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Dresdner SC fertigt VC Wiesbaden 3:0 ab

Volleyball Dresdner SC fertigt VC Wiesbaden 3:0 ab

Bundesliga-Tabellenführer Dresdner SC hat am Sonnabend ein weiteres Mal seine derzeitige Stärke demonstriert: Die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl gewann gegen den VC Wiesbaden, demnächst Gegner im Pokalfinale, mit 3:0. Knapp 3000 Zuschauer verfolgten die Partie in der Margon-Arena und waren begeistert.

Piia Korhonen (DSC/r.) setzt sich gegen Selma Hetmann und Kimberly Drewniok durch.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Eigentlich sei das Ergebnis eher schlecht für seine Mannschaft, philosophierte Alexander Waibl mit einem Lächeln nach dem klaren Erfolg seiner Mannschaft. Mit 3:0 (25:20, 25:17, 27:25) setzten sich die DSC-Volleyballerinnen am Sonnabend vor 2903 Zuschauern gegen den VC Wiesbaden durch. Es war der dritte Sieg binnen sieben Tagen und wettbewerbsübergreifend bereits der 18. Triumph in Serie. Weil es aber zugleich der Testlauf für das Pokalfinale am 4. März in Mannheim war, sah der DSC-Coach das deutliche Ergebnis etwas skeptisch: „Jetzt werden alle im Umfeld denken, dass es im Finale für uns eine leichte Angelegenheit wird. Doch das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Immerhin liegen sechs Wochen und viele weitere Aufgaben dazwischen“, erläuterte Waibl. Er fügte aber gleich an: „Die Erwartungshaltung bei den Fans wird dadurch natürlich noch einmal erhöht, aber bei meiner Mannschaft machte ich mir gar keine Sorgen. Die Mädels wissen das einzuordnen und haben die richtige Mentalität.“

Mit dem Spiel seiner Schützlinge an diesem Bundesliga-Spieltag konnte der 49-Jährige auf jeden Fall sehr zufrieden sein. Zwar sei er ein wenig besorgt gewesen, weil im letzten Training ein wenig die Frische und Präzision gefehlt habe, aber im Wettkampf konnten seine Damen rechtzeitig den Schalter umlegen. Von Beginn an spielten die DSC-Damen konzentriert und aggressiv und sie ließen sich im ersten Satz auch von einer kurzzeitigen Schwächephase nicht beirren. Im zweiten Durchgang diktierten die Gastgeberinnen das Geschehen fast nach Belieben. Sie schlugen druckvoll auf, agierten sicher in Annahme und Abwehr und Mareen Apitz konnte ihre Angreiferinnen variabel einsetzen.

Im dritten Abschnitt leistete Wiesbaden mehr Widerstand, zumal die Waibl-Schützlinge nicht mehr so viel Druck mit den Aufgaben ausübten und sich ein paar Fehler einschlichen. Drei Matchbälle der Dresdnerinnen wehrten die Gäste ab, doch den vierten versenkte Katharina Schwabe nach 84 Minuten im gegnerischen Feld. Erfolgreichste Scorerin war erneut Piia Korhonen mit 23 Punkten, aber auch Ivana Mrdak, die zur „MVP“ gekürt wurde, trug mit 15 Zählern zum Erfolg bei. „Drei wichtige Punkte, da können wir zufrieden sein. Wir waren vor allem in Block- und Feldabwehr sowie im Angriff das dominantere Team. Ohne es überzubewerten, aber es ist schon cool, mit einem 3:0-Sieg im Rücken zum Pokalfinale zu fahren. Man weiß, man kann es gegen Wiesbaden schaffen“, sah Katharina Schwabe mit Blick nach Mannheim schon einen kleinen Vorteil. Mareen Apitz nahm aber noch eine andere Erkenntnis mit: „Man hat gesehen, dass man gegen sie wirklich alles reinhauen muss und dass sie nie aufhören zu kämpfen“, sagte die DSC-Regisseurin und fügte hinzu: „Natürlich wollten wir schon ein Ausrufezeichen setzen.“

Die Ex-Dresdnerin Lisa Stock, die seit dieser Saison als Libera bei Wiesbaden die Fäden in Annahme und Abwehr zusammenhält, gab zu: „Zu Beginn war unsere Annahme zu wacklig und wir sind nur schwer am DSC-Block vorbei gekommen. Am Schluss hat man gesehen, dass uns auch noch etwas die Erfahrung fehlt.“ Die 23-Jährige, die im Spiel einen von Katharina Schwabe hart geschlagenen Ball voll ins Gesicht bekam, sich aber schnell fing, betonte dennoch: „In Mannheim wird es ein ganz anderes Spiel. Das ist eine ganz andere Halle und ich denke, da werden die Karten neu gemischt.“

Für die DSC-Damen geht es nun bereits am Mittwoch im CEV-Cup beim Schweizer Erstligisten Düdingen weiter.

Von Astrid Hofmann

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