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Sport Regional Dresdner Eislöwen scheitern im Play-off-Viertelfinale
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09:58 29.03.2017
Zwischen den Spielern aus Dresden und Kaufbeuren ging es oft zu wie zwischen Kampfhähnen. Hier haben sich gleich drei Pärchen gefunden.  Quelle: soccerfoto
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Dresden

 Es hat nicht gereicht. Die Dresdner Eislöwen konnten ihren Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen und haben den Einzug ins Halbfinale verpasst. Sie verloren das siebente und entscheidende Play-off-Viertelfinalspiel vor 3723 Zuschauern in der Energieverbund-Arena gegen den ESV Kaufbeuren mit 2:3 (1:1, 0:2, 1:0) und damit die „Best-of-seven-Serie“ mit 3:4. Während für die Elbestädter jetzt der Urlaub früher als erhofft beginnt, treten die Allgäuer ab Freitag im Halbfinale gegen die Bietigheim Steelers an.

Leistungsträger fehlen

Wie erwartet mussten die Dresdner ohne die Verletzten Lucas Dumont, Martin Davidek, Sebastian Zauner und Brendan Cook auskommen. Zum Glück konnte Pat Baum, der im Spiel zuvor ebenfalls angeschlagen vom Eis musste, wieder auflaufen.

Die Eislöwen starteten druckvoll und Marius Garten und Ville Hämäläinen (jeweils 2.) kamen gleich im ersten Powerplay zu guten Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen. Bis Mitte des ersten Durchgangs hatten die Elbestädter mehr vom Spiel, ohne aber Kapital daraus schlagen zu können. Aber dann fanden auch die Gäste immer besser ihren Rhythmus, erarbeiteten sich gute Chancen, aber Kevin Nastiuk im Dresdner Gehäuse war wie gewohnt ein sicherer Rückhalt.

Unterzahl führt zum 1:0 für Kaufbeuren

Erst in der 15. Minute musste er dann doch hinter sich greifen. Als Ville Hämäläinen in der „Kühlbox“ schmorte, netzte Joona Karevaara mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:0 für Kaufbeuren ein. Die kalte Dusche steckten die Dresdner jedoch schnell weg. Als Schiedsrichter Stefan Vogl kurz vor Schluss zwei gegnerische Spieler auf die Strafbank schickte, versuchten die Eislöwen im Powerplay alles, aber der Kasten von Stefan Vajs schien wie vernagelt. Aber 14 Sekunden vor Ende der doppelten Überzahl stockerte Teemu Rinkinen den Puck dann doch endlich zum 1:1-Ausgleich über die Linie (20.). Die Allgäuer um Trainer Andreas Brockmann monierten zwar heftig und forderten den Videobeweis, doch der Schiedsrichter ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

ESV schlägt nach dem 1:1 eiskalt zurück

Nach der Pause aber schlugen die Gäste eiskalt zurück – und das gleich doppelt. In der 25. Minute zog Joona Karevaara aus der Distanz ab und markierte damit die 2:1-Führung für die Joker. Als kurz die Blau-Weißen kurz darauf einen Mann zu viel aus dem Eis hatten und dafür eine Strafe kassierten, konnte Ex-Eislöwe Jeffrey Szwez im Überzahlspiel die Scheibe fast unbedrängt zum 3:1 (27.) in die Maschen setzen. Während Trainer und Spieler auf der Gästebank euphorisch jubelten, herrschte bei den Hausherren erst einmal Schockstarre.

Schockstarre nach dem 3:1

Die Eislöwen brauchten eine Weile, um den Doppelschlag zu verdauen, dann aber fingen sie sich und gaben wieder Gas. Doch so sehr sie auch anstürmten und sich Chancen erspielten, sie fanden nicht das richtige Mittel, um die gegnerische Abwehr mit dem sicheren Vajs im Tor zu überwinden.

Aufholjagd wird nicht mehr belohnt

Nach dem letzten Pausentee kehrten die Stewart-Schützlinge noch einmal mit Riesenpower zurück, zumal sie mit einem Überzahlspiel starten konnten. Nachdem Teemu Rinkinen noch scheiterte, gelang Dominik Grafenthin nach 51 Sekunden dann endlich der 2:3-Anschlusstreffer. Nun stand die Halle Kopf, der Funke sprang noch einmal richtig über. Und die Blau-Weißen stürmten, was das Zeug hielt. Aber mit dem Ausgleich wollte es einfach nicht klappen. Stefan Vajs entschärfte alle Schüsse. Im Konter blieben die Gäste dennoch gefährlich.

Stewart gratuliert dem ESV als Erster

Zum Schluss setzten die Dresdner alles auf eine Karte, aber die Uhr lief unerbittlich herunter. Als die Schlusssirene ertönte, stürmten die Spieler von Kaufbeuren auf ihren Goalie zu und vollführten Freudentänze. Die Dresdner Cracks standen bedeppert auf dem Eis. Coach Bill Stewart war der Erste, der zum Konkurrenten ging und allen Spielern und Trainern gratulierte. Seine Jungs folgten ein wenig später.

Von Astrid Hofmann

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