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Sport Regional Dynamo Dresden feiert Schützenfest und blamiert Union
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23:04 09.09.2015
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Vor 29 315 Zuschauern in der Dresdner Arena schossen Martin Stoll (20.), der überragende Marvin Knoll (50.), Sascha Pfeffer (61.) und Robert Koch (65.) die Treffer zum ersten Dresdner Zweitliga-Sieg seit dem 15. Mai 2006.

Für Union war es die zweite herbe Schlappe der Saison nach dem 0:4 gegen die SpVgg Greuther Fürth. „Dafür kann ich keine vernünftige Erklärung geben. Ich bin sprachlos, fassungslos. Ich habe schon in der Kabine von Kinder-Fußball gesprochen, wie wir in die Konter gelaufen sind. Die Fehler, die wir gemacht haben, waren der zweiten Liga nicht würdig“, schimpfte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

Freude dagegen bei den Dresdnern. „Das war ein super Spiel von uns“, befand Kapitän Koch, „wir wollten die Punkte hierbehalten und das ist uns eindrucksvoll gelungen. Mit dem 4:0 gegen Union haben wir unsere Aufgabe erfüllt“

Dynamo Dresden startete mit seinen jüngsten Verpflichtungen Cidimar Rodrigues da Silva und Ioannis Papadopoulos in die Partie. Der vom Ligakontrahenten FSV Frankfurt gekommene Stürmer Cidimar ersetzte den Rot-gesperrten Pavel Fort, der griechische Mittelfeldakteur nahm die Position von Kapitän Cristian Fiel ein, der ebenfalls wegen einer Roten Karte gesperrt ist.

Aus disziplinarischen Gründen verzichtete Dynamo-Trainer Ralf Loose zunächst auf Marcel Heller. Der Mittelfeldspieler wurde in der Startformation durch Pfeffer ersetzt, weil er zu spät zur Mannschaftssitzung vor dem Spiel gekommen war.

Union hatte derweil Silvio Carlos de Oliveira wieder im Aufgebot, der eine Knöchelblessur weitgehend auskuriert hat. Zudem gab Jan Glinker sein Comeback im Tor, nachdem zuletzt gegen den SC Paderborn (3:0) der junge Kilian Pruschke zwischen den Pfosten gestanden hatte.

Vor stimmungsvoller Kulisse boten beide Teams ein lebhaftes Spiel. Union hatte zunächst optische Vorteile, ließ es aber an der Präzision in den Zuspielen vermissen. Dresden hingegen war in erster Linie auf eine stabile Defensive bedacht und nutzte die Ballgewinne zu ansehnlichen, aber weitgehend harmlosen Vorstößen.

Das 1:0 für die Gastgeber fiel dann aus einer Standardsituation: Knoll schlug aus dem Mittelfeld einen Freistoß in den Strafraum, Robert Koch bediente per Kopf Stoll, der wuchtig unter die Latte schoss. Auf der Gegenseite hatten der quirlige Christopher Quiring (34.) und Christian Stuff (36.) die besten Chancen, scheiterten aber am Dresdner Schlussmann Dennis Eilhoff.

In den zweiten Durchgang erwischte der Gastgeber einen Blitzstart. In der 50. Minute fing Koch einen Ball in der Abwehr ab, setzte mit einem langen Ball Knoll in Szene, der den Konter überlegt abschloss. Danach bekamen die Dresdner Oberwasser und ließen die Berliner nicht mehr zur Entfaltung kommen. Vielmehr verteidigte der Aufsteiger geschickt und nutzte die Ballgewinne zu zwei weiteren Treffern durch Pfeffer und Koch.

dpa

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