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Sport Regional Dresdner Eislöwen verlieren Sachsenderby in Crimmitschau mit 1:3
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07:42 08.01.2018
Wechselt nach Nordamerika: Eislöwe Cedric Schiemenz.   Quelle: Matthias Rietschel
Dresden

Nach drei Siegen in Folge mussten sich die Dresdner Eislöwen am Sonntagabend vor 4031 Zuschauern bei den Eispiraten Crimmitschau mit 1:3 (1:2, 0:1, 0:0) geschlagen geben. Allerdings reisten die Elbestädter mit einem Minikader in den Sahnpark. Trainer Franz Steer erklärte nach der Niederlage im Sachsenderby: „Das war ein verdienter Sieg der Eispiraten, sie sind über sechzig Minuten hohes Tempo gegangen. Da konnten wir mit unserem schmalen Kader am Ende nicht dagegenhalten. Das erste Drittel war relativ ausgeglichen, aber die Tore gegen uns sind zu einfach gefallen. Leider hatten wir dann auch nicht die Leute, die noch eine Wende herbeiführen konnten. Wir haben aber nur eine Schlacht verloren, nicht den Krieg“, fügte er noch an.

Neben den bekannten Langzeitverletzten fehlten gestern im Team der Eislöwen auch Dominik Grafenthin (Schulter) und Stürmer-Talent Cedric Schiemenz. Wenige Minuten vor Spielbeginn gaben die Blau-Weißen bekannt, dass sie dem gebürtigen Berliner die Freigabe für einen Wechsel nach Übersee erteilten. Der 18-jährige war erst im Sommer vom OHL-Klub Kitchener Rangers an die Elbe gekommen. „Wir hatten diese Option zum Saisonbeginn in Cedrics Vertrag verankert. Nach guten Auftritten im Eislöwen-Trikot hat er erneut die Möglichkeit, sein Können in Nordamerika unter Beweis zu stellen. Diese Chance möchten wir ihm nicht verbauen“, erklärte Geschäftsführer Volker Schnabel. Schiemenz selbst betonte, dass der Wechsel nach Dresden die richtige Entscheidung gewesen sei. „Ich habe mich hier vom ersten Moment wohl gefühlt und nehme nur positive Erinnerungen mit. Ich möchte mich beim Team, den Fans und den Verantwortlichen für die Zeit bedanken und weiß sehr zu schätzen, dass mir die Möglichkeit eines Wechsels in der Saison eingeräumt wird“, sagte der Stürmer.

Damit musste Trainer Franz Steer seine Reihen erneut umstellen. So bildeten gegen die Eispiraten Steven Rupprich, Alexander Höller und Matt Siddall die erste Sturm-Formation, dazu die beiden Verteidiger René Kramer und Tomas Schmidt. Und sie ließen schon nach reichlich drei Minuten Eispiraten-Stürmer Robbie Czarnik entwischen, der zum 1:0 für die Gastgeber einnetzte. Die Dresdner konnten aber wenig später ausgleichen. Nach Vorarbeit von Sebastian Zauner und Timo Walther besorgte Nick Huard mit seinem 15. Saisontor das 1:1 (9.). Dennoch hatten auch in der Folgezeit die Gastgeber etwas mehr vom Spiel und in der 16. Minute schlug erneut Robbie Czarnik zu. Mit einem Schlagschuss von der blauen Linie hämmerte er die Hartgummischeibe in die Maschen, wobei Torhüter Marco Eisenhut die Sicht ein wenig versperrt war. Im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich die Blau-Weißen mehr Chancen, die sie aber nicht verwerten konnten. Dafür aber folgte der dritte „Streich“ von Robbie Czarnik. Nach einem Pass des hinter dem Tor stehenden Jordan Knackstedt markierte der US-Amerikaner aus Nahdistanz das 3:1 (32.).

Nach dem Hattrick des Eispiraten-Stürmers versuchten die Steer-Schützlinge zwar alles, aber auch in Überzahl gelang ihnen vor der Pause nicht mehr der Anschluss. Im zerfahrenen Schlussabschnitt, der von vielen Strafzeiten geprägt war, jubelten die Eislöwen in der 49. Minute schon über den Anschlusstreffer. Nach ausgiebiger Begutachtung des Videos versagten die Unparteiischen dem Treffer allerdings aus unerfindlichen Gründen die Anerkennung. Auch sonst gab es einige strittige Entscheidungen. In den letzten zwei Minuten nahmen die Elbestädter ihren Goalie heraus, aber auch das half nicht mehr.

Von Astrid Hofmann

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