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Dresden Monarchs verlieren gegen Braunschweig mit 10:41

Große Kleinigkeiten entscheiden Dresden Monarchs verlieren gegen Braunschweig mit 10:41

Im großen Ganzen ist Braunschweig das beste Team im deutschen Football. Das stellten die New Yorker Lions am Sonnabendnachmittag im Heinz-Steyer-Stadion erneut unter Beweis. Und dennoch hatte man als Fan der Dresden Monarchs den Eindruck, dass nur Kleinigkeiten fehlten, um wenigstens auf Augenhöhe mit dem Serienmeister zu agieren.

Trotz eines Touchdowns nicht sein Tag: Quarterback Garrett Safron.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Im Football ist es wie in ziemlich jeder Sportart: Es ist eine Mischung aus großem Ganzen und einer Menge an Details. Eine Binsenweisheit, aber so ist es nun mal. Im großen Ganzen ist Braunschweig das beste Team im deutschen Football. Das stellten die New Yorker Lions am Sonnabendnachmittag im Heinz-Steyer-Stadion erneut unter Beweis. Und dennoch hatte man als Fan der Dresden Monarchs den Eindruck, dass nur Kleinigkeiten fehlten, um wenigstens auf Augenhöhe mit dem Serienmeister zu agieren.

Exemplarisch die erste Hälfte der Partie. Dresden startet gut, lässt den Ball laufen, arbeitet sich schnell bis in die Mitte der Braunschweiger Hälfte vor. Doch dann geht’s nicht weiter. Dennoch der Lohn: eine 3:0-Führung nach Fieldgoal von Florian Finke. Braunschweig antwortet schnell. Erst ein langer Pass auf Niklas Römer bis kurz vor der Goalline. Dann können die „Königlichen“ kurz gegenhalten, den fälligen Touchdown aber nicht verhindern: Maximilian Menwarth mit einem Lauf über ein Yard (PAT Tobias Goebel 3:7). Dresden schüttelt sich kurz und lässt einen weiteren schönen Drive folgen, diesmal bis an die Drei-Yard-Linie der Lions. Doch selbst ein vierter Versuch, bei dem Quarterback Garrett Safron noch ein knappes Firstdown versucht, will nicht gelingen – um wenige Zentimeter.

Die Monarchs geben den Ball, das Ziel so nah vor Augen, ohne Punkte wieder ab und kassieren den nächsten Touchdown: Casey Therriault mit einem mustergültigen langen Pass auf Nathaniel Morris über reichlich 60 Yard (PAT Goebel 3:14). Wenig später steht es schon 3:21. Nach einem Fehlpass von Safron bekommt Braunschweig den Ball schnell zurück. Und erneut ist es Morris, der einen Pass von Therriault in der Endzone sichern kann (PAT Goebel). Dann Dresdens Defense mit einem Bigplay – aber nur fast. Braunschweig stand schon wieder gefährlich nah an der Monarchs-Endzone, als auch Therriault ein Fehlpass unterläuft. Eigentlich Dresdens Ball, aber die Schiedsrichter hatten zuvor in beiden Reihen Fouls gesehen. Der Spielzug wird wiederholt – und einen Augenblick später läuft Braunschweigs David McCants zum nächsten Touchdown (PAT Goebel 3:28).

Vor allem die Effizienz des Meisters ist beeindruckend. Da wackelt nix, da gibt’s so gut wie keine Fehler, da wird jede sich bietende Chance genutzt. Und die Monarchs? Spielen deutlich besser und engagierter als im Hinspiel in Braunschweig. Und doch liegen sie wieder klar hinten. Es fehlt eben immer wieder eine Kleinigkeit. Da mal ein langer Pass von Garrett Safron, den Sebastian Sagne nur knapp nicht fangen kann. Dort ein letzter Schritt vom gut spielenden Joe Bergeron. Und immer wieder entwischen die Lions-Angreifer den Dresdner Verteidigern in letzter Sekunde. Die Summe macht es dann.

Daran ändert sich auch in Durchgang zwei nichts. Braunschweig tut, was nötig ist – aber gnadenlos gut. Vor allem Dresdens Defense verzweifelt fast. Immer wieder kann sie das Laufspiel über McCants stoppen und die Lions zu langen dritten Versuchen zwingen. Doch immer wieder können die sich abgezockt befreien. Noch zwei Touchdowns der Gäste folgen: zunächst McCants mit einem 11-Yard-Lauf. Und dann der Ex-Dresdner Jan Hilgenfeld mit einem Catch nach einem 28-Yard-Pass von Therriault. Und dann? Dann kann der ackernde und nie aufgebende Garrett Safron endlich seinen ersten Touchdown gegen Braunschweig feiern. Gut 25 Yard läuft er Mitte des vierten Viertels Slalom durch die Lions-Verteidigung in die Endzone (PAT Finke 10:41). Und das ist dann auch der Endstand.

Das Endergebnis liest sich nur etwas angenehmer als im Hinspiel Anfang Juni. Damals gingen die Monarchs 7:47 unter. Doch die Leistung, das Spiel der Monarchs war deutlich besser. Gerade Dresdens Angriff konnte mit einem erfolgreichen Laufspiel und vielen guten, kurzen Pässen den Ball gut und vor allem erfolgreicher bewegen als im Hinspiel. Gegen Braunschweig hat das nicht gereicht. Gegen die Gegner, die da noch kommen, kann man so weiter selbstbewusst auftreten. Als nächstes am kommenden Sonnabend auswärts gegen die Berlin Adler.

Von Jörg Dressler

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