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Doppel-Weltmeisterin Christiane Reppe ist glücklich wieder daheim

Para-Radsport Doppel-Weltmeisterin Christiane Reppe ist glücklich wieder daheim

Mit ihren beiden Goldmedaillen im Gepäck kehrte Christiane Reppe gestern Vormittag von der Para-Rad-WM aus Südafrika nach Hause zurück. Am Flughafen in Dresden-Klotzsche wurde die frischgebackene Weltmeisterin im Zeitfahren und im Straßenrennen vom Dresdner Sportbürgermeister Peter Lames mit einem Blumenstrauß herzlich empfangen.

Christiane Reppe traf am Dienstagmorgen wieder am Flughafen in Klotzsche ein. Sportbürgermeister Peter Lames (r.) begrüßte sie mit Blumen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Mit ihren beiden Goldmedaillen im Gepäck kehrte Christiane Reppe gestern Vormittag von der Para-Rad-WM aus Südafrika nach Hause zurück. Am Flughafen in Dresden-Klotzsche wurde die frischgebackene Weltmeisterin im Zeitfahren und im Straßenrennen vom Dresdner Sportbürgermeister Peter Lames mit einem Blumenstrauß herzlich empfangen. „Das war schon eine ungewöhnliche Woche, es war alles etwas anders als sonst. Aber nach dem ganzen Hick-Hack vor dem Start ist jetzt alles gut, mehr als gut und ich bin super glücklich“, sagte die 30-Jährige strahlend und lächelte die Reisestrapazen – sie war gemeinsam mit ihrem Vater Hans-Jürgen gut 24 Stunden unterwegs – ganz locker weg.

Vor dieser WM hatte die Paralympics-Siegerin eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchmachen müssen, nachdem der deutsche Behindertenverband vergessen hatte, sie für diese Titelkämpfe zu melden. Sie war dennoch nach Südafrika gereist, um das Team zu unterstützen. „Ich hatte mich schon darauf vorbereitet, Videos zu drehen, habe deshalb extra Stative eingepackt und mich auf diese Dinge konzentriert. Als ich dann im Auto auf dem Weg vom Flughafen in Johannesburg nach Pietermaritzburg saß, kam plötzlich der Anruf, dass der Weltverband UCI doch noch seine Meinung geändert hat und ich starten darf. Das war gegen 14 Uhr am Montag. Nun hatte ich ja mein Handbike aber nicht mitgenommen, weil ich fest davon ausgegangen war, ich bin nicht dabei und da wollte ich auch mit dem Thema abschließen. Deshalb ließ ich es daheim. Um 18.40 Uhr saß mein Vater mit dem Handbike, das er vorher noch auseinandernehmen musste, im Flieger und am Dienstagnachmittag kam er mit meinem Sportgerät an. Natürlich war es anfangs nicht so leicht, den Schalter umzulegen. Doch das hat hervorragend geklappt“, ließ Christiane Reppe die Geschehnisse noch einmal Revue passieren.

„Jetzt freue ich mich auf meine Eltern, unseren Hund und meine Wohnung“, sagte sie lachend bei ihrer Ankunft. Allerdings wird sie dies nur kurz genießen können, denn schon heute steht ein Termin in Berlin an, Ende der Woche ist sie bei ihrem Verein GC Nendorf. Ihre Geschichte wird sie dabei sicher noch vielfach erzählen müssen. „Ab Freitag steht aber auch wieder Training auf dem Plan, denn ich bereite mich auf den Berlin-Marathon am 24. September vor. Erst im Oktober geht es dann in den Urlaub“, verrät die Dresdnerin, die auch schon die WM im kommenden Jahr im Blick hat: „Die findet in Maniago in Italien relativ früh im August statt. Da beginnt also auch die Vorbereitung zeitig. Aber ich freue mich jetzt schon darauf, denn in Italien ist die Begeisterung immer sehr groß.“ Dass der Verband sie noch einmal vergisst zu melden, glaubt Christiane Reppe nicht: „Ich denke, der Verband hat aus diesem Fehler gelernt.“

Von Astrid Hofmann

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