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Sport Regional Dresdner Kanute Tom Liebscher paddelt zur Goldmedaille
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18:17 09.09.2015
Sein bislang größter Erfolg: Auf der Wedau wurde Tom Liebscher Weltmeister. Quelle: Roland Weihrauch
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Allerdings holte sich der Schützling von Heimtrainer Jens Kühn den Titel auf einer nichtolympischen Distanz. Über die olympische Sprintdistanz von 200 Meter verfehlte der Elbestädter als Vierter des Semifinales den Einzug in den A-Endlauf. Im B-Finale belegte er Rang zwei und kam damit insgesamt auf den elften Platz. Die Freude von Jens Kühn war dennoch ungetrübt: "Das war ein toller Einstand für ihn. Er hat absolut seine Leistung gebracht, lediglich im Zwischenlauf über 200 m ist ihm ein Fehler passiert, sonst hätte er den A-Endlauf erreicht. Darüber war er sehr traurig und enttäuscht, hat das aber super weggesteckt und am letzten Tag wieder eine Top-Vorstellung geboten." Genießen kann der Dresdner den Erfolg aber gar nicht lange, denn bereits heute muss er in Hannover seine sechswöchige Grundausbildung bei der Bundeswehr beginnen.

Insgesamt haben die deutschen Kanuten bei der Heim-WM mit einem Medaillensegen Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit geweckt. Allein in den olympischen Disziplinen steuerten die Paddler von Bundestrainer Reiner Kießler am Wochenende in Duisburg dreimal zu Gold, dreimal zu Silber und einmal zu Bronze. Unter dem Strich stand damit sogar eine bessere Ausbeute als bei den bereits so erfolgreichen Sommerspielen 2012 in London. Und das, obwohl die medaillenverwöhnten Spitzenkanuten ihr Trainingspensum in der nacholympischen Saison deutlich zurückgefahren hatten.

"Wir haben uns vieles erhofft, aber das war mehr als erträumt. Dass es am Ende so ausgeht, hätte niemand gedacht. Das lag außerhalb des Vorstellbaren", schwärmte Verbandspräsident Thomas Konietzko. Max Hoff im Kajak-Einer sowie die Duos Max Rendschmidt/Marcus Groß und Franziska Weber/Tina Dietze jeweils im Kajak-Zweier sicherten den Paddlern dreimal WM-Gold über die olympischen Strecken. Zu weiteren Titeln fuhren der Männer-C4, Canadier-Ass Sebastian Brendel (5000 Meter) sowie jeweils über 200 Meter Robert Nuck/Stefan Holtz (C2) und nochmals das Vorzeigeduo Weber/Dietze (K2). Die Gesamtbilanz mit achtmal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze entzückte alle im Lager des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV). Erfolgreicher waren Kießlers Schützlinge zuletzt vor sechs Jahren, als es bei der jüngsten Heim-WM im Jahr 2007 in Duisburg sogar neunmal Gold hagelte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2013

dpa / ah

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