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Sport Regional Dynamo Dresden: Mickael Poté will den Schwarz-Gelben die Treue halten
Sportbuzzer Sport Regional Dynamo Dresden: Mickael Poté will den Schwarz-Gelben die Treue halten
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23:00 09.09.2015
Keine Rede mehr von Erstliga-Fußball mit Fürth: Stürmer Mickael Poté zeigt sich zufrieden bei Dynamo Dresden, will in der zweiten Liga angreifen. Quelle: UHL
Walchsee

Von Tina Hofmann, Walchsee

Walchsee (DNN). Er stieg als Erster aus dem Bus, das Handy am Ohr, den Kopf gesenkt und mit schnellem Schritt ins Hotel eilend. Während man bei Dynamos Stürmer Mickael Poté bei der Ankunft im Trainingslager am Walchsee noch den Eindruck hatte, dass die Transferdiskussionen der vergangenen Wochen nicht spurlos an ihm vorbei gegangen sind, hat der Franzose sein Lachen längst wieder gefunden. Der 1,80 Meter große Angreifer scherzt mit den Kollegen, wirkt entspannt und erklärt die Wechselabsichten zu Erstliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth für beendet. "Ja, ich werde in Dresden bleiben und das mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht", sagte der 27-Jährige gestern am Walchsee. Nach der erfolgreichen Debüt-Saison in Deutschland, in der Poté mit zwölf Toren sofort Fuß fasste und zum Leistungsträger wurde, hatte der Stürmer Begehrlichkeiten anderer Clubs geweckt. "Als ich meinen Dreijahresvertrag in Dresden unterschrieben habe war klar, dass es eine Verhandlungssache ist, wenn ich ein Angebot aus der ersten Liga bekomme. Die Offerte von Fürth hat Dresden nicht akzeptiert, aber das ist kein Problem für mich. Das Fußballgeschäft ist nun einmal so. Ich liebe Dynamo, und nur weil ich nicht wechsle, werde ich jetzt nicht schlechte Laune haben oder nicht mehr alles für den Club geben", beteuert der Goalgetter.

Seine Frau Rima ist bereits wieder in Dresden und sucht derzeit ein Haus. "Meine drei Kinder fühlen sich extrem wohl in der Stadt. Meine Tochter ist glücklich, dass sie weiter in die gleiche Schule gehen kann und die beiden Jungs in den gleichen Kindergarten", erklärt er. Dass die Familie aus der Wohnung in Bühlau zunächst auszog, war so geplant. "Wir hatten nur einen Einjahresvertrag unterschrieben, es war klar, dass wir danach etwas Neues suchen", löst Poté die Diskussionen auf. Auch der sportliche Leiter Steffen Menze und Trainer Ralf Loose sind froh, dass nun Ruhe eingekehrt ist. "Die letzten zehn Tage haben Kraft gekostet, aber das Thema ist beendet", erklärt Menze.

Sportlich sieht sich der Nationalstürmer des Benin noch nicht bei 100 Prozent. "Die Länderspiele in Afrika haben extrem Kraft gekostet und danach war ich noch zwei Wochen im Urlaub, aber ich bin sicher, dass ich den Rückstand bald wieder aufgeholt habe und zum Saisonstart voll fit bin", sagt Poté. Den Abgang von Sturmpartner Zlatko Dedic sieht er nicht ganz so dramatisch. "Es sollen noch Spieler kommen, aber ich spiele sehr, sehr gern mit Pavel Fort, da er ein toller Fußballer ist. Ich denke, dass wir auch so schon gerüstet wären für die Liga", erklärt der Franzose.

Wenn Dynamo morgen aus dem Trainingslager abreist, beginnt für den Muslim der Ramadan. "Ich habe durch den Fußball schon einige Jahre Erfahrungen damit. An Tagen, an denen die Belastung in den Übungseinheiten sehr groß ist, setze ich aus und trinke und esse etwas. Man kann die Tage später im Jahr nachholen", klärt der 27-Jährige auf. Das gilt auch für die Muhamed Subasic und Cheikh Gueye, die ebenfalls Muslime sind. Damit Poté das Gebot einhalten kann, fünfmal am Tag zu beten, gibt es im Stadion einen Gebetsraum.

Für den Stürmer ist es nicht ausgeschlossen, dass er eine ähnlich gute Saison hinlegt. "Warum nicht. Allerdings ist es nicht wichtig, wer die Tore schießt. Ich versuche immer, einhundert Prozent zu geben", sagt er mit dem wiedergefundenen Lachen im Gesicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.07.2012

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