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21:47 17.03.2017
Zuspielerin Mareen Apitz ist zuversichtlich, dass der DSC mit Schwung in die Play-offs startet. Quelle: Foto: Matthias Rietschel
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Dresden

In den letzten drei Jahren waren die DSC-Volleyballerinnen in der Bundesliga das Maß der Dinge. Dreimal beendeten sie die Hauptrunde auf Platz eins, dreimal in Folge holten sie die Meisterschale, in der vergangenen Saison sogar das Double. Mit einem vierten Titel in Serie würde sich der Verein erneut in die Geschichtsbücher eintragen, denn seit der Wiedervereinigung 1990 gelang das bei den Frauen noch keiner Mannschaft. Allerdings stehen diesmal die Vorzeichen etwas anders.

Komplettumbruch nicht problemlos

Nach einem Komplettumbruch im Sommer durchlebte Meistertrainer Alexander Waibl mit seinen Schützlingen bislang eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Glänzende Auftritte wechselten sich mit eher schwachen Vorstellungen ab. Manchmal glich das Team einer Wundertüte. Am Ende der Vorrunde steht ein dritter Platz zu Buche und damit starten die Dresdner Schmetterlinge erstmals seit längerer Zeit nicht als Favoriten in die entscheidende Meisterschaftsphase.

Zuspielerin Mareen Apitz, die nach zwei Jahren im Ausland im Sommer zu ihrem Heimatverein zurückkehrte, geht in die an diesem Sonnabend (17.30 Uhr) beginnenden Play-offs dennoch mit einem guten Gefühl. „Nach der ärgerlichen Niederlage gegen Münster hat uns der Trainer überraschend einen Tag mehr frei gegeben. So konnten wir vier Tage die Akkus wieder aufladen und jetzt haben wir eine wirklich gute Trainingswoche hinter uns. Wir sind gerüstet“, powert die 29-Jährige. Ruhig, aber bestimmt ergänzt sie: „Wir können definitiv auch dieses Jahr wieder Meister werden. Wir haben alles in der eigenen Hand.“ Gerade auch die Niederlagen hätten die neuformierte Mannschaft vorangebracht. „Aus jeder haben wir etwas mitgenommen“, ist die 135-fache Nationalspielerin überzeugt. Geholfen habe zuletzt auch die Zusammenarbeit mit einem Psychologen, der die Truppe für die Play-offs eingeschworen hat.

Apitz froh über Heimspiel zum Auftakt

Auch wenn die Aufgabe im Viertelfinale gegen die Roten Raben Vilsbiburg gleich ein harter Brocken ist, freut sich Mareen Apitz darauf. „Ich spiele gern gegen die Raben. Und leichte Gegner gibt es ihrer Meinung nach in dieser Runde ohnehin nicht. „Ich finde es auch gut, dass wir zu Hause starten und gleich vorlegen können“, meint die Regisseurin.

Bilanz spricht für Dresden

Die bisherige Bilanz spricht für die Elbestädterinnen. In dieser Saison konnten sie beide Duelle für sich entscheiden (3:2 auswärts, 3:0 daheim) und insgesamt standen sich beide Teams in 16 Spielzeiten 50 Mal gegenüber, 33 Siege errangen dabei die DSC-Damen. Dennoch warnt Alexander Waibl: „Vilsbiburg ist ein unangenehmer Gegner. Sie verfügen über einen breiten Kader und sind deshalb schwer ausrechenbar. Für uns wird es darauf ankommen, unser eigenes Spiel durchzubekommen.“ Dafür, so betonen Waibl und auch Mareen Apitz oder Katharina Schwabe unisono, brauche man auf jeden Fall die Unterstützung von den Rängen. Die „siebte Frau“ spielt eine nicht unwichtige Rolle. Gerade, wenn das Spiel auf Messers Schneide steht oder die eigene Mannschaft zurückliegt.

Die Stille, die zuletzt manchmal im weiten Rund herrschte, würde die Mannschaft auf dem Feld schon wahrnehmen, gibt Katharina Schwabe zu. Und auch Waibl sagt: „Die beste Motivation, die ein Gegner bekommen kann, ist ein unzufriedenes Heimpublikum. Wir wissen, dass der Funke zunächst von uns überspringen muss und wir werden alles dafür tun, die Fans mitzureißen“, verspricht der Coach. Und auch Mareen Apitz weiß aus langjähriger Erfahrung: „Wenn es so richtig laut wird, dann pusht uns das auf jeden Fall.“

Den richtigen Geräuschpegel wünschen sich die DSC-Spielerinnen ganz besonders für das erste Heimspiel in der Margon-Arena. Die zweite Partie findet dann am Mittwoch in Vilsbiburg statt. Sollte es in der Serie dann 1:1 stehen, würde die Entscheidung am 25. März in Dresden fallen.

Die weiteren Viertelfinal-Paarungen:

Schwerin – Aachen

Stuttgart – Münster

Potsdam - Wiesbaden

Von Astrid Hofmann

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