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Sport Regional Die Basketballer der Dresden Titans sind mit ihren Neuzugängen bislang zufrieden
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17:36 09.09.2015
Gespannt auf die kommende Saison: die Titans-Neuverpflichtungen Daniel Cheledinas, Kevin Butler und Dominik Turudic (v.l.n.r.). Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Das Trio soll die Abgänge von Andrew Jones, Georg Dölle und Alexander Heide auffangen und der Mannschaft von Trainer Thomas Krzywinski helfen, erneut in die Aufstiegsrunde einzuziehen.

Auch wenn in der Vorbereitung bisher alle Testspiele verloren gingen, ist Krzywinski von seinen Neulingen angetan: "Wir handhaben es traditionell ja so, dass wir uns starke Gegner suchen. Und in diesen Spielen haben sich Kevin, Dominik und Daniel ordentlich präsentiert." Besonders der aus der Nähe von Dallas stammende Shooting Guard Butler und der aus Gießen gekommene Power Forward Turudic konnten auf Anhieb überzeugen.

"Kevin ist ein Klassespieler mit vielen Qualitäten. Ich nehme an, dass er nicht viele Serien in der Pro B spielen wird", glaubt Krzywinski. Der neue Mann aus Texas, der auf dem Feld den Job des letztjährigen Kapitäns Jones übernehmen soll, habe sehr gute Testspielergebnisse gehabt, so der Trainer. Erst am Sonntag gelangen Butler beim 59:74 in Jena 17 Punkte und fünf Steals. Der 1,94 Meter große Afroamerikaner ist kräftiger als sein Landsmann Jones. "Deshalb ist er im Reboundverhalten vielleicht sogar ein bisschen stärker als Andrew", mutmaßt Titans-Manager Gert Küchler. Der 24-jährige Butler wurde den Dresdnern vom Agenten Peter Madsen angeboten, der im vergangenen Jahr auch Damon Smith an die Elbe vermittelte. Eigentlich wollte Butler schon letztes Jahr nach Übersee wechseln, was sich aber zerschlug. So überbrückte er das Jahr bei den Dallas Diesel in einer Freizeitliga und versucht, nun in Europa Fuß zu fassen. Dresden gefällt dem Fan von Superstar Koby Bryant gut, "es ist ruhig, nicht so hektisch wie Dallas", sagt er. Wo es in Elbflorenz die besten Steaks gibt, wisse er inzwischen auch, lacht er.

Sein WG-Mitbewohner Turudic hat sie auch schon getestet und für gut befunden. Der 2,02 Meter große Brettspieler hat es noch keine Sekunde bereut, nach Sachsen gekommen zu sein. "Es hat mir auf Anhieb gefallen, dass der Verein Ambitionen hat und in die Playoffs will. Ich bin letztes Jahr zweimal sportlich abgestiegen, das reicht mir", so der 20-Jährige. Der in Gießen aufgewachsene und ausgebildete Deutsch-Kroate, der vergangene Saison erst in Mostar (1. Liga Bosnien) und dann beim MTV Gießen II in der Regionalliga spielte, fiel Krzywinski wegen seiner herausragenden Viertliga-Statistik auf. Zudem fanden sich Bundesliga-Einsätze in Turudics Vita. Während der Fußball-WM schrieb Krzywinski den Gießener über Facebook an. "Wir haben gerade ein Spiel von Argentinien geguckt, es war schon kurz vor Mitternacht. Da kam eine Freundschaftsanfrage von irgendeinem Typen. Mein Vater hat gesagt, antwortete erst morgen, das ist seriöser. Dann habe ich gegoogelt und gemerkt, dass der Typ Coach in Dresden ist", feixt Turudic noch immer über die unkonventionelle Kontaktaufnahme Krzywinskis, der ihm nach einem Probetraining einen Vertrag anbot. Und das aus gutem Grund: "Dominik ist ein Energiebündel, ein sehr variabler Spieler. Er kann die große Flügel-, aber auch beide Innenpositionen spielen und er ist ein sehr guter Passer", lobt ihn Krzywinski. Jüngst gelangen Turudic beim 58:62 in Baunach zwölf Punkte und sieben Rebounds. Nicht nur sportlich bringt er Schwung rein, er ist auch ein echter Spaßvogel.

Anders als der extrovertierte Turudic scheint der 2,01 Meter lange Daniel Cheledinas, den der Spielerberater von Alexander Heide (jetzt Chemnitz) empfahl, ein eher ruhiger Typ zu sein. Der Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen "hat noch ein bisschen zu tun, seine Rolle zu finden", glaubt Manager Küchler. Cheledinas war zwar als Kind in den Sommerferien oft bei der Großmutter in Hanau und studierte später daheim in Seattle Deutsch, doch für ihn war der Wechsel nach Sachsen immer noch ein kleiner Kulturschock.

"Alles ist anders hier", erklärt Cheledinaas und freut sich doch auf neue Erfahrungen und die Möglichkeit, seine guten Deutschkenntnisse weiter zu verbessern. Seine basketballerischen Fähigkeiten will der Supersonics-Fan, der schon den legendären Detlef Schrempf ("Er lebt noch in Seattle.") getroffen hat, auch ausbauen. Viel trainieren konnte er im Sommer nicht, denn zwei Monate arbeitete er in Alaska auf einem Fischkutter. "Wir haben Lachs gefangen, manchmal 22 Stunden lang am Stück. Das war hart", so der Flügelspieler, der zuvor für die University of Pudget Sound auf Korbjagd ging. Er zieht jetzt in eine Wohngemeinschaft mit Cliff Concalo, denn dessen bisheriger Mitbewohner und -spieler Patrick Rülke fliegt im Oktober nach Kalifornien, um dort ein Praktikum beim Elektroautobauer Tesla zu beginnen.

Bis zur Abreise trainiert Rülke noch bei seinem Klub. Auch Jones, dessen Wechsel nach Kolumbien geplatzt ist und der daher noch einen neuen Verein sucht, schaute im Urlaub beim Training vorbei und gab den drei Neulingen Tipps. Die Jungs aus Amerika und Hessen haben sich so noch schneller eingelebt, glaubt Gert Küchler: "Von der Teamchemie sind wir sehr zufrieden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2014

Jochen Leimert

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