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Sport Regional Dresden begrüßt seine olympischen Helden
Sportbuzzer Sport Regional Dresden begrüßt seine olympischen Helden
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07:59 28.02.2018
Müde, aber glücklich über den tollen Empfang: Silber-Pilot Nico Walther, Erfolgstrainer Gerd Leopold, die Gold-Anschieber Candy Bauer und Martin Grothkopp, Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, Shorttrackerin Bianca Walter, Bob-Pilotin Stephanie Schneider und Bob-Mechaniker Bernd Steinecker vom Stützpunkt Altenberg (v. l. n. r.). Quelle: Steffen Manig
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Dresden

Als sich die Türen des Flughafen-Terminals in Klotzsche kurz vor 23 Uhr öffnen und die Olympia-Helden von Pyeongchang heimatlichen Boden betreten, empfängt sie tosender Applaus und lauter Jubel. Selbstgebastelte Plakate und Spruchbänder werden in die Höhe gehalten. Verwandte, Freunde, Vereinsgefährten, Sponsoren und Politiker begrüßen die erfolgreichen Bob-Athleten um Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und Silbermedaillengewinner Nico Walther sowie auch weitere Sportler der Region mit vielen Blumen und Geschenken.

Francesco Friedrich schließt zuerst seine Ehefrau Magdalena in die Arme und sagt dann: „Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein.“ Nico Walther, der sichtlich müde ist, gibt grinsend zu: „Ich bin seit unseren Viererrennen nicht zum Schlafen gekommen, wir haben die Nacht im Deutschen Haus durchgefeiert. Jetzt freue ich mich einfach nur auf mein Bett.“ Der Trubel macht ihn aber doch wieder richtig wach und er sagt: „Es ist schön, dass so viele Leute gekommen sind. Auch der Empfang am Frankfurter Flughafen war schon überwältigend. Mit so vielen Leuten hatten wir gar nicht gerechnet. Es zeigt auch eine Wertschätzung für uns.“

Friedrich: „Viele schöne Momente“

Francesco Friedrich, der wie die anderen zahlreiche Interviews geben und auch Autogramme schreiben muss, meint: „Es waren so viele schöne Momente, die hätte ich gar nicht alle fotografieren können. Sie sind jedoch alle in meinem Kopf und meinem Herzen gespeichert.“ Sein Gold-Anschieber Martin Grothkopp, der Ehefrau Julia und Töchterchen Lea in die Arme schließt, kann es immer noch nicht richtig fassen: „Dass der Plan so aufgegangen ist und wir jetzt Olympiasieger sind, ist einfach grandios. Schön, dass für uns jetzt die Saison vorbei ist und wir erstmal alles in Ruhe genießen können. Nächste Woche geht es erstmal mit der Familie an die Ostsee“, verrät er. An diesem Abend kommen die Olympioniken aber noch nicht so schnell ins Bett, denn Verein und Sponsoren haben gleich im Flughafen eine kleine Party organisiert, die von Ex-Gewichtheber Marc Huster moderiert wird. Auf der Bühne gibt Francesco Friedrich zu: „Ohne meine Jungs, zu denen auch Ersatzmann Jannis Bäcker gehört, wäre das alles nicht möglich gewesen. Nur weil wir einen so großen Teamgeist haben, konnten wir das auch im Zweier nach dem ersten Tag noch kippen.“

Empfang unserer Olympia-Rückkehrer am Dresdner Flughafen am Montagabend

Trainer Gerd Leopold, der Vater dieser Erfolge, verrät noch einmal die Devise, mit der das Projekt Gold angegangen wurde: „Ich habe den Jungs von Anfang an gesagt: Steht früh auf, putzt eure Zähne und guckt in den Spiegel und sagt, wir wollen Olympiasieger werden!“ Der umtriebige Meistermacher hat aber noch längst nicht genug, wie er schon an diesem Abend erkennen lässt: „Ich habe schon wieder neue Ideen und Projekte im Auge. Unser nächster Zwischenstopp sind 2010 die Weltmeisterschaften auf der Heimbahn in Altenberg.“

Tränen bei Stephanie Schneider

Spätestens dann will auch Stephanie Schneider auf dem Podest stehen. Die Oberbärenburger Bob-Pilotin, die als Vierte knapp an einer Medaille vorbeischrammte, wischt sich mehrmals ein paar Tränen aus den Augen und erzählt von ihrem großen Handicap im olympischen Wettkampf: „Erst hat der Rücken zugemacht, dann der Oberschenkel. Wahrscheinlich habe ich einen Ermüdungsbruch im Rücken, muss das jetzt von den Ärzten abklären lassen.“ Kämpferisch fügt sie dann aber hinzu: „Diesmal hat es leider nicht mit der erhofften Medaille geklappt, da müssen wir es eben in vier Jahren noch mal versuchen.“

Ein wenig traurig ist auch Shorttrackerin Anna Seidel, die in Pyeongchang mehrfach stürzte: „Ich konnte leider nicht zeigen, was ich kann. In vier Jahren muss es dann besser klappen.“ Vereinsgefährtin Bianca Walter aber zeigt sich zufrieden: „Ich habe mich über meine Platzierungen gefreut, konnte jeden Lauf ohne Fehler bestreiten. Für uns geht es jetzt noch zur WM.“

In dieser Woche gibt es für die erfolgreichen Bob-Athleten noch weitere Ehrungen und Empfänge – den nächsten für Francesco Friedrich am Donnerstagabend auf dem Pirnaer Marktplatz.

Von Astrid Hofmann

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