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Sport Regional Dresden Monarchs überzeugen in Hamburg
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19:24 21.05.2018
Runningback Yazan Nasser (l.) lief der Huskies-Defense davon. Quelle: Markus Tischler
Hamburg

Das war mal ein überzeugender Auftritt! Dresdens Erstliga-Footballer haben auch ihr drittes Match der GFL-Saison 2018 gewonnen. Und das im Gegensatz zu den beiden Partien gegen Aufsteiger Potsdam mit einer nahezu fehlerlosen Leistung gegen engagierte, letztendlich glücklose Gastgeber in Hamburg.

Dresdens Verteidiger Allen Steinohrt setzte das erste Ausrufezeichen bei einem Sack gegen Hamburgs Quarterback Quentin Williams und stoppte damit früh die ersten Angriffsbemühungen der Huskies. Die Monarchs-Offense machte im Gegenzug wenig Federlesen: Quarterback Trenton Norvell schloss den ersten schnellen Drive mit einem kurzen Lauf zum ersten Touchdown ab (PAT Florian Finke 7:0). Auch der zweite Touchdown ging auf das Konto von Dresdens Spielmacher. Runningback Yazan Nasser hatte Dresden im zweiten Drive mit einem starken Lauf bis kurz vor die gegnerische Goalline gebracht. Den entscheidenden Schritt ging dann Norvell erneut selbst (PAT Finke 14:0).

Auch nach dem ersten Seitenwechsel lief dieses Spiel nach dem gleichen Muster: Hamburg war bemüht, aber leistete sich viele Fehler – Dresden spielte dagegen souverän und weitgehend effizient. Das war im Gegensatz zu den beiden umkämpften Spielen gegen die Royals schon bemerkenswert. Vor allem der Monarchs-Angriff tickte an diesem Sonnabendnachmittag wie ein präzises Uhrwerk. Die Kommunikation zwischen Spielmacher Norvell und seinen Receivern schien deutlich verbessert. Norvell entschied in vielen Situationen schnell und richtig, seine Pässe fanden in der Regel sicher ihr Ziel. Freilich war die Gegenwehr von Hamburgs Defense auch nicht mit dem Druck vergleichbar, dem Norvell in den ersten beiden Spielen ausgesetzt war. Und so konnte Dresden weiter ungehindert punkten: Touchdown Nummer drei gelang Mitchell Paige nach einem 34-Yard-Pass von Norvell. Für Nummer vier bediente er Brice Jaques-Andre-Coquin (PAT jeweils erfolgreich von Florian Finke 28:0).

Die Gastgeber konnten einem dagegen fast schon etwas Leid tun. Dass das Team von Headcoach Timothy Speckman deutlich besser spielt, als es die bisherigen Ergebnisse aussagen, war dem aufmerksamen Beobachter bekannt. Doch mit vielen kleinen Fehlern und Regelwidrigkeiten, die zu Strafen führten, stellten sich die Huskies auch in diesem Spiel immer wieder selbst ein Bein. Mehr als einmal brachte Quentin Williams auch sehenswerte lange Pässe an den richtigen Mann, die dann dank gelber Flaggen der Schiris keinen Bestand hatten. Auch Runningback Colby Goodwin, der ein bemerkenswertes Arbeitspensum ablieferte, musste ein ums andere Mal nach guten Aktionen erkennen, dass wieder irgendein anderer Fehler seinen gerade errungenen Raumgewinn zunichtegemacht hatte.

So lief das auch weitestgehend in Halbzeit zwei. Dresden marschierte und erhöhte schnell: diesmal mit einem Pass auf Maximilian von Wachsmann (PAT Finke 35:0). Hamburg ackerte und musste sich nach zwei Fehlstarts wieder vom Ball trennen. Die Monarchs nahmen schon früh im dritten Viertel den Fuß etwas vom Gas und begannen im Team zu wechseln. Quarterback Trenton Norvell machte verdient als erster Feierabend und sah seinem Vertreter Ferras El-Hendi dabei zu, wie der seine Offense zum nächsten Touchdown dirigierte. Glen Toonga fand kurz vor Ende des dritten Viertels eine Lücke in der Huskies-Verteidigung und sprintete über fast 70 Yard zum 42:0 (PAT Finke). Kurz vor Ende der Partie gelang den Gastgebern der verdiente späte Lohn für die Mühen: Quentin Williams passte auf Tobias Nill und der verkürzte auf 6:42. Der Extrapunktversuch wurde von Dresden geblockt. Damit stand das Endergebnis fest.

Dresden bleibt nach dieser Partie ungeschlagen. Das klingt gut, sollte aber, bei allem Respekt gegenüber den bisherigen Gegnern, nicht darüber hinwegtäuschen, dass die richtig schwierigen Spiele erst noch folgen. Schon der nächste Gegner, die Kiel Baltic Hurricanes, wird am kommenden Sonnabend eine andere Aufgabe sein. Die reisen mit frisch gewonnenem Selbstvertrauen und einem gerade verpflichteten neuen, starken Spielmacher zum großen Sparkassen-Gameday im DDV-Stadion an.

Von Jörg Dreßler

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