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Sport Regional Dresden Titans starten in die neue Saison
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23:16 22.09.2017
Steven Bennett, Nils Niendorf, Marc Nagora Noah Berge, Sebastian Heck, Bryan Nießen, Helge Baues, Travis Thompson, Petar Madunic und Janek Schmidkunz (v. l. n. r.) freuen sich auf die Saison. Malick Fall fehlte beim Fototermin. Quelle: Foto: Philipp Cherubim
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Dresden

Neue Saison, neues Glück – das ist die Hoffnung der Dresden Titans, die sich nach einem schweren Lehrjahr in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A ab Sonntag wieder eine Klasse tiefer in der Pro B beweisen müssen. Die mit sechs Neuzugängen bestückte Mannschaft und ihr neuer Coach Nenad Josipovic möchten wieder mehr Siege feiern als im Vorjahr, als sich der Aufsteiger wider Willen als zuverlässiger Punktelieferant für die Gegner entpuppte und trotz eines Trainerwechsels am Ende mit nur zwei Erfolgen sang- und klanglos wieder abstieg. Ein solche Saison will keiner bei den „Titanen“ noch einmal erleben – schon um ihrer Fans willen, die der Truppe trotz all der Niederlagen überraschend zahlreich die Treue hielten.

Natürlich wollen die Dresdner Korbjäger gleich im ersten Punktspiel ein Zeichen setzen und die Iserlohn Kangaroos ab 16 Uhr in die Schranken weisen. Die Mannschaft kennen einige Spieler schon aus der Pro B. In den Playoffs traf man 2015 schon einmal in der 1. Runde aufeinder. Damals schieden die Sachsen – noch unter Trainer Thomas Krzywinski – schon nach zwei Niederlagen gegen die Sauerländer aus.

Dass die Iserlohner seitdem nicht viel an Klasse verloren haben, bewiesen sie erst im Frühjahr, als sie in den diesjährigen Playoffs die „Zweite“ vom FC Bayern eliminierten. Für die neue Spielzeit wurde ein Großteil der Leistungsträger gehalten. Zudem gelang es den Gästen mit Donte Nicholas, Julian Scott und Nikita Khartchenkov erfahrene Spieler mit Qualität in den Märkischen Kreis zu lotsen. „Keine Frage, die Mannschaft aus Iserlohn ist gut besetzt und nicht zu unterschätzen. Allerdings wollen wir zu Hause dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Dabei sehe ich uns leicht in der Favoritenrolle“, erklärt Titans-Coach Josipovic. Sein Gegenüber auf der Iserlohner Trainerbank, Dragan Torbica, wird indes erstmals hauptverantwortlich an der Seitenlinie stehen, nachdem er im Sommer Matthias Grothe beerbte. Der langjährige Trainer wechselte in die Pro A zu Phoenix Hagen, fällt dort aber wegen einer Krebserkrankung auf unbestimmte Zeit aus.

Seine ehemalige Mannschaft hat ihre Ambitionen unter Torbica aber keineswegs heruntergeschraubt, glaubt Titans-Kapitän Janek Schmidkunz: „Sie haben ein ähnliches Konzept wie wir, zehn Vollprofis unter Vertrag. Das ist definitiv ein schwerer Gegner zum Auftakt. Wenn wir den besiegen könnten, würde uns das viel Selbstvertrauen geben.“ Die Iserlohner könnten zu Hause in einer basektballverrückten Gegend traditionell von einem guten Publikum zehren. Wie sie aus den Startlöchern kommen, müsse man aber abwarten, „denn sie haben auch drei deutsche Schlüsselspieler verloren“, so Schmidkunz. Einige Spieler der Kangaroos kennt er noch aus seiner Zeit in Nördlingen, als er die Iserlohner 2016 in den Playoffs stoppen konnte.

Für die Titans spricht am Sonntag nicht nur der Heimvorteil, sondern auch, dass Josipovic alle Mann an Deck hat. Die Stimmung im Team ist gut. Center Malick Fall, der zunächst nur einen vierwöchigen Probevertrag bekommen hatte, hat einiges an Trainingsrückstand aufgeholt und einen Vertrag für diese Saison bekommen. Der 2,11 Meter große Spanier, geboren im Senegal, schob fleißig Extraschichten und erarbeitete sich so das Vertrauen des Trainers.

Von Jochen Leimert

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