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Doppel-Gold für Liebscher – Silber für Kriegerstein

Kanu-WM: Doppel-Gold für Liebscher – Silber für Kriegerstein

Die Dresdner Athleten können bei der Kanu-WM im tschechischen Racice jubeln. Tom Liebscher siegte zunächst über die 1000 Meter im Kajak-Einer und dann auch über 500 Meter im Kajak-Vierer. Steffi Kriegerstein holte im Vierer Silber.

Tom Liebscher siegte am Samstag zunächst über die 1000 Meter im Kajak-Einer

Quelle: dpa

Dresden. Tom Liebscher konnte sein Glück kaum fassen. „Mit zweimal Gold hätte ich echt nicht gerechnet“, gab der Kanu-Olympiasieger vom KC Dresden gestern überglücklich zu. Bereits am Sonnabend hatte der 24-Jährige bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Ratschitz (Racice) einen Coup gelandet, mit dem kaum jemand rechnete. Im Finale über 1000 Meter bot er eine grandiose Vorstellung, setzte sich mit überragendem Schluss-Spurt durch und holte sich sein erstes WM-Gold über diese Distanz. Mit einer ausgeklügelten Taktik verwies er den Portugiesen Fernando Pimenta und den tschechischen Lokalmatadoren Josef Dostal auf die Plätze.

Nur wenige Stunden später paddelte er mit seinen Kollegen Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam) und Max Lemke (Mannheim) mit einem souveränen Sieg im Halbfinale über 500 m ins Finale. Gestern ließ der Schützling von Jens Kühn mit seinen K4-Gefährten auch im Endlauf nichts anbrennen, fuhr in neuer Weltrekordzeit zu seinem zweiten Gold. „Jetzt wird kräftig gefeiert, das könnt ihr wissen. Wir lassen es im deutschen Haus richtig krachen“, ließ Liebscher anschließend keinen Zweifel und fügte an: „Racice ist einfach ein gutes Pflaster für mich. Und die Unterstützung von über 200 Fans von daheim, darunter auch dem OB Dirk Hilbert und dem Sportbürgermeister Peter Lames, tat dabei ein Übriges. Es hat einfach Riesenspaß gemacht.“

Jens Kühn, der ebenfalls die Läufe seiner Schützlinge live erlebte, meinte strahlend: „Über 1000 m hatten wir im Vorfeld mit Platz vier bis sechs gerechnet. Aber schon Vor- und Zwischenlauf klappten gut und dann haben wir noch mal die Taktik etwas verändert. Tom sollte aggressiver losfahren und die Konkurrenz schocken. Das hat super geklappt. Als die beiden Gegner bei 750 Metern an ihm vorbei waren, habe ich auf seinen Endspurt vertraut. Er hatte genügend Körner, dass es gereicht hat.“ Liebscher selbst gestand: „Dass es auf dieser Strecke auf Anhieb so gut funktioniert, hätte ich nicht erwartet. Auch die Zuschauer meinten, sie hätten Gänsehaut gehabt. Trotzdem habe ich in den nächsten Jahren noch Luft nach oben.“ Mit der Euphorie des Erfolges im Rücken „flog“ der Dresdner auch mit dem Vierer zum WM-Titel und das Team ließ die Konkurrenten aus Spanien und Tschechien hinter sich.

Auch Vereinsgefährtin Steffi Kriegerstein hatte allen Grund zum Feiern. Die 24-Jährige holte mit Tina Dietze (Leipzig), Franziska Weber (Potsdam) und Sabrina Hering Hannover) mit dem K4 der Frauen hinter den favorisierten Ungarinnen wie schon bei den Olympischen Spielen in Rio die Silbermedaille. Jens Kühn jubelte anschließend: „So nah waren sie zuletzt nie an den Ungarinnen dran. Sie hatten im Vorfeld relativ viele Probleme, auch Steffi musste wegen Krankheit länger pausieren. Umso höher ist diese Leistung einzuschätzen.“ Für den Dresdner Stützpunkt geht damit eine überaus erfolgreiche Saison zu Ende, denn zuvor konnten schon Jakob Kurschat (Junioren) und Benedikt Bachmann (U23) jeweils WM-Gold erringen. Für alle steht nun am kommenden Wochenende noch die Deutsche Meisterschaft in München auf dem Plan

Astrid Hofmann

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