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Sport Regional Dresdner Marc Schulze gewinnt Oberelbe-Marathon
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06:42 30.04.2018
Marc Schulze holte sich das Triple. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Das Lächeln fiel Marc Schulze diesmal beim Überqueren der Ziellinie im Heinz-Steyer-Stadion sichtlich schwer. Die Zuschauer feierten den Lokalmatador jedoch frenetisch, schließlich schaffte der Lokalmatador bei der 21. Auflage des beliebten Landschaftslaufes einen unglaublichen Hattrick – zum dritten Mal in Folge konnte sich 33-Jährige in die Siegerliste eintragen. Dabei hat sich Schulze inzwischen vom Leistungssport verabschiedet, betreibt die Lauferei nur noch „hobbymäßig“. Unter diesen Voraussetzungen und angesichts der hitzigen Temperaturen, die fast allen Läuferinnen und Läufern gestern zu schaffen machten, konnte Schulze nicht an die Zeiten von 2016 und 2017 anknüpfen. Er brauchte diesmal für die 42,195 Kilometer von Königstein nach Dresden 2:40:51 Stunden, also rund 15 Minuten mehr. Doch das war für ihn völlig zweitrangig. Allein der Erfolg zählte. Als er völlig fertig auf der Tartanbahn saß, gab er zu: „Es war wieder ein absoluter Überlebenskampf. Am Ende wurde es immer länger und länger.“

Impressionen vom 21. Oberelbe-Marathon von Königstein nach Dresden.

Das ging dem Mitfavoriten Marcel Krieghoff schon viel früher so. Der Erfurter, der angetreten war, den Streckenrekord zu knacken, führte bis zu Kilometer 25, musste dann aber wohl seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Er kam noch hinter dem Überraschungs-Zweiten Jaco Smith (2:41:38) aus Südafrika nur als Dritter ins Ziel und blieb mit 2:49:49 Stunden klar unter der von ihm angepeilten Zeit. Der Rennsteiglauf-Sieger wirkte ebenfalls völlig ausgepumpt und gestand sogar: „Ich war nahe dran, aufzugeben. Mit der Wärme hatte es allerdings weniger zu tun, es war einfach nicht mein Tag“, so der 33-Jährige, der dennoch versprach: „Ich komme aber auf jeden Fall wieder.“

Marc Schulze meinte später noch: „Dass es für mich mit dieser Zeit zum Sieg gereicht hat, spricht für die harten Bedingungen.“

Erstaunlich frisch wirkte dagegen die Gewinnerin bei den Frauen. Daniela Oemus landete einen klassischen Start-Ziel-Sieg und erreichte unter den gegebenen Umständen mit 2:55:29 Stunden eine sehr ansprechende Zeit. Die Plätze zwei und drei gingen an die Radebeulerin Grit Stich (3:03:11) und die Berlinerin Anne Stephan (3:03:37), die sich auf der Strecke ein heißes Duell geliefert hatten. Oemus, die den Ultramarathon beim Rennsteiglauf schon gewonnen hat und ihr Debüt beim sächsischen Landschaftslauf gab, meinte: Ab Kilometer 25 wurde es anstrengend. Insgesamt aber bin ich zufrieden, es ist eine sehr schöne Strecke.“ Wenn sie sich gut fühle, will sie in diesem Jahr aber auch wieder beim Rennsteiglauf mitmischen.

Den Halbmarathon entschied der Leipziger Vincent Hoyer in 1:10:25 Stunden für sich, bei den Frauen gewann Ina Zscherper (Citylaufverein Dresden) mit großem Vorsprung in 1:22:12 Stunden. Deutlich länger brauchte zwar Erhard Salaske für die gut 21 Kilometer, doch der Dresdner war schließlich mit 83 Jahren auch der älteste Teilnehmer. „Ich bin vor elf Monaten meinen letzten Marathon am Rennsteig gelaufen“, verriet der Senior, der noch zweimal wöchentlich eine 18-km-Trainingsschleife absolviert.

Organisationschef Uwe Sonntag haderte zwar ein wenig mit den für Läufer schon zu hohen Temperaturen, aber ansonsten konnte er auch mit der 21. Auflage hochzufrieden sein: „Wir hatten 5881 Teilnehmer. Natürlich waren es zuletzt beim Jubiläum mit über 6300 einige mehr, aber wir pegeln uns auf einem sehr guten Niveau ein. Dass die Zeiten angesichts der Hitze nicht rekordverdächtig waren, ist verständlich. Die Hauptsache aber ist, dass alles gut gelaufen ist. Ich freue mich besonders für Marc Schulze, dass er das Triple geschafft hat. Und ich finde auch schön, dass man das internationale Flair spürt, wie die Teilnahme der Athleten aus Südafrika gezeigt hat“, so das Fazit von Sonntag. Die Laufgruppe aus Südafrika stellte nicht nur den Zweiten beim Marathon, sondern auch beim Halbmarathon kam bei den Frauen Tanya Posthumus Fox als Zweite ins Ziel. Die Gruppe macht derzeit eine Europ-Tour, nahm schon bei den Läufen in Stockholm, Berlin und Belgrad teil und hat nächste Woche Prag als Ziel.

Astrid Hofmann

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