit seiner Leistung heute selbst belohnt“, sagte der Österreicher. Fiel hat einmal mehr bewiesen, dass auf ihn im Abstiegskampf eigentlich kein Verzicht ist. Auch nicht, weil er Erfolge wie den gegen Hertha einordnen kann. „Wenn man die beste Mannschaft der Liga schlägt, dann ist das etwas Tolles. Dennoch wäre es ein Riesenfehler zu sagen, wir haben einen Riesenschritt gemacht, denn das haben wir nicht. Am Sonntag kommt etwas ganz anderes auf uns zu und das muss jedem bewusst sein“, erklärte Fiel nach der Partie und verschwand in der Kabine.

Von Tina Hofmann, dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Welch ein Fußball-Nachmittag in Elbflorenz: Sonnenschein, milde sieben Grad, ein proppevolles Haus - und ein Spiel, das die 29.174 im Stadion anwesenden Fans so schnell nicht vergessen werden! Mit einer ungeahnten Energieleistung hat Dynamo Dresden am Sonnabend Zweitliga-Tabellenführer Hertha BSC die erste Niederlage seit dem zweiten Spieltag beigebracht und sich mit dem vierten Heimsieg erstmals seit Monaten aus der Abstiegszone befreit.

09.09.2015

Weißwasser. So hatten sich die Dresdner Eislöwen das zweite Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse in dieser Woche nicht vorgestellt. Nach dem 4:2-Sieg am Dienstag in eigener Halle mussten sich die Elbestädter gestern vor 2750 Fans im ausverkauftem "Fuchsbau" mit 1:5 (0:3, 0:1, 1:1) geschlagen geben.

09.09.2015

Geht es gegen Berlin, sind Dresdner traditionell besonders motiviert. Spätestens seit dem Siebenjährigen Krieg, der vor 250 Jahren endete, ist das Verhältnis von Sachsen und Preußen kein spannungsfreies.

09.09.2015
Anzeige