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Sport Regional Dresdner Rugby-Spielerin reist mit Auswahl zu Turnier im Iran
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09:41 27.10.2017
So „freizügig“ wie in Dresden kann sich Rugbyspielerin Sophie Dani im Iran nicht präsentieren. Dort sind lange Sachen und Kopftuch angesagt.  Quelle: Claudia Trache
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Dresden

Rugby ist nicht nur etwas für Männer. Das beweist Sophie Dani. Die gebürtige Chemnitzerin spielt seit reichlich drei Jahren mit dem Frauenteam des Rugbyclubs Dresden in der 7er-Regionalliga Ost. Nun wurde sie von ihrem Trainer und dem Team dazu ausgewählt, mit dem ostdeutschen Auswahlteam zu einem Turnier nach Teheran in den Iran zu reisen. Dieses Turnier ist eine Rückbegegnung, der ein Besuch der iranischen Frauennationalmannschaft im Dezember letzten Jahres in Berlin vorausging. Die Begegnungen erfolgen in Kooperation zwischen dem Verein „Bürger Europas e.V.“ und der Iran Rugby Association.

Während im Vorjahr nur Berliner Spielerinnen dabei waren, bekamen nun alle Teams der Regionalliga Ost die Möglichkeit, je eine Spielerin in die ostdeutsche Auswahl zu berufen. Wenn die Reise morgen beginnt, sind Sophie Dani und die anderen Spielerinnen auf ihren Aufenthalt im Iran gut vorbereitet. „Wir hatten im Vorfeld einen Termin im Auswärtigen Amt in Berlin, wo wir viel über die iranische Kultur erfuhren, aber auch darüber, wie wir uns bei bestimmten Begegnungen verhalten. Ein wichtiger Punkt war auch die Kleiderordnung“, erzählt sie.

So müssen sie während der gemeinsamen Trainingseinheiten unter ihrer üblichen Spielkleidung lange Sachen tragen und auch mit Kopftuch spielen. Auch im Alltag sind Kopftuch und lange, weite Kleidung Pflicht. Da wurde in den letzten Tagen auch mal im Kleiderschrank der Schwester gestöbert, um zu improvisieren. Am 2. November findet schließlich ein Turnier statt, an dem neben dem deutschen Team „Adler Sevens“ das iranische Nationalteam, die iranische Jugendnationalmannschaft sowie die türkische Nationalmannschaft teilnehmen werden. „Das Turnier wird in einem armenischen Stadium stattfinden, das in einer christlich geprägten Region liegt. Da werden wir ohne Kopftuch spielen können“, so Sophie Dani. Im Gegensatz zur klassischen Variante, bei der das Team aus 15 Feldspielern besteht, wird in diesen Fall die olympische Variante, sieben gegen sieben, gespielt – und zwar zweimal sieben Minuten mit einer Minute Pause.

„Es ist ein schneller Sport, wobei die gesamte Mannschaft zusammen funktionieren muss, um erfolgreich zu sein. Auch das man sich körperlich durchsetzen muss, gefällt mir gut“, erzählt die 25-Jährige. Zuvor hat sie bereits Eisschnelllauf, Triathlon und Fußball intensiver betrieben. Im Eisschnelllauf hat sie sogar einen Trainerschein. An der Technischen Universität Dresden studiert sie im 9. Semester Diplom-Bioverfahrenstechnik. Die Reise in den Iran sieht sie als Chance eine neue Kultur kennenzulernen. Neben den Trainingseinheiten und dem Turnier stehen Gesprächsrunden unter anderem mit dem Präsidenten des Iranischen Olympischen Komitees auf dem Programm.

Von Claudia Trache

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