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Sport Regional Dresden Titans feiern gelungene Premiere in der Ballsportarena
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21:23 02.12.2018
Luka Kamber trifft per Korbleger für die Dresden Titans. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Ohne Topscorer Brandon Watkins, aber mit Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit haben die Dresden Titans ihr erstes Spiel nach der Ära Josipovic gewonnen. Bei ihrer Heimpremiere in der Ballsportarena zwangen die von Interimstrainer René Naumann betreuten „Titanen“ vor 1437 Zuschauern die VfL Sparkassen-Stars Bochum mit 78:75 (45:40) in die Knie und feierten damit am Sonntag den fünften Heimsieg der Saison. Wenige Tage nach der Entlassung von Trainer Nenad Josipovic reichte das in der Pro-B-Tabelle zum Vorstoß auf Platz sieben.

Als der überragende Luka Kamber den letzten Freiwurf versenkte und den Endstand herstellte, herrschte Freudentaumel in der Halle. Die Fans jubelten, die Spieler tanzten im Kreis, klatschten ihre Anhänger ab und sangen noch Minuten später Arm in Arm mit der Fankurve. Die Anspannung nach einer turbulenten Woche wich zusehends.

Der verletzte Kapitän Janek Schmidkunz umarmte Matchwinner Kamber (26 Punkte) und dankte Naumann für die gute Vorbereitung: „Wir haben intensiv trainiert. Das war für viele Spieler nicht ganz einfach, Nenad gehen zu lassen, weil wir mit ihm konnten. Er ist ein guter Trainer, wir haben ihn gemocht, aber in dem Geschäft muss man auch mal unangenehme Entscheidungen treffen. Ich spreche der Mannschaft ein Riesenlob aus, wie professionell sie das aufgenommen und eine Reaktion gezeigt hat.“ Geschäftsführer Jörn Müller, der schon mit einem Nachfolger für Josipovic verhandelt, schloss sich dem an – und freute sich besonders über Kambers Auftritt: „Dass gerade Luka als Kroate, der ein sehr nahes, enges Verhältnis zum Nenad hatte, hier so auftrumpft, zeigt, dass er ganz viel Herz für die Dresden Titans hat.“

Die hatten gegen die Bochumer stark begonnen und das erste Viertel 28:14 gewonnen, im zweiten lag man sogar 40:20 vorn, brach aber noch vor der Pause ein und rettete nur fünf Zähler Vorsprung in die Kabine. „Wir haben im ersten Viertel sehr auf Details geachtet, sie auch sehr gut durchgespielt, das war dann im zweiten Viertel nicht mehr der Fall. Da waren wir oft einen Schritt zu spät“, blickte Co-Kapitän Bryan Nießen später auf das Auf und Ab zurück. Nach der Halbzeitpause habe man aber Kante gezeigt und auch verdient gewonnen: „Wir wollten das unbedingt, haben in der Woche sehr hart dafür gearbeitet.“

Bemerkenswert war, wie das Team den Ausfall von Watkins (nur auf der Tribüne) wegsteckte. Der Ami soll angeblich einen Magen-Darm-Infekt gehabt haben, schüttelte aber nach dem Spiel noch munter einige Hände. Aber auch ohne ihn kämpfte das Team und leistete sich keinen zweiten Einbruch, als Felix Engel beim 52:49 die Gäste erstmals in Front brachte. Das Spiel war dann lange offen, ehe Kamber am Ende in einer Serie sechs von acht Freiwürfen verwandelte und so den knappen Sieg sicherte.

Ein Malheur hatte es übrigens noch vor dem Spiel gegeben. Am Donnerstag war eine der beiden Korbanlagen umgestürzt und eines der Bretter zersprungen, doch alle Schäden konnten bis zum Spielbeginn beseitigt werden. Jörn Müller richtete ein großes Dankeschön an die Verantwortlichen der Ballsportarena, sie hätten mit der Mannschaft dazu beigetragen, den Spieltag zum Event zu machen. Die Spieler hätten jedenfalls nichts dagegen, häufiger im neuen Sporttempel gegenüber der Yenidze zu spielen.

Punktbeste Dresdner: Kamber 26 Zähler, Baues 15, Heck 11, Kujundzic 10.

Von Jochen Leimert

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