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Sport Regional Dresden Titans starten mit neuem Trainer in die Saisonvorbereitung
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22:02 09.08.2017
Nenad Josipovic, Peter Krautwald und Andreas Rieger (v.l.n.r.). Quelle: Foto: JOL
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Dresden

Die ersten vier Einheiten unter dem neuen Trainer Nenad Josipovic waren nix für Weicheier: Marc Nagora kann davon ein Lied singen, der Small Forward humpelte am Mittwoch direkt vom Training zum Pressetermin bei der Ostsächsischen Sparkasse am Güntzplatz, wo die Dresden Titans ihren neuen Coach erstmals der Öffentlichkeit präsentierten. Trotz heftigen Muskelkaters wollte sich Nagora aber nicht beim Coach beschweren. Im Gegenteil: „Wir sind alle kaputt, deswegen hat er einen guten Job gemacht.“

Harte Arbeit – das ist das, was auf die Titans in den kommenden Wochen und Monaten wartet, denn der Pro-A-Absteiger will schnell wieder nach oben, rein in die Play-offs und dann – wenn möglich – wieder aufsteigen. „Ich möchte wieder oben mitspielen und zeigen, dass Dresden kein Pro-B-Klub ist. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit mitzuhelfen, die Titans wieder in die Pro A zu bringen“, sagte der gebürtige Hamburger vor seinem dritten Jahr in Dresden.

Ehrgeizig ist auch Josipovic. Der 54 Jahre alte Kroate lebt und liebt Basketball seit 41 Jahren. Der frühere Profispieler ist seit 18 Jahren Trainer und baut nicht das erste Mal eine Mannschaft nach einem Abstieg neu auf. Die Erfahrung machte er auch schon in Karlsruhe, wo er bereits mit dem heutigen Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald zusammenarbeitete. Die erste Forderung an seine Spieler nach dem enttäuschenden Abschneiden in der vergangenen Saison ist ganz simpel: „Wir müssen vergessen, was im letzten Jahr passiert ist.“

Dann heißt es bei ihm: Schwitzen! In der zu Wochenbeginn gestarteten Vorbereitung haben seine Jungs nicht viel zu lachen. „Das ist eine schwere Zeit für die Spieler, aber auch für mich“, gesteht der Coach, der auch abseits des Trainings viel zu tun hat, denn er sucht mit Krautwald noch einen Nachfolger für den wegen beruflicher Zwänge nach Ingolstadt abgewanderten Kapitän Walter Simon. „Ich habe mit ihm gerechnet, ich mag seine Art, aber seine Zukunft ist wichtiger“, sagt Josipovic. Einen deutschen Spieler von Simons Format zu kriegen, das ist in diesen Tagen nicht leicht. „Es muss auch einer mit Charakter sein“, so Josipovic. Zwei US-Amerikaner hat er schon im Kader, nur ein EU-Ausländer wäre noch eine Variante, wenn sich kein erfahrener deutscher Power Forward mehr findet. Noch pokern die Titans, sie haben Spieler angesprochen, die noch in der BBL oder der Pro A unterkommen wollen. „Wir werden die nötige Geduld aufbringen“, versicherte Krautwald, der mit einem zwischen 25 und 30 Prozent niedrigeren Budget als in der Pro A auskommen muss.

Umso erfreulicher war für ihn, dass die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD) am Mittwoch ihr Engagement um drei Jahre verlängerte. OSD-Sprecher Andreas Rieger unterzeichnete gemeinsam mit Krautwald den entsprechenden Vertrag. Aber auch mit reduziertem Budget glauben die Titans, dass der Play-off-Einzug machbar ist. Platz vier lautet das Ziel, damit es in den ersten Aufstiegsspielen möglichst zwei Heimpartien gibt. Denn der Heimvorteil wiegt hier schwerer als anderswo. Ihren Schnitt von 1500 Zuschauer pro Spiel haben die Basketballer wieder eingeplant – sie hoffen aber nach ersten Erfolgen auf deutlich mehr.

Von Jochen Leimert

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