Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Dresden Titans entlassen Trainer Josipovic
Sportbuzzer Sport Regional Dresden Titans entlassen Trainer Josipovic
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 29.11.2018
Nenad Josipovic ist nicht mehr Trainer der Titans. Quelle: Archiv/Steffen Manig
Dresden

Die Heimbilanz der Titans ist mit vier Siegen und einer Niederlage ordentlich, doch weil auswärts bisher kein einziger Erfolg in der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga Pro B gelang, stehen die Dresdner nur auf dem vorletzten Platz. Für die Ansprüche der Spielbetriebs GmbH, die intern Platz eins bis vier ausgegeben hatte und mit der Mannschaft gern in die Pro A zurück will, ist das zu wenig. So entschloss sich Geschäftsführer Jörn Müller am Mittwoch nach gründlicher Analyse, Trainer Nenad Josipovic zu beurlauben. Am Donnerstag wurde der Schritt auch offiziell verkündet.

Einen Nachfolger für den Kroaten, der im Sommer 2017 den erfolglosen Australier Liam Flynn ablöste, hat Müller noch nicht gefunden: „Aktuell befinden wir uns noch auf der Suche“, erklärte Müller. Josipovics Nachfolger soll jemand werden, der sich im Geschäft gut auskennt und rasch verfügbar ist: „Es muss ein erfahrener Coach sein, der die Pro B oder auch die Pro A kennt.“ Müller möchte jemanden verpflichten, der bereit ist, auch einen Kurzzeitvertrag bis zum Jahresende zu unterschreiben. „Wir suchen nicht die ganz langfristige Lösung, schließen aber nicht aus, dass daraus mal eine wird“, so Müller. Die Entlassung Josipovics sei nicht geplant gewesen, daher könne er auch keinen schnellen Ersatz präsentieren, so der Geschäftsführer.

Interimsweise und auch nur am Sonntag beim kommenden Punktspiel gegen Bochum (16 Uhr, Ballsportarena) wird Regionaltrainer René Naumann das Team betreuen, unterstützt von Co-Trainer Dominik Zemann und dem verletzten Kapitän Janek Schmidkunz. Der Verband erteilte eine Ausnahmegenehmigung für Naumann, der sich schnellstmöglich wieder der U14 und seinen anderen Aufgaben in der Nachwuchsarbeit widmen soll.

Mit einem neuen Trainer erhoffen sich die Titans-Verantwortlichen neuen Schwung, denn ohne Erfolge auf fremdem Parkett wird die Mannschaft ihre Saisonziele nicht erreichen. Warum die Truppe nach dem Heimsieg gegen Bernau in Wolfenbüttel wieder einbrach, das weiß niemand so genau. Müller stellte jedenfalls fest: „Die Mannschaft hat auch in Wolfenbüttel nicht gegen den Trainer gespielt.“ Eine Einschätzung, die Co-Kapitän Bryan Nießen bestätigte. Ein bisschen ratlos schien am Ende auch Josipovic zu sein, der stets viel von der Mannschaft forderte und selbst unzufrieden war. Laut Müller war der aus Split stammende Basketball-Experte enttäuscht über die Entlassung, aber nicht beleidigt: „Es war eine Trennung auf professionellem Niveau.“ Man könne sich weiter in die Augen sehen, werde sich beim Auswärtsspiel in Oldenburg treffen. Dort wohnt der 55-Jährige, dorthin ist er bereits am Donnerstag hingefahren. Seine Dresdner Wohnung, den Dienstwagen und alle Schlüssel habe er in einwandfreiem Zustand übergeben, erklärte Müller.

Die Geschäftsführung und die Mannschaft hoffen nun, dass die Trennung den erhofften Effekt bringt. Am Sonntag soll in der Ballsportarena, in der erstmals ein Pro-B-Spiel auf Glasboden stattfindet, ein Sieg gegen die derzeit auf Rang drei geführten Bochumer her. Sie haben nur zwei Siege mehr auf dem Konto als die Titans, die in dieser sehr engen Liga schnell wieder aus dem Tabellenkeller klettern können. „Ich erwarte, dass auch die Mannschaft jetzt liefert“, bekräftigte Müller.

Die langwierige Verletzung von Kapitän Schmidkunz, der in diesem Jahr nicht mehr spielen wird, lässt Müller nicht als Ausrede für die stark schwankenden Leistungen der Mannschaft gelten, wenngleich der erfahrene Berliner natürlich sehr fehle: „Ein Team muss in der Lage sein, auch so einen Ausfall zu kompensieren.“

Von Jochen Leimert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kein Ende der Krise bei den Dresdner Eislöwen in Sicht. Die Elbestädter verloren aucham Dienstag vor 1021 Zuschauern bei den Heilbronner Falken mit 2:5 (0:1, 1.1, 1:3) und kassierten damit die dritte Pleite in Folge.

28.11.2018

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC werden am Mittwoch beim italienischen Vizemeister und ungeschlagenen Tabellenführer Busto Arsizio im CEV-Europacup gastieren.

28.11.2018

Bevor Bob-Pilot Francesco Friedrich an diesem Mittwoch in den Flieger nach Lettland steigt, hatte sich der Doppel-Olympiasieger am Montag noch einmal in feinen Zwirn geworfen. Er erhielt aus den Händen von OB Klaus-Peter Hanke die Urkunde, die ihn zum Ehrenbürger der Stadt Pirna macht.

27.11.2018