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Sport Regional Dresdner Eislöwen feiern ersten Saisonsieg
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22:45 17.09.2017
Dresdner Jubel nach dem 2:0-Führungstor der Gastgeber. Alexander Höller (3.v.l.) war erfolgreich. Timo Walther (r.) reißt ebenfalls die Arme hoch. Quelle: Foto: Steffen Manig
Dresden

Gleich zwei Eishockey-Idole waren am Sonntag in die Energieverbund-Arena als Glücksbringer angereist – Erich Kühnhackl, im Jahr 2000 als „Deutschlands Eishockey-Spieler des Jahrhunderts“ geehrt, und Petr Sikora, Eislöwen-Rekordscorer und Publikumsliebling. Da konnte ja nichts mehr schiefgehen beim ersten Heimspiel der Dresdner Cracks in dieser Saison. Zwar erlebten die 2408 Zuschauer ein kleines Wechselbad der Gefühle, am Ende aber bezwangen die Blau-Weißen den ESV Kaufbeuren und mit 4:2 (1:0, 1:1, 2:1) und sicherten sich die ersten drei Punkte.

Verzichten musste Trainer Franz Steer dabei noch auf Martin Davidek, der sich bei der 1:3-Niederlage in Kassel eine Bänderdehnung zuzog und pausieren musste. Zu Beginn der Partie wirkten die Gastgeber noch etwas gehemmt, während die Joker mit viel Druck in die Partie starteten. Doch ein Überzahlspiel in der 12. Minute konnte Steve Hanusch zum ersten Saison-Tor in der heimischen Arena nutzen. Kurz nach der ersten Drittelpause erhöhte Alexander Höller auf 2:0 (22.), wobei die Schiedsrichter erst nach Videobeweis den Treffer gaben. Allerdings gaben die Allgäuer keinesfalls auf und Sami Blomqvist besorgte in der 33. Minute den Anschluss.

Als die Eislöwen wohl nach der zweiten Pause etwas schläfrig zurückkamen, erzielte Charlie Seraul den Ausgleich (41.). Aber die Blau-Weißen zeigten die richtige Reaktion. „Wir haben 15 Minuten vor Schluss realisiert, dass wir auch kämpfen müssen“, räumte Alexander Höller später ein. Und sie setzten nun den Gegner deutlich stärker unter Druck. Dominik Grafenthin stellte mit dem 3:2 (50.) dann die Weichen auf Sieg und Alexander Höller machte im Powerplay vier Minuten später endgültig alles klar. „Ich freue mich sehr über den Sieg. Im ersten Drittel war es spielerisch nicht unbedingt eine Glanzleistung, wir kamen immer einen Schritt zu spät. Aber unser Über- und Unterzahlspiel wird immer besser und Marco Eisenhut im Tor hat wieder eine hervorragende Partie gezeigt“, befand Steer nach dem ersten Saisonsieg, auf dem die Mannschaft aufbauen kann, wie auch Höller betonte.

Natürlich freute sich auch Erich Kühnhackl, der schon seit den neunziger Jahren die Entwicklung des Eishockeysports in Dresden verfolgt hat, dass er seinem Freund Franz zum Sieg gratulieren konnte. „Franz ist ein Mensch und Trainer, der Eishockey lebt. Das ist nicht nur eine Arbeit für ihn, sondern er ist 24 Stunden rund um die Uhr für seine Jungs da“, hielt der 66-Jährige eine Laudatio auf seinen bayrischen Kumpel. Und zu Dresden fügte er an: „Das ist ein Standort, in dem man in absehbarer Zeit noch mehr bewegen könnte.“

Bewegend gestaltete sich die Zeremonie zu Ehren von Petr Sikora, der mit seiner Tochter Natalie (24) und Sohn Petr (11) in einem roten Skoda Felicia-Cabrio, Baujahr 1960, aufs Eis gefahren wurde. Extra wegen ihm waren auch seine ehemaligen Mitspieler Marcel Linke, Petr Molnar, Jedrzej Kasperczyk und Robin Sochan zu Besuch gekommen. Als dann das Trikot mit der Nummer 22 an die Hallendecke gezogen wurde, gab es stehende Ovationen für den 46-Jährigen, der jetzt beim tschechischen Extraligisten HCO Trinec als Nachwuchstrainer arbeitet. „Da habe ich meinen eigenen Sohn unter meinen Fittichen. Deshalb habe ich auch mit Eishockey aufgehört, sonst hätte ich vielleicht sogar noch ein Jahr gespielt“, verriet „Siki“, der sich später die Finger beim Autogramme geben wund schrieb. Die Schlange, die sich deshalb gebildet hatte, war viele Meter lang.

Von Astrid Hofmann

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