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Sport Regional Dreimal nicht erreichbar: WM-Aus für Dresdner Volleyballer Philipp Collin
Sportbuzzer Sport Regional Dreimal nicht erreichbar: WM-Aus für Dresdner Volleyballer Philipp Collin
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17:34 09.09.2015
Gilt als kleiner Chaot: Philipp Collin. Die WM findet nun ohne den Dresdner Volleyballer statt. Quelle: Imago/Conny Kurth

Gleichzeitig hat der Anti-Doping-Ausschuss des DVV wegen des Vorwurfes von drei Meldepflicht- und Kontrollversäumnissen gegen den 23-jährigen Mittelblocker ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Als Mitglied des A-Kaders zählt Collin zum Nationalen Testpool der NADA. Diese Athleten sind verpflichtet, vor Beginn eines Quartals zum jeweils 25. des Monats Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit in das Anti-Doping Administrations & Management System (ADAMS) einzugeben. Änderungen der Angaben sind unverzüglich anzuzeigen. Ist ein Athlet für eine Dopingkontrolle nicht am angegebenen Ort anzutreffen und auch nicht telefonisch zu erreichen, so kann dies - nach Stellungnahme des Athleten - als Meldepflicht- und Kontrollversäumnis geahndet werden.

"Es liegt keine positive Dopingprobe vor, vielmehr handelt es sich um Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse seitens des Athleten", betont Erhard Rubert, Vorsitzender des Anti-Doping-Ausschusses im DVV.

Damit ereilt Philipp Collin das gleiche Schicksal wie Handball-Nationalspieler Michael Kraus, der vor knapp zwei Monaten aus dem gleichen Grund vom DHB und auch seinem Verein in Göppingen suspendiert wurde und derzeit noch auf die Entscheidung über eine Sperre wartet. Wie der 30-jährige Kraus gilt auch Collin als "kleiner Chaot" und "schlampiges Supertalent". Dabei schien der Dresdner zuletzt auf einem hervorragenden Weg zu sein, gehörte sowohl beim französischen Meister Tours als auch in der Nationalmannschaft zu den Leistungsträgern. Umso bitterer für den gebürtigen Neubrandenburger, dass er nun beim Saison-Höhepunkt in Polen nicht dabei sein wird.

Lauf Richtlinien der Nada kann eine Sperre wegen eines solchen Vergehens zwischen drei Monaten und zwei Jahren betragen. Der französische Weitspringer Teddy Tamgho erhielt kürzlich für ein solches Fehlverhalten ein Jahr Sperre. Der Anti-Doping-Ausschuss des DVV wird nun über die Dauer der Sperre im Fall Collin in einem schriftlichen Verfahren entscheiden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2014

Astrid Hofmann

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