Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Dresden Titans verlieren in letzter Sekunde
Sportbuzzer Sport Regional Dresden Titans verlieren in letzter Sekunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:10 27.10.2018
Die Dresden Titans sprechen sich nach der unglücklichen 61:63-Heimniederlage gegen Wedel Trost zu. Quelle: Steffen Manig
Dresden

Das tat richtig weh: In der allerletzten Sekunde haben die Dresden Titans am Samstagabend ihr Heimspiel gegen den SC Rist Wedel verloren. In einer hochdramatischen Pro-B-Partie, die sie selbst lange bestimmt hatten, brachen die Männer von Trainer Nenad Josipovic am Ende noch ein und unterlagen den Norddeutschen äußerst unglücklich mit 61:63 (39:32). Der entscheidende Korb gelang Ryan Patrick Logan mit der Schlusssirene, als er den Ball nach der letzten Auszeit und nur noch 0,8 Sekunden Spielzeit von Justus Hollatz präzise zugepasst bekam und noch per Dunk in den Ring stopfte. Die Titans hatten sich schon in der Verlängerung gewähnt und verließen nach dem bitteren Ende einer spannenden Partie mit hängenden Köpfen das Spielfeld. Ihre Enttäuschung war riesig, während die Hanseaten ihren Matchwinner Logan (20 Punkte) groß feierten.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als ob die Gastgeber das Spiel nach Hause bringen würden. Nach einer ausgeglichenen Startphase hatten sie sich im zweiten Viertel leicht abgesetzt und waren mit einer 39:32-Halbzeitführung in die Pause gegangen. Auch im dritten Viertel war es noch ganz gut losgegangen, hatten die Dresdner beim 42:32 mit zehn Punkten geführt. Doch dann leisteten sich die Gastgeber zu viele einfache Fehler, der an diesem Tag schwache Daniel Kirchner verlor im Aufbauspiel mehrfach den Ball, Luka Kamber gönnte sich wiederholt Schrittfehler. Einige überhastete Würfe von Kirchner, Kamber, Helge Baues oder Brandon Watkins fanden auch nicht ihr Ziel, dennoch führten die Dresdner nach dem dritten Viertel noch 53:48.

Doch dann glichen die Gäste von der Unterelbe vor 1021 Zuschauern zum 57:57 aus – der Dreier von Lars Kamp machte die Hausherren nervös. Dennoch gelang Arne Wendler nach einem Fehlwurf von Watkins das 59:57, doch Hollatz egalisierte die erneute Führung sofort wieder mit einem Korbleger. Dann glückte Kamp nur 11,8 Sekunden vor dem Ende das 61:59, und Dresden geriet richtig unter Druck. Josipovic nahm noch eine Auszeit – und dem vor allem defensiv starken Watkins gelang danach tatsächlich nervenstark der Ausgleich. Noch waren aber jene verhängnisvollen 0,8 Sekunden zu spielen, die den Titans zur Verlängerung fehlten. Und sie endeten grausam für das Heimteam.

„Ich habe Schwelm zum Sieg gratuliert, aber ich glaube, dass der Sieg für Wedel heute äußerst glücklich war“, brachte ein geschockter Titans-Geschäftsführer Jörn Müller mühsam hervor. Er bedauerte, dass sein Team vor dem dritten Viertel nicht mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht hatte: „Das Aufbauen des Gegners hat schon am Ende des zweiten Viertels begonnen und sich im dritten fortgesetzt. Am Ende hat die Konzentration und Kraft dann nicht mehr gereicht.“ Müller ärgerte sich, dass die Mannschaft letztlich zu fehlerhaft gespielt hatte: „Man muss gegen so einen starken Gegner seriöser spielen, vielleicht auf den einen oder anderen Zauberpass verzichten.“

Einmal mehr wurde deutlich, dass die Mannschaft das Fehlen ihres Kapitäns Janek Schmidkunz nur bedingt auffangen kann. Der Berliner war nur in Zivil in der Halle, er hat noch immer Schmerzen im lädierten Rücken. Wann er wieder spielen kann, ist völlig offen. „Mir geht es gar nicht gut, nach diesem Spiel erst recht“, sagte Schmidkunz mit fahlem Gesicht und entschwand in die Kabine, um den Kameraden etwas Trost zu spenden. Den hatten die Jungs auch dringend nötig.

Beste Dresdner Werfer: Baues 17 Punkte, Watkins 12, Nießen 8, Wendler/Kujundzic je 6.

Von Jochen Leimert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die verbesserte wirtschaftliche Lage ermöglicht dem Verband unter anderem Investitionen in die Infrastruktur. Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung: der Schiedsrichtermangel.

27.10.2018

DFB-Präsident Reinhard Grindel ist beim 7. Verbandstag des Sächsischen Fußballverbandes in Dresden zu Gast. Für ihn besteht zwischen der Stadt und dem DFB in Sachen Länderspiele eindeutig Gesprächsbedarf.

27.10.2018

Einstand misslungen: Auch unter dem neuen Trainer Bradley Gratton verlieren die Dresdner Eislöwen weiter. Bei den Bad Tölzer Löwen setzt es eine 2:3-Niederlage. Es war für Dresden bereits die zehnte Schlappe im 13. Saisonspiel.

27.10.2018