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Sport Regional Dresdnerin siegt bei Wasserspringen-EM: Tina Punzel springt ganz cool zum Gold
Sportbuzzer Sport Regional Dresdnerin siegt bei Wasserspringen-EM: Tina Punzel springt ganz cool zum Gold
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17:55 09.09.2015
Tina Punzel zeigt nach dem EM-Finale im Springen vom Drei-Meter-Brett stolz ihre Goldmedaille. Quelle: Jens Büttner, dpa

Für Tina Punzel war der Titel vom Dreimeterbrett die zweite Medaille bei ihrer Premieren-EM. Hatte am Dienstag noch ihr DSC-Klubkollege Sascha Klein bei der gemeinsamen Team-Silbermedaille den deutlichen Löwenanteil der Punkte eingefahren, erkämpfte sich die Sächsin ihr Sensations-Gold ganz allein.

Zwei Stunden vor dem erhofften sechsten Triumph in Folge für das überragende europäische Turm-Paar Patrick Hausding/Sascha Klein hatte niemand in der gut gefüllten Halle mit einem deutschen Einzel-Triumph bei den Frauen gerechnet. Schließlich hatten nach Olympia zwei Auswahlspringerinnen aufgehört, eine war nach Holland gewechselt, eine ist noch verletzt. Dass der Generationswechsel so schnell gelingen würde, überraschte sogar Bundestrainer Lutz Buschkow, der völlig aus dem Häuschen war.

Tina Punzel stand als Vorkampf-Siebte unter keinerlei Erwartungsdruck. "Aber die super Stimmung in der Halle hat mich total beflügelt. Ich fühlte mich sicher, es hat unheimlichen Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu springen", sagte die Sportschülerin, die mit ihrer konstanten Serie keine geringere als die elfmalige Europameisterin Tania Cagnotto unter Druck setzte und zu kleineren Fehlern zwang. "ich wäre ja auch über Silber super happy gewesen", sagte Tina Punzel: "Als Tania nach ihrem letzten Sprung auftauchte und hinter ihrem Namen die 2 aufleuchtete, konnte ich es überhaupt nicht fassen." Tina Punzel tritt die Nachfolge der Leipzigerin Brita Baldus an, die vor 20 Jahren in Sheffield als letzte Deutsche Gold in dieser Disziplin errungen hatte.

"Klasse Leistung! Europameisterin wird man nicht nebenbei", schrieb Brita Baldus auf Facebook - über diese Glückwünsche freute sich Tina Punzel ganz besonders. Trainer Boris Rozenberg war happy und meinte: "Endlich hat Tina mal gezeigt, was sie kann." Zugleich übertrumpfte sie ihren Vater Rainer, der Anfang der 90er Jahre EM- und WM-Teilnehmer war und am Sonnabend in Rostock seinen Augen nicht traute. Dass Tina Punzel gestern mit der Berlinerin Kieu Duong als Synchron-Vierte eine weitere Medaille um ein Pünktchen verpasste, war in ihren Augen kein Beinbruch: "Wir sind weiter vorn gelandet als erwartet. So viel Zeit zum gemeinsamen Training hatten wir gar nicht."

Für die Weltmeisterschaft in vier Wochen sollten die Erwartungen an Tina Punzel aber nicht zu hochgeschraubt werden: In Barcelona muss schon im Vorkampf und Halbfinale fast alles klappen. Es wird nach dem Sensations-Gold vielleicht besonders schwer, das Finale zu erreichen. Allerdings: Die Kampfrichter kennen den Namen Tina Punzel jetzt. Dies ist mit Sicherheit kein Nachteil.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.06.2013

Frank Schober

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