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Dresdner SC erwartet den VC Wiesbaden

Volleyball Dresdner SC erwartet den VC Wiesbaden

Am 4. März stehen sich der Dresdner SC und der VC Wiesbaden in Mannheim im Finale um den DVV-Pokal gegenüber, doch zuvor treffen sie an diesem Sonnabend (17.30 Uhr) noch einmal in der Liga aufeinander. Tabellenführer DSC hofft dabei, seine Siegesserie fortsetzen zu können.

DSC-Trainer Alexander Waibl treibt seine Mannschaft an. Er will auch gegen Wiesbaden die volle Punktausbeute einheimsen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Für Trainer Alexander Waibl liegt das Pokalfinale in sechs Wochen noch in weiter Ferne. Auch wenn seine DSC-Volleyballerinnen an diesem Sonnabend dem Endspiel-Gegner VC Wiesbaden in eigener Halle (17.30 Uhr) am Netz gegenüber stehen, verschwendet der Coach noch keinen Gedanken an den Knüller am 4. März in der Mannheimer SAP-Arena. „Das ist noch viel zu weit weg und es liegen so viele wichtige Spiele noch dazwischen. Deshalb spielt das für mich keine Rolle“, betont der 49-Jährige. Nur eines weiß der Stuttgarter ganz genau: „Wir wollen die Liga-Partie natürlich gewinnen.“

Für die DSC-Damen ist es die dritte schwere Partie binnen sieben Tagen. Dabei setzten die Dresdnerinnen sowohl in Münster als auch gegen Potsdam ihre Erfolgsserie fort. Und sie soll auch gegen Wiesbaden nicht reißen. Insgesamt 17 Siege blieben die Waibl-Schützlinge wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Mit Nummer 18 wollen die Elbestädterinnen ihre Tabellenführung in der Bundesliga weiter festigen.

Im Oktober standen sich beide Teams schon einmal gegenüber, damals konnte der DSC die Hessinnen mit 3:1 bezwingen. Seither ist vor allem beim Gegner einiges passiert. Dabei zeigte sich gerade zuletzt, dass es oft Wichtigeres im Leben gibt als Sport. Die Wiesbadener Mittelblockerin Jennifer Keddy machte kürzlich eine schwere Erkrankung öffentlich (DNN berichtete). Die US-Amerikanerin entdeckte im Dezember einen Knoten im Bauchraum, wenig später erhielt sie die niederschmetternde Diagnose Eier-stockskrebs. Sie reiste zurück in die Heimat, unterzog sich bereits einer Operation und muss nun die Behandlung mit einer Chemotherapie fortsetzen.

Ihr Schicksal hat eine Welle der Solidarität ausgelöst, der sich in dieser Woche auch die DSC-Damen als Verein anschlossen. Sie spendeten 500 Euro (600 US-Dollar) für die Wiesbadener Spielerin, die sich inzwischen via Facebook bedankte und unter anderem schrieb: „Ihr seid alle wundervoll. Ich bin von dieser Geste so gerührt. Es bedeutet mir so viel. Ich kann 1000 Mal Danke sagen und es wäre immer noch nicht genug. Ich kämpfe weiter!“ Inzwischen sind bereits über 21 200 US-Dollar auf dem Spendenkonto zusammen gekommen.

Für die erkrankte Spielerin hat Wiesbaden erst vor wenigen Tagen die serbische Mittelblockerin Tanja Sredic als Ersatz verpflichtet. Die 26-Jährige, die auch schon in der ersten polnischen Liga Erfahrungen sammelte, wird gegen den DSC erstmals im Aufgebot stehen. Alexander Waibl sagt: „Das ist für Wiesbaden auf jeden Fall eine Verstärkung. Aber auch sonst ist die Mannschaft auf allen Positionen gut besetzt“, erklärt der DSC-Trainer. Vor allem in Block- und Feldabwehr seien die Hessinnen gut organisiert, so dass es nicht leicht für seine Mannschaft werde, den Ball im gegnerischen Feld auf den Boden zu bekommen. Dazu tragen übrigens auch zwei ehemalige Dresdnerinnen bei. Libera Lisa Stock als Annahme- und Abwehrspezialistin und Selma Hetmann auf Mittelblock.

Da alle seine Spielerinnen fit sind, kann Waibl auch diesmal aus dem Vollen schöpfen.

Von Astrid Hofmann

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