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Sport Regional Dresdner Stadtverwaltung denkt über Zukunft der Plätze im Ostragehege nach – bisher keine Entscheidung
Sportbuzzer Sport Regional Dresdner Stadtverwaltung denkt über Zukunft der Plätze im Ostragehege nach – bisher keine Entscheidung
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18:05 09.09.2015
Zwei der drei Kunstrasenplätze sind völlig zerstört. Quelle: Christin Grödel
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Fest steht bislang nur: So wie bisher geht es nicht weiter.

Es gebe zurzeit intensive Überlegungen, wie das Gelände nachhaltig wiederhergestellt werden kann, sagte Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) gegenüber DNN-Online. Größtes Sorgenkind sind die drei Kunstrasenplätze. Einer gehört zum Nachwuchsleistungszentrum der SG Dynamo Dresden, die beiden anderen stehen allen Vereinen offen. Vom Nachwuchsfußball über Rugby bis zu Lacrosse werden diese von unzähligen Vereinen und Freizeitsportlern genutzt.

Zumindest einer der beiden öffentlichen Kunstrasenplätze sei reparabel, so Lehmann. 29.000 Euro werde dies kosten. Dieser sei mit einer speziellen Spanneinrichtung versehen, dank der der Platz die Strömung überstanden hat. Was ohne die Spanntechnik passiert wäre, ist am danebenliegenden Platz zu sehen. Der wurde vom Hochwasser richtiggehend aufgerollt. Auch der Kunstrasen der SG Dynamo ist zerstört.

Ein Neubau beider Plätze würde laut Lehmann rund 590.000 Euro kosten. Viel Geld dafür, dass die Anlagen beim nächsten Hochwasser möglicherweise wieder zerstört werden. In Abstimmung mit dem Umweltamt werde daher aktuell überlegt, welche Variante günstiger ist: ein Neubau mit Spanntechnik oder ein Rasenplatz. Der hätte zwar den Vorteil, dass er nach einem Hochwasser relativ schnell wieder nutzbar ist, dafür sind Rasenplätze im Unterhalt wesentlich anspruchsvoller. Das Gras muss geschont werden, bei Dauerregen und im Winter sind Rasenplätze im Gegensatz zum Kunstrasen oft unbespielbar.

Gerüchten, die Plätze könnten an geschützten Stellen im Ostragehege neu gebaut werden, erteilt Lehmann eine Absage. Die Freifläche zwischen Heinz-Steyer-Stadion und Eislaufbahn sei zu klein und werde als Logistik-Fläche des Sportstätten- und Bäderbetriebs benötigt. Auch das Bahngelände an der Ecke Weißeritzstraße/Magdeburger Straße sei für einen Großfeld-Platz zu klein.

Die Verwaltung suche nach anderen Flächen in der Stadt, diese seien aber rar. Umweltschutz, Wohnbebauung und andere Gründe sorgen fast überall dafür, dass die Planer abwinken müssen. Lediglich an der Franklin-, Ecke Strehlener Straße sieht Lehmann eine gute Chance. Dort soll der Sportplatz für den Universitätssportverein ausgebaut werden, auch andere Clubs und Freizeitsportler hätten dann eine Chance. „Da sind wir schon relativ weit“, macht Lehmann ein wenig Hoffnung.

Bis dahin hoffen die betroffenen Vereine, dass die Plätze im Ostragehege schnellstmöglich wieder nutzbar sind. Das „Gehege“ sei nach dem Bundesstützpunkt Rudern in Cotta die zweite Priorität bei der Flutschadenbeseitigung. Die Rasenplätze und der noch nutzbare Kunstrasen sollen „so schnell wie möglich“ wieder bespielbar sein. Einige Wochen werde es aber dauern. Die Wiederherstellung der anderen Anlagen, also vor allem der neuen Kunstrasen und der Tartanbahn an Platz sechs, werde länger dauern. Vor dem Herbst wird hier definitiv kein Sport möglich sein.

Betroffen ist zum Beispiel der Rugby Cricket Dresden e.V. Zwar nutzt der Verein die Kunstrasenplätze ausschließlich zum Trainieren im Winter, weil diese beleuchtet sind. Aber der eigentliche Rasenplatz für den Spielbetrieb ist derzeit nicht nutzbar. Von der Stadt habe man Ausweichplätze bekommen, wie der 1. Vorsitzende Frank Bösenberg erklärt. Das Cricketteam trainiert derzeit auf dem Narzissenweg, für die Rugbyspieler stand bisher ein Kunstrasenplatz im Glücksgasstadion zur Verfügung. Ab der kommenden Woche wechseln sie auf die Neuländer Straße.

Optimal sei das aber nicht, denn beispielsweise auf der Neuländer Straße gibt es keine Umkleidekabinen. „Die Rugbyspieler haben ohnehin gerade keine Spielzeit, die beginnt erst Ende August. Bis dahin sollte der reguläre Platz im Ostragehege wieder bespielbar sein“, hofft Bösenberg. Schlimmer trifft es aber das Cricketteam, das sich derzeit noch in der Saison befindet. „Das ist ein echtes Problem. Die Jungs verlieren ihre Heimspiele, weil sie nicht antreten können. Es gibt in Dresden keinen anderen Platz, auf dem man ausweichen könnte“, so der 1. Vorsitzende. Die Saison könne damit abgeschrieben werden.

sl/cg

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