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Dresdnerinnen Bianca Walter und Anna Seidel kämpfen um Olympia-Ticket

Shorttrack Dresdnerinnen Bianca Walter und Anna Seidel kämpfen um Olympia-Ticket

Die verbandsinterne Olympia-Norm haben die beiden Dresdner Shorttrackerinnen Anna Seidel und Bianca Walter bereits geknackt. Doch einen Startplatz bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang haben sie noch längst nicht sicher.

Bianca Walter hat zwar die verbandsinterne Olympia-Norm erfüllt, muss sich aber noch einen Quotenplatz sichern.

Quelle: imago

Dresden. Die deutschen Shorttrackerinnen Anna Seidel und Bianca Walter sind nach den ersten beiden Weltcups der Saison in Budapest und Dordrecht auf einem guten Weg. Beide haben die interne Olympia-Norm des Verbands geknackt – Seidel über 1000 und Walter über 1500 m. Zudem erreichten beide mit ihren Dresdner Vereinsgefährtinnen Tina Grassow und Gina Jacobs im Staffel-Wettbewerb in Dordrecht mit Platz acht den erhofften Durchbruch.

Ein Ruhekissen ist das für die Athletinnen noch nicht, denn es geht nun bei den Weltcups in Shanghai (9.–12.11.) und Seoul (16.–19.11.) vor allem um die internationalen Quotenplätze für die Spiele in Pyeongchang. Bei den Männern sieht die Situation bislang nicht so rosig aus. Lediglich der Dresdner Christoph Schubert hatte die Verbandsnorm für die Weltcup-Teilnahme geschafft, musste sich allerdings in Budapest und Dordrecht jeweils in den Vorläufen der überaus starken Konkurrenz beugen. Der Münchner Felix Spiegl ackert derweil, um noch die Zeitnorm für den zweiten Weltcup-Block in Asien zu schaffen.

Während die niederländische Trainerin Wilma Boomstra am Montag in Utrecht die beiden Jungs schon wieder zum Training bat, genossen Seidel und Walter einen freien Tag. „Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen, dass ich die Olympia-Norm des Verbandes in der Tasche habe“, bekannte Bianca Walter am Telefon. Für die 27-Jährige wäre es die erste Olympia-Teilnahme.

Sie weiß jedoch, dass bis zur endgültigen Nominierung noch einige Hürden zu überwinden sind: „Wir müssen jetzt die internationalen Quotenplätze erkämpfen. Und das ist ein kompliziertes Rechensystem. Die Ergebnisse aller vier Weltcups werden einbezogen, das schlechteste Ergebnis wird bei jedem Sportler gestrichen. Über 500 und 1000 m muss man danach in den Top 32, über 1500 m in den Top 36 sein. In der Staffel werden die besten Acht für Olympia zugelassen“, erläutert sie und fügt an: „Für uns heißt das, wir müssen so oft es geht, in diese Top 32 oder Top 36 laufen. Und damit wir beide von unserem Verband nominiert werden, müssen wir möglichst zwei Quotenplätze auf einer Strecke holen, ansonsten schickt die DESG nur die bessere von uns beiden nach Pyeongchang.“

Über 1500 m liegen beide nach den ersten Weltcups mit den Plätzen 19 (Seidel) und 28 (Walter) gut im Rennen. Über 1000 m ist Anna Seidel, die in Dordrecht in 1:29,103 Minuten ihrer Teamkollegin Bianca Walter den deutschen Rekord entriss, auf Rang 25 notiert, Walter auf dem 32. Platz. „Beide haben gute Leistungen gebracht, müssen sich aber mehr zutrauen“, sagte der Dresdner Stützpunkttrainer Daniel Zetzsche, der die deutschen Athleten bei den Wettkämpfen betreut. Auch Bianca Walter meint: „Eigentlich war ich mit mir selbst gar nicht so zufrieden. Es fehlt noch an Kraft und ich habe auch einige taktische Fehler gemacht.“

Sie hofft, dass der deutsche Verband auch nach Asien eine Staffel schickt. „Wir haben mit dem Erreichen des B-Finales die Tür noch mal richtig aufgestoßen und sind auf Schlagdistanz, diesen achten Platz noch zu erreichen“, so Walter. Allerdings kann das Staffel-Quartett nicht gemeinsam in Holland trainieren, da der Verband nur den möglichen Olympia-Einzelstartern das Training in Utrecht ermöglicht. Jacobs und Grassow bereiten sich dagegen daheim bei Zetzsche vor.

Von Astrid Hofmann

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