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Dresdner SC zieht positive Bilanz zum ersten Bundesliga-Livespiel aus Elbflorenz

Volleyball Dresdner SC zieht positive Bilanz zum ersten Bundesliga-Livespiel aus Elbflorenz

Am Mittwochabend sah man in der Marhon-Arena überall nur glückliche Gesichter beim DSC und seinen Anhängern. Einen Tag nach dem 3:2 im Krimi gegen den MTV Stuttgart war man in der Führungsetage nicht minder zufrieden: Die Einschaltquote beim Sender Sport1 war sehr gut.

Die DSC-Spielerinnen jubelten am Mittwochabend, doch auch die Vereinsführung ist sehr zufrieden.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Mehr Werbung für Volleyball geht kaum. Der packende Krimi zwischen den DSC-Damen und Pokalsieger Stuttgart, den die Elbestädterinnen knapp mit 3:2 für sich entschieden, lockte am Mittwochabend 2600 Fans in die Margon-Arena und sage und schreibe 290 000 Zuschauer vor den Fernseher. Damit stellte das Team von Trainer Alexander Waibl gleich bei seiner Free-TV-Premiere einen Rekord auf. Denn zuvor waren zwei Spiele von Meister Schwerin von Sport1 übertragen worden, die nicht so viel Spannung boten und es schalteten auch nicht so viele Menschen ein.

Bei der Partie gegen Potsdam waren es in der Spitze 210 000 Fans. DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann freute das natürlich besonders: „Wir sind schon stolz darauf, dass wir die bisherige Einschaltquote toppen konnten.“

Stolz und glücklich waren natürlich vor allem die DSC-Spielerinnen nach diesem hart erkämpften Sieg, mit dem sie in der Tabelle erstmals an Stuttgart vorbeiziehen konnten. Auch für die Niederländerin Marrit Jasper war es ein ganz besonderes Spiel. Denn die 21-Jährige, die im Sommer von Suhl nach Dresden gewechselt war, gab im zweiten Satz ihr Debüt bei den Elbestädterinnen. „Der Coach hat mir vorher gesagt, ich soll bereit sein“, berichtete die Außenangreiferin, die noch vor Saisonbeginn zum Pechvogel des Teams wurde.

Die Blondine war nach ihrer ersten EM-Teilnahme zum Vorbereitungsturnier des DSC nach Polen gereist, avancierte bei ihrem Debüt im DSC-Dress zur Top-Scorerin. Beim ersten Mannschaftstraining in der Margon-Arena aber knickte sie um und zog sich einen doppelten Bänderriss zu. „Erstmal habe ich geweint, dann aber gedacht, dass ich vielleicht nach einer Woche wieder spielen kann“, erzählte die ehrgeizige Holländerin, die dann aber deutlich mehr Geduld haben musste.

Die folgenden vier Wochen war die Physiotherapie von Jan Mai fast ihr zweites „Zuhause“. Anfangs erhielt sie jeden Tag Behandlung mit Strom, Ultraschall und Magnetfeld, dann kamen erste Übungen dazu. „Sie ist eine der fleißigsten Sportlerinnen, die wir je in der Reha bei uns hatten“, lobt Physiotherapeut Christoph Hartmann, der nach dem ersten Kurzeinsatz am Mittwoch aber auch sagt: „Natürlich hat man gesehen, dass die Bewegungen noch nicht wieder so rund sind, sie noch eine Weile braucht, um auf ihr Top-Niveau zu kommen.“

Das weiß die Nationalspielerin selbst am besten: „Da ich nicht so groß bin, kommt es darauf an, dass ich hoch springe und explosiv bin. Das funktioniert noch nicht so gut. Deshalb war ich ein bisschen enttäuscht, aber Sorgen mache ich mir deshalb nicht“, so die 1,79 m große Athletin, die hofft, vielleicht am Sonnabend beim Pokalspiel in Berlin vielleicht ihren nächsten Einsatz zu bekommen.

Von Astrid Hofmann

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