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Dresdner Eislöwen retten Sieg in Bad Tölz über die Zeit

Eishockey Dresdner Eislöwen retten Sieg in Bad Tölz über die Zeit

Nach der schwachen Heimvorstellung am Freitag gegen Heilbronn (3:4 n. V.) haben die Dresdner Eislöwen bei Aufsteiger Bad Tölz die erhofften drei Punkte eingefahren. Sie setzten sich bei den Bayern mit 3:2 durch. Dabei reichten den Schützlingen von Franz Steer im Prinzip fünf Minuten.

Tomas Schmidt und Cedric Schiemenz (r.) bejubelten am Freitag einen Treffer. Am Sonntag durften die Eislöwen dann in Bad Tölz feiern.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Nach der schwachen Heimvorstellung am Freitag gegen Heilbronn (3:4 n. V.) haben die Dresdner Eislöwen bei Aufsteiger Bad Tölz die erhofften drei Punkte eingefahren. Sie setzten sich bei den Bayern mit 3:2 (0:0, 3:0, 0:2) durch. Dabei reichten den Schützlingen von Franz Steer im Prinzip fünf Minuten, um eine Vorentscheidung in dieser Partie zu erzwingen.

Vor dem Start in diese Begegnung gab es eine Schweigeminute für den in der Nacht zu Freitag verstorbenen Lorenz Funk senior, der mit 70 Jahren einem langen Krebsleiden erlag. Insgesamt 225-mal streifte die Eishockey-Legende das Trikot der deutschen Nationalmannschaft über, nahm an 13 Weltmeisterschaften sowie drei Olympischen Spielen teil. Dabei gehörte er zu der Mannschaft, die 1976 in Innsbruck die Bronzemedaille gewann. Dreimal wurde Funk Deutscher Meister, 1966 mit seinem Heimatverein, dem EC Bad Tölz, 1974 und 1976 mit dem Berliner SC. Nach seiner aktiven Karriere wechselte er hinter die Bande - unter anderem war er Manager der Eisbären Berlin - und gab sein ganzes Wissen bis zuletzt noch leidenschaftlich an die jüngeren Generationen weiter.

Nach der Schweigeminute starteten die Gastgeber, die noch immer auf den ersten Saisonsieg warten, sehr druckvoll in das Match. Sie bestimmten vor 1395 Zuschauern das Geschehen auf dem Eis, scheiterten aber beim Abschluss immer wieder an Eislöwen-Keeper Marco Eisenhut. Im zweiten Abschnitt gaben die Elbestädter deutlich mehr Gas. In der 28. Minute eröffnete Mike Glemser nach schönem Pass von Dominik Grafenthin den Torreigen mit dem 1:0. Shawn Boutin markierte dann zwei Minuten später das 2:0 für die Gäste mit einem Schuss von der blauen Linie. Und in der 33. Minute baute Martin Davidek nach Vorlage von Sebastian Zauner den Vorsprung auf 3:0 aus.

Im Schlussdurchgang wurde ein vermeintliches Tor der Dresdner nicht anerkannt (54.) Damit hätten die Steer-Schützlinge endgültig den Deckel drauf gemacht. Aber dann wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Zum einen leisteten sich die Blau-Weißen einige Strafzeiten, was natürlich Kraft kostete. Zum anderen gelang dem ehemaligen Eislöwen-Kapitän Marcel Rodman in der 56. Minute das 1:3 und nur zwei Minute darauf erzielte Joonas Vihko sogar den 2:3-Anschlusstreffer. Zum Glück konnten die Dresdner den knappen Vorsprung und damit den Sieg über die Zeit retten.

Da bleibt auf jeden Fall noch einige Arbeit für Steer und seine Schützlinge, zumal der Coach vor allem auch bei den Heimspielen bislang keinesfalls zufrieden war. Nach der Niederlage gegen Heilbronn hatte er zugegeben: „Die Qualität der Heimspiele hat sich fortgesetzt, nur diesmal sind wir bestraft worden.“ Er monierte vor allem zu viele Fehlpässe und Strafzeiten.

Bereits am Freitag haben die Elbestädter vor eigenem Publikum gegen Bad Nauheim die Chance zur Besserung, am Sonntag steht dann schon das erste Derby in Crimmitschau an.

Von Astrid Hofmann

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