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Dresdner Eislöwen bleiben weiter im Rennen ums Play-off-Halbfinale

Eishockey Dresdner Eislöwen bleiben weiter im Rennen ums Play-off-Halbfinale

Im fünften Spiel der Serie „best of seven“ haben die Sachsen den Rückstand auf die Mannschaft vom ESV Kaufbeuren auf 2:3 verkürzt und das vorzeitige Aus abgewendet. 3163 Zuschauer in der Energieverbund-Arena erlebten einen verdienten Sieg der Gastgeber.

Die Dresdner Eric Valentin und Steven Rupprich (r.) bejubeln Rupprichs Tor zum 3:2.

Quelle: soccerfoto.de

Dresden. .Die Dresdner Eislöwen haben das vorzeitige Saison-Aus abgewendet. Sie gewannen das fünfte Play-off-Viertelfinalspiel vor 3163 Zuschauern in der Energieverbund-Arena gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:2 (1:0, 2:2, 2:0). Damit verkürzten die Elbestädter in der „Best-of-seven-Serie“ auf 2:3. Die sechste Partie findet am Sonntag wieder im Allgäu statt. Sollten die Eislöwen den Ausgleich schaffen, würde das Entscheidungsspiel am Dienstag in Dresden steigen. „Wir haben uns am Dienstag in Kaufbeuren blamiert, jetzt war es an der Zeit zu zeigen, dass wir es besser können. Für uns ändert sich aber noch nichts. Doch wenn wir diesen Charakter erneut in Kaufbeuren beweisen, ist alles möglich. Wir müssen dort von der ersten Minute an präsent sein“, sagte Steven Rupprich.

Eine Hiobsbotschaft gab es bereits vor der Partie. Der zuletzt von Trainer Bill Stewart für seine Leistungen besonders gelobte Sebastian Zauner hatte sich im Training die Hand verletzt. Der 22-Jährige tauchte mit Gipsarm auf und damit war für ihn bereits vor dem Spiel die Saison beendet. Im Tor schenkte Stewart wieder Kevin Nastiuk das Vertrauen, dafür musste diesmal Teemu Rinkinen als überzähliger Ausländer auf die Tribüne, während Juuso Rajala in den Kader zurückkehrte.

Sich nicht „unter dem Tisch verkriechen, sondern wie echte Männer spielen“, so hatte es Stewart von seinen Schützlingen vor dieser Partie gefordert. Und die Eislöwen beherzigten die Worte ihres Coaches. Sie starteten bissig und entschlossen, setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Die Joker agierten anfangs eher abwartend, aus sicherer Defensive und versuchten mit aggressivem Forechecking den Spielaufbau der Elbestädter zu stören. Es dauerte allerdings bis zur 15. Minute, bis die blau-weiße Fangemeinde das erste Mal jubeln konnte. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, Joker-Goalie Stefan Vajs zu überwinden, gelang Petr Macholda im Powerplay mit einem Schlagschuss von der blauen Linie das 1:0. Aber auch die Allgäuer kamen zu einigen guten Chancen. So traf Max Schmidle in der 19. Minute zum Glück nur die Latte.

So ging es mit knappen Vorsprung zur ersten Pause. Schon fünf Minuten nach Wiederbeginn vollendete Dominik Grafenthin nach schönem Doppelpass-Spiel mit Brendan Cook zum 2:0. Allerdings währte die Freude über den Zwei-Tore-Vorsprung nur eine reichliche Minute. Denn kaum saß Steven Rupprich in der „Kühlbox“, schlugen die Gäste eiskalt zu. Florin Ketterer stand im Powerplay völlig allein und hatte keine Mühe in die freie Ecke zum 1:2 zu verkürzen. Dass die Joker clever und abgezockt sind und jeden noch so kleinen Fehler bestrafen, bewiesen sie sechs Minuten später. Beim Spiel Vier gegen Vier starteten sie einen blitzschnellen Konter und Sami Blomqvist vollendete zum 2:2 (32.). Nun war alles wieder offen. Aber die Dresdner fingen sich schnell wieder. Nachdem Marius Garten in Überzahl nur das Gestänge traf, zog Steven Rupprich in der 38. Minute einfach aus der Distanz ab und der Puck zappelte im Netz.

Das Schlussdrittel hatte kaum begonnen, als Ville Hämäläinen die Blau-Weißen endgültig auf die Siegerstraße brachten. Der Finne stocherte die Scheibe aus Nahdistanz zum 4:2 (41.) über die Linie. Drei Minuten später rettete Mirko Sacher bei einem Gegenangriff auf der Linie. In der 48. Minute konnten die Dresdner endgültig den „Sack zumachen“. In doppelter Überzahl markierte Dominik Grafenthin mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 5:2. Zwei Minuten vor dem Ende jubelten zwar noch einmal die Gäste, aber nach Videobeweis verweigerten die Schiedsrichter dem vermeintlichen Tor die Anerkennung. Zuletzt gab es ein paar Nicklichkeiten, doch die Stewart-Schützlinge ließen nichts mehr anbrennen. „Der Trainer hat nach dem Dienstag-Spiel einiges angesprochen, was wir heute umsetzen konnten. Wir wissen ja selbst nicht, warum wir mit zwei Gesichtern auftreten“, meinte der doppelte Torschütze Dominik Grafenthin.

Von Astrid Hofmann

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