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Sport Regional Dresdner Quintett hält Kurs auf Pyeongchang
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10:43 19.09.2017
Tina Grassow wechselt auf Bianca Walter – zwei von vier Dresdnerinnen, die diesmal die deutsche Damenstaffel bilden. Quelle: imago
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Dresden

Der Countdown läuft. In 141 Tagen werden im südkoreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele 2018 eröffnet. Auch bei den deutschen Shorttrackern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Weil ein neuer Bundestrainer nach der Trennung von Miroslav Boyadzhiev nicht so schnell gefunden werden konnte, zogen die DESG-Kurvenflitzer extra nach Utrecht. Dort kümmert sich die niederländisch-amerikanische Spitzentrainerin Wilma Boomstra um die Läuferinnen und Läufer.

Ein erster großer Erfolg stellte sich jetzt schon ein: Am vergangenen Mittwoch schaffte die Damenstaffel mit dem Dresdner Quartett Anna Seidel, Bianca Walter, Gina Jacobs und Tina Grassow beim sogenannten „Timetrial“ die vom Verband vorgegebene Normzeit von 4:16 Minuten und wurde nun am Wochenende von der DESG für die ersten beiden Weltcups in Budapest (Ungarn/28.09.–1.10.) und Dordrecht (Holland/5.–8.10.) nominiert. Für die Einzel-Wettbewerbe hatten zuvor schon Anna Seidel und Bianca Walter sowie ihr Dresdner Trainingsgefährte Christoph Schubert die Norm geschafft. Damit reist ein Dresdner Quintett am Sonnabend in die ungarische Metropole.

Die 27-jährige Bianca Walter und damit erfahrenste im Team freut sich riesig: „In den vergangenen drei Jahren sind wir oft an dieser Hürde gescheitert und konnten nicht am Weltcup teilnehmen. Aber ich wusste, dass mehr in uns steckt. Jetzt haben wir es auf den Punkt genau gezeigt, sogar ohne wirkliche Staffelvorbereitung. Da die Weltcups zugleich als Olympia-Qualifikation gewertet werden, können wir jetzt um ein Ticket nach Pyeongchang kämpfen.“ Wie Bianca Walter berichtet, unterboten die vier Damen beim harten Lauf gegen die Uhr mit 4:13 Minuten die Norm deutlich. „Das macht uns Mut und motiviert unheimlich“, so die Staffel-Europameisterin von 2010, die noch nie bei Olympia war.

Vor allem die Leistung ihrer Mannschaftsgefährtin Tina Grassow, die keinem Kader angehört und das Training neben ihrem Sportstudium in Leipzig meistert, ist nicht hoch genug anzuerkennen. Sie und Gina Jacobs, die in wenigen Tagen 19 wird, trainieren in Dresden bei Stützpunkttrainer Daniel Zetzsche nach dem gleichen Trainingsplan wie Seidel und Walter in Holland. Eigentlich hatten bei den Herren neben Christoph Schubert und Felix Spiegl auch Leon Kaufmann-Ludwig (beide München) sowie Tom Rietzke (Dresden) das Training bei Boomstra in Utrecht aufgenommen. Doch Kaufmann-Ludwig zog sich beim Hürdentraining in Kienbaum einen Kreuzbandriss zu und Tom Rietzke kugelte sich die Schulter aus. Beide wurden operiert und fallen für die Olympia-Saison aus. Und weil Felix Spiegl die Normzeit für die Einzel-Wettbewerbe noch nicht geschafft hat, ist vorerst Schubert als einziger von den deutschen Männern beim Weltcup im Einsatz. „Felix kann aber die Zeit noch erreichen und sich für die anderen beiden Weltcups qualifizieren“, erläutert Bianca Walter, die von Spitzentrainerin Wilma Boomstra begeistert ist: „Bei uns sind im Training große Fortschritte zu sehen. So konnte ich mich vor allem technisch sehr verbessern. Wilma legt großen Wert darauf und es hat bei mir an vielen Stellen Klick gemacht. Insgesamt ist das Training spezifischer.“

Um mit der Staffel eines der begehrten Olympia-Tickets zu ergattern, muss das deutsche Quartett unter die besten acht Staffeln der Welt kommen. „Das wird hart, ist aber machbar. Wir sind froh, dass wir diese Chance bekommen, und wir werden alles geben, um es zu schaffen“, ist Walter zuversichtlich. Die Olympia-Norm für die Einzeldistanzen hat es ebenfalls in sich: „Wir müssen über 500 m und 1000 m bei den Weltcups zweimal ins Viertelfinale und über 1500 m zweimal ins Halbfinale kommen“, so Walter, die aber sagt: „Das ist ebenfalls drin.“ Letzte Nominierungschance sind dann übrigens die Europameisterschaften Mitte Januar im heimischen Dresden.

Von Astrid Hofmann

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