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Sport Regional Dresden Monarchs verlieren gegen Braunschweig mit 24:44
Sportbuzzer Sport Regional Dresden Monarchs verlieren gegen Braunschweig mit 24:44
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16:16 24.06.2018
Der Braunschweiger Darius Robinson heftet sich Dresdens Brice Couquin an die Fersen. Anthony Darkangelo von den Lions beobachtet die Szenerie (v. r. n. l.). Quelle: Steffen Manig
Dresden

Wer gegen die Lions gewinnen will, bei dem muss alles passen. So wie bei den Berlin Rebels, die die vor einer Woche überraschend in Braunschweig triumphierten. Die Dresden Monarchs haben solch einen Coup jedoch am Sonnabend in ihrem Heimspiel gegen die Braunschweiger verpasst und kassierten beim 24:44 (7:10/10:13/0:3/ 7:14) ihre zweite Saisonniederlage. „Die Braunschweiger sind ein sehr, sehr gutes Team. Sie hatten ein paar Fehler, aus denen wir kein Kapital geschlagen haben. Und das ist halt der Unterschied. Sobald man gegen ein sehr, sehr gutes Team kleine Fehler macht, ist das ein Problem. Davon haben wir heute zu viele gemacht“, musste Monarchs-Cheftrainer Ulrich Däuber nach der Partie eingestehen. Bei stürmischem und regnerischem Wetter im Heinz-Steyer-Stadion hatten seine Schützlinge allerdings phasenweise bestens mitgehalten.

So auch beim Start in die Partie. Eine reichliche Minute war erst absolviert, als Quarterback Trenton Norvell mit einem Pass über 60 Yard seinen Receiver Brice Couquin fand, dem gleich der erste Touchdown glückte. Schnell stand es 7:0 (PAT Florian Finke). Doch die Löwen glichen durch einen kurzen Lauf von Runningback Lennies McFerren zum 7:7 aus (PAT Tobias Goebel). Anschließend vergab Florian Finke aus 40 Yard die Möglichkeit für ein Field Goal. Die Gäste nutzten die kleinen Unzulänglichkeiten im Dresdner Spiel und gingen durch den 52-Yard-Pass von Quarterback Jadrin Clark auf Nicolai Schumann erstmals in Führung.

Das zweite Viertel begann mit dem Ausgleich der Monarchs durch Mike Schallo, der in der Endzone einen 14-Yard-Pass von Norvell fing. Wieder glückte Finke der Extrapunkt – 14:14 – und im weiteren Verlauf dann auch ein Fieldgoal zum 17:14. Es ging hin und her, die Begegnung lief in dieser Phase absolut auf Augenhöhe ab. Doch die Antwort der „Löwen“ kam postwendend. Braunschweigs David McCants lief beim Return fast übers ganze Feld. „Unser Kickoff muss ins Aus gehen und ein Touchback werden. Daraus darf kein Return entstehen“, kritisierte Ulrich Däuber. „Wenn man der gegnerischen Offense ein kurzes Feld gibt, hat man keine Chance.“

So aber konnte Clark per kurzem Touchdown-Lauf die Gästeführung wieder herstellen, bei der es nun bis zum Spielende auch bleiben sollte. Wenig später bediente Trenton Norvell den Gegner. Diesmal fing Justus Holtz den Pass von Clark. Mit 17:27 ging endete die erste Halbzeit. „In den vier Minuten vor der Pause haben wir zwei, drei Fehler gemacht, die die Lions sofort ausgenutzt haben“, ärgerte sich „Ulz“ Däuber. Im dritten Viertel stand die Dresdner Verteidigung gut und ließ nur ein Fieldgoal von Tobias Goebel zum 17:30 zu. Offensiv jedoch klappte nunmehr kaum etwas.

Im letzten Viertel verletzte sich Braunschweigs Runningback Lennies McFerren schwer am Arm, dann gelang Schumann ein weiterer Touchdown zum 17:37. Die Partie war damit so gut wie gelaufen. Zwar verkürzte Mitchell Paige noch mal auf 24:37, doch Jadrian Clark stellte kurz vor Schluss den alten Abstand wieder her – und damit zugleich den Endstand. „Die Defense war gut. Die Offense hat ja auch gezeigt, dass wir da was machen können. Und dann sind wieder ein, zwei Strafen und ein, zwei Plays, wo wir uns nicht konzentrieren. Und dann kommen wir wieder ins Hintertreffen. Das geht gegen so ein Team nicht“, bilanzierte Ulrich Däuber.

Nach der zweiten Saisonniederlage ist aber trotzdem noch alles drin für die Dresdner, denen allerdings am nächsten Sonntag (15 Uhr) beim Tabellendritten Cologne Crocodiles eine schwere Aufgabe bevorsteht. Eine Woche später steht dann schon das Rückspiel gegen die Berlin Rebels im Steyer-Stadion an. Platz zwei im Endklassement, der im Playoff-Viertelfinale das Heimrecht garantiert, hält Ulrich Däuber für machbar. „Wir müssen gegen Berlin gewinnen und Berlin wird sicher auch noch mal was verlieren. Ich freue mich auch schon aufs Rückspiel gegen Berlin und aufs Rückspiel gegen Braunschweig. Denn wir hatten heute fünf Verletzte, die nicht spielen konnten, das macht einen Riesenunterschied“, so Däuber, der sogar Platz eins noch nicht abgeschrieben hat. „Gerade schlägt mehr oder weniger jeder jeden. Wir müssen jetzt darauf aufbauen, was wir heute gut gemacht haben, und das nächste Spiel gewinnen. Jedes Spiel ist ein Playoff-Spiel, ich will Heimrecht haben für die Playoffs, also müssen wir weitermachen.“

Von Stefan Schramm

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