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Dresdner Eislöwen gastieren im Fuchsbau

Eishockey Dresdner Eislöwen gastieren im Fuchsbau

Sachsens Eishockey-Fans blicken am Freitagabend nach Weißwasser. Dort steigt ab 19.30 Uhr das nächste Derby zwischen den Füchsen und den Eislöwen aus Dresden. Die Gäste von der Elbe wollen dabei nach zwei Pleiten wieder punkten, die Hausherren brauchen jeden Zähler im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt.

Jeff Hayes (Weißwasser) foult beim letzten Derby in Dresden den Eislöwen Tadas Kumeliauskas. Im Tor schaut Weißwassers Goalie Maximilian Franzreb zu. Dresden gewann die Partie mit 4:2.

Quelle: imago

Dresden/Weisswasser. Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen die Dresdner Eislöwen an diesem Wochenende wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Ein Derby-Sieg an diesem Freitag (19.30 Uhr) im Lausitzer Fuchsbau wäre sicher das beste Mittel, um wieder Selbstvertrauen zu tanken. Am Sonntag wartet dann in eigener Halle mit der Partie gegen Spitzenreiter Bietigheim (16 Uhr) eine überaus schwere Aufgabe.

Zumindest gegen den Erzrivalen aus Weißwasser konnten die Schützlinge von Trainer Franz Steer in dieser Saison schon zweimal gewinnen – im Fuchsbau mit 3:2 nach Penaltyschießen und 4:2 daheim. Nach der ärgerlichen 2:7-Pleite bei Schlusslicht Bayreuth verbietet sich, wie Franz Steer noch einmal betont, auch gegen den Tabellen-Zwölften mit Blick auf die Tabelle, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Auswärts ist es egal, wo man spielt, ob beim Ersten oder Letzten“, sagt er. Derbys hätten ohnehin ihre eigene Geschichte. Allerdings gibt der 59-Jährige auch zu, dass einige seiner Cracks derzeit nicht in der besten Verfassung sind. „Manche sind ein bisschen blockiert und erzielen nicht die Tore, die man sich von ihnen erhofft“, erklärt der Coach, ohne jedoch Namen zu nennen. Dennoch ist er überzeugt, dass sein Team das Eishockey spielen nicht verlernt habe. Das Wichtigste sei, die Chancen besser zu nutzen und auch mal dreckige Tore zu erzielen. „Wir haben in der laufenden Woche noch einmal deutlich die Laufwege besprochen. Es gilt, unsere Grundlagen zu stärken, einfach zu spielen und so das Selbstvertrauen zurückzugewinnen“, so Steer. Auch Verteidiger Sebastian Zauner bekennt: „Es muss sich jeder an seine eigene Nase fassen und die individuellen Fehler abstellen. In Weißwasser haben wir die erste Chance, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Derbys stehen für Emotionen und genau die müssen wir in das Spiel einbringen. Auch gegen Bietigheim haben wir schon gute Partien gezeigt.“

Für die Füchse kommt das Derby wohl genau zur rechten Zeit. Denn mehr als in jedem „normalen“ Spiel dürfte es zunächst darum gehen, Fehler zu vermeiden. Und eben Fehler waren es, die auch die Weißwasseraner zuletzt immer wieder Erfolgserlebnisse kosteten. Dabei haben sich die Ostsachsen unter Coach Robert Hoffmann spielerisch klar gesteigert. In der Tabelle fand das bisher aber keinen Niederschlag. Und so dürften die Duelle am Freitag gegen die Eislöwen und Sonntag in Bayreuth die allerletzten Chancen bieten, mit jeweils drei Zählern doch noch auf den Zug Richtung Pre-Play-offs zu springen. Zum dazu nötigen Tabellenplatz zehn fehlen aktuell schon zwölf Punkte.

„Ich habe es vor jedem Match x-mal gepredigt und werde es den Jungs auch diesmal wieder sagen. Wir müssen einfaches Eishockey spielen, um das Risiko zu minimieren. Zu Torchancen sind wir zuletzt immer gekommen“, beschreibt Hoffmann die Marschrichtung, die seine Schützlinge endlich einhalten sollen. Zudem wollen die Füchse aus der Lausitz den Derby-Bock endlich umstoßen. Schließlich wurden alle Begegnungen mit den sächsischen Rivalen bisher verloren. Das Kuriose: Alle Heimderbys – zweimal gegen die Crimmitschauer und einmal gegen die Dresdner – wurden nicht in regulärer Zeit entschieden, sondern nach Verlängerung (ETC) oder Penaltyschießen (Dresden).

Rund um das Spiel gegen Tabellenführer Bietigheim können sich die Besucher im Rahmen des Eislöwen Juniors-Gameday am Sonntag auf zahlreiche Angebote für die ganze Familie freuen, unter anderem das traditionelle Puckwerfen, eine Hüpfburg und eine Torschussanlage. „Der Nachwuchs ist unsere Zukunft und verdient unsere volle Aufmerksamkeit“, hebt auch Franz Steer hervor.

Von Astrid Hofmann und Sebastian Matthieu

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