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Dresdner Eislöwen gewinnen Sachsenderby gegen Crimmitschau

Eishockey Dresdner Eislöwen gewinnen Sachsenderby gegen Crimmitschau

Die Dresdner Eislöwen haben am Sonntagabend einen Derby-Sieg eingefahren. Gegen die Eispiraten Crimmitschau setzten sie sich mit 4:3 nach Verlängerung durch. Doch vor der Partie gab es eine Hiobsbotschaft.

Eislöwen-Goldhelm Alexander Höller bejubelt seinen 4:3-Siegtreffer in der Verlängerung gegen Crimmitschau.

Quelle: Lutz Hentschel

Dresden. Blau-weiße Jubelgesänge, das traditionelle „Uffta“ und ein Siegertänzchen von Alexander Höller für die Fans – so wurde am Sonntagabend ausgelassen der Derby-Sieg der Dresdner Eislöwen gegen die Eispiraten Crimmitschau gefeiert. Vor 4333 Zuschauern boten beide Teams ein schnelles, rassiges und jederzeit faires Spiel, das die Schützlinge von Franz Steer am Ende verdient mit 4:3 (1:2, 1:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung gewannen. Damit revanchierten sie sich für die knappe Niederlage im Hinspiel und feierten zudem den vierten Sieg in Folge.

Leider gab es bereits vor der Partie eine Hiobsbotschaft: Stürmer Martin Davidek wird aufgrund seiner im Spiel gegen Ravensburg erlittenen Gehirnerschütterung länger ausfallen.

Beide Teams starteten mit großem Elan und hohem Tempo ins Spiel. Dominik Grafenthin zog in der 2. Minute einfach ab und sorgte mit dem schnellen 1:0 für einen perfekten Auftakt für die Hausherren. Weitere Chancen aber vergaben die Eislöwen. Die Gäste aus Crimmitschau blieben in der packenden Begegnung nichts schuldig. Und so währte die Freude über die Führung nur zwei Minuten, denn Jordan Knackstedt markierte in der 6. Minute den 1:1-Ausgleich. Und es kam noch schlimmer: Bei angezeigter Strafe für die Elbestädter netzte Robbie Czarnik zur 2:1-Führung (14.) der Gäste ein.

Nach dem Pausentee kamen die Dresdner besser ins Spiel. „Ich habe die Reihen etwas umgestellt, dann lief es besser“, erklärte Trainer Franz Steer später. Als die Eispiraten die erste Strafe im Spiel kassierten, war Alexander Höller im Powerplay zur Stelle und erzielte den wichtigen 2:2-Ausgleich (24.). Beide Teams schenkten sich auch weiterhin nichts. Als Steve Hanusch in der Kühlbox saß, erwies sich einmal mehr Marco Eisenhut als Fels in der Brandung und rettete mehrfach. Nick Huard hatte sogar den erneuten Führungstreffer auf der Kelle, doch er scheiterte nach einem Sololauf in Unterzahl an Olivier Roy (34.) Zwei Minuten später aber musste Marco Eisenhut doch hinter sich greifen. Brock Maschmeyer brachte die Eispiraten mit 3:2 in Front.

Im Schlussdurchgang bissen sich die Steer-Schützlinge fast pausenlos im gegnerischen Drittel fest, erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt, doch erst in der 59. Minute gelang der heiß ersehnte Ausgleich, den Neuzugang Tadas Kumeliauskas besorgte. Nun stand die Halle Kopf. Bis zur Schluss-Sirene gab es keinen Treffer mehr und so ging es in die Verlängerung. Nach einer Minute und 17 Sekunden gelang Goldhelm Alexander Höller nach Vorarbeit von René Kramer und Marius Garten der umjubelte Siegtreffer.

„Da gebührt auch meinen beiden Mitspielern ein Lob, ich musste den Puck nur noch in die freie Ecke schieben“, meinte der Siegtorschütze bescheiden und fügte an: „Wichtig war, dass wir bis zum Schluss an uns geglaubt und unermüdlich gekämpft haben.“ Das sah auch Steven Rupprich, der für seine starke Vorstellung als bester Eislöwen-Spieler geehrt wurde, so: „Wir wollten den Sieg unbedingt. Eigentlich hatten wir auch genügend Chancen, um das Spiel früher zu entscheiden“, merkte er jedoch an. Das sah auch Trainer Franz Steer ähnlich: „Anfangs waren wir gleichwertig, aber ab Mitte des Spiels haben wir dominiert. Natürlich bin ich mit den Jungs zufrieden, aber wir hätten unsere Chancen besser verwerten müssen.“ Bereits am Dienstag geht es für die Dresdner in Kaufbeuren weiter.

Von Astrid Hofmann

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