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Dresdner Eislöwen lassen sich vernaschen

Eishockey Dresdner Eislöwen lassen sich vernaschen

Nach der knappen Niederlage im Fuchsbau haben die Dresdner Eislöwen auch am Sonntag verloren. Zu Hause unterlag die Mannschaft von Trainer Franz Steer dem Spitzenteam aus Bietigheim mit 0:4. Wieder einmal vergaben die Dresdner zu viele Chancen.

Eislöwen-Coach Franz Steer hatte am Sonntag einiges zu meckern.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Der bitteren Derby-Niederlage im Lausitzer Fuchsbau folgte für die Dresdner Eislöwen gestern die nächste Pleite. Das Team von Trainer Franz Steer unterlag vor 3812 Zuschauern in eigener Halle Spitzenreiter Bietigheim mit 0:4 (0:1, 0:1, 0:2). Mit der vierten Niederlage in Folge rutschen die Elbestädter in der Tabelle auf den achten Platz ab. Wie schon in Weißwasser war auch gegen die Steelers das große Manko die Chancenverwertung. „Ich fand unser Spiel eigentlich gut, aber es fehlen die Tore“, gab Franz Steer nach der Partie zu.

Als Geschenk gab’s für den Sieger von den Dresdner Fans sogar noch symbolisch eine „goldene Ananas“ – eine Anspielung auf den erneut verschobenen Auf- und Abstieg zwischen den beiden höchsten deutschen Ligen. Angeblich hatte ausgerechnet Tabellenführer Bietigheim eine Forderung der DEL nicht erfüllt. Steelers Trainer Kevin Gaudet bekannte: „Es ist frustrierend, traurig und schade für das gesamte deutsche Eishockey. Ich kann das nicht verstehen, dass die Leute da oben es nicht schaffen, einen Weg dafür zu finden.“

Die Eislöwen waren druckvoll in die Partie gestartet, doch schon in den ersten Minuten scheiterten Alexander Höller und Tadas Kumeliauskas (4.) an Gäste-Keeper Ilya Sharipov. Auch als die Hausherren kurz darauf erstmals in Überzahl agierten, konnten sie den gegnerischen Goalie nicht überwinden. Wie es geht, zeigte dann der Spitzenreiter. Kaum hatte Gustav Veistert auf der Strafbank Platz genommen, klingelte es im Dresdner Gehäuse. Marcus Sommerfeld erzielte das 1:0 (9.). Drei Minuten später hätten die Hausherren wieder alles ins Lot bringen können. Nick Huard schnappte sich die Scheibe in Unterzahl, steuerte auf Sharipov zu und wurde jäh gestoppt. Symptomatisch: Den fälligen Penalty vertändelte Huard.

Im zweiten Abschnitt schlugen die Steelers ein zweites Mal eiskalt zu – erneut im Powerplay. Als Tomas Schmidt in der Kühlbox saß, zog diesmal Dominic Auger aus spitzem Winkel ab und markierte das 2:0 (28.). Die Gastgeber setzten ihre Offensivbemühungen trotzdem weiter fort, wovon auch das Schussverhältnis von 20:4 zeugt. Aber es sprang nichts Zählbares dabei heraus.

Zu Beginn des Schlussdrittels das gleiche Bild: Huard, Christoph Körner oder Martin Davidek scheiterten im Minutentakt. In der 47. Minute hatten die Fans dann schon den Jubelschrei auf den Lippen, aber nach Videobeweis gab es kein Tor für die Hausherren. Vier Minuten später sorgte dann Andrew McPherson mit dem Treffer zum 3:0 für die Entscheidung. Vier Minuten vor dem Ende erhöhte Auger noch auf 4:0. „Wir müssen uns eingestehen, es läuft zur Zeit einfach nicht. Dabei haben wir uns so viele Chancen erarbeitet“, klagte Eislöwen-Goldhelm Alexander Höller. Franz Steer betonte: „Wenn wir weiter so auftreten wie heute, dann werden wir auch wieder die Spiele ziehen.“ Am besten schon morgen bei den Heilbronner Falken.

Von Astrid Hofmann

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