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Sport Regional Der ungeliebte Montag: Noch nie gewann Dynamo Dresden zu Wochenbeginn auswärts
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18:23 09.09.2015
Beim letzten Versuch, ein Auswärtsspiel an einem Montag zu gewinnen, gab es am 26. August ein ganz bitteres 1:2 beim FC St. Pauli. Mohamed Amine Aoudia (r.) hatte Dynamo sogar in Führung gebracht, doch am Ende waren nicht nur Soufian Benyamina und er total deprimiert. Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

"Wir werden das Spiel mit allem angehen, was wir haben, und das mitnehmen, was am Montagabend auf dem Platz liegt", lässt sich Trainer Olaf Janßen von Statistiken nicht beeindrucken. Dass er im dritten Spiel unter seiner Regie nach zwei Unentschieden den ersten vollen Erfolg verbuchen will, braucht er niemandem zu erzählen.

Über Dynamos bescheidene Ausbeute am verflixten Montag wusste Janßen bisher nicht Bescheid: "Das ist mir neu", gesteht der Trainer, um gleich wieder sein positives Denken zu offenbaren: "Da könnte ich jetzt sagen: Schlechter kann es gar nicht mehr werden - von daher ist viel Luft nach oben vorhanden."

Der erste Auswärtssieg am "Tag des Mondes" (Lehnübersetzung aus dem Lateinischen von "dies lunae") würde die schwache Montagsbilanz der Dresdner etwas freundlicher gestalten: In 16 bislang absolvierten Spielen konnte Dynamo nur dreimal gewinnen. Jeweils zu Hause gab es 2006 unter Trainer Peter Pacult ein 3:2 gegen den Karlsruher SC, 2011 ein 2:1 gegen Bochum und zuletzt 2012 ein 2:1 gegen Düsseldorf (beide Male unter Trainer Ralf Loose). Viermal schafften die Dynamo-Profis ein Unentschieden, aber neun Partien gingen verloren.

Besonders arg gebeutelt wurden die Schwarz-Gelben unter Trainer Christoph Franke, der sie erstmals ihrer Geschichte in die 2. Bundesliga geführt hatte, aber dort in sieben Anläufen nur einen Punkt gewinnen konnte. Unter dem lange sehr erfolgreichen Burkhardtsdorfer setzte es am 4. Oktober 2004 auch die bisher größte Montagspleite: das 1:5 bei Alemannia Aachen. Auf dem alten Tivoli lagen die Alemannen mit Cristian Fiel sogar schon mit 5:0 vorn, ehe Klemen Lavric in der 88. Minute noch ein Tupfer Ergebniskosmetik gelang.

Doch all das ist Schnee von gestern. Janßen und seine Spieler interessiert auch kaum noch, dass sie in dieser Saison beim 1:1 in Bochum und beim 1:2 in St. Pauli zweimal nah dran waren am ersten "Montagsdreier" auf fremdem Rasen. Sie blicken nur nach vorn und wollen in der Trolli-Arena im Fürther Ronhof endlich den Bock umstoßen. "Wenn uns Greuther Fürth eine Option lässt, diese drei Punkte mitzunehmen, dann möchte ich, dass wir das auch tun", will Janßen zupacken.

Um seine Jungs bestmöglich vorzubereiten, lässt er sie heute Abend (ab 18 Uhr) im Nachwuchsleistungszentrum im Ostragehege bei Flutlicht trainieren. Am Sonntag geht es nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr beizeiten nach Franken, wo dann abends auch noch einmal für die Begegnung beim Tabellenführer geprobt wird.

Ein gutes Omen für die neueste Auflage des seit Oktober 1993 ausgetragenen Montagsspiels könnte die Schiedsrichteransetzung sein: Tobias Welz (Wiesbaden) pfiff seine letzte Dynamo-Partie am 3. Februar 2012. Es war zwar ein Freitag, als Robert Koch, Mickaël Poté und Zlatko Dedic daheim den 3:1-Sieg über Fürth herausschossen, aber immerhin auch ein Flutlichtspiel. Vielleicht kann Welz ja auch montags gut mit Dynamo. Besser wäre es aber, wenn Koch, Poté und Dedic abends wieder hellwach sind und ihren Ex-Kameraden Wolfgang Hesl im Fürther Kasten überwinden. Drei Tore sollten zum "Auswärtsdreier" reichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2013

Jochen Leimert

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