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Der HC Elbflorenz ist voller Vorfreude auf den Saisonbeginn

Handball Der HC Elbflorenz ist voller Vorfreude auf den Saisonbeginn

Bei den Handballern des HC Elbflorenz ist das Kribbeln spürbar, die Anspannung steigt. Am Sonnabend bestreitet der Zweitliga-Aufsteiger im DHB-Pokal sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison, bevor eine Woche später beim Bergischen HC der Punktspielstart erfolgt. „Die Vorfreude treibt uns an“, sagt Trainer Christian Pöhler.

In dieser Besetzung will der HC Elbflorenz in der Saison 2017/18 im DHB-Pokal und in der 2. Handball-Bundesliga bestehen.
 

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden.  Bei den Handballern des HC Elbflorenz ist das Kribbeln spürbar, die Anspannung steigt. Am Sonnabend bestreitet der Zweitliga-Aufsteiger im DHB-Pokal sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison, bevor eine Woche später beim Bergischen HC der Punktspielstart erfolgt. „Die Vorfreude treibt uns an“, sagt Trainer Christian Pöhler, der mit seiner neuformierten Mannschaft in den vergangenen sieben Wochen ein schweißtreibendes und straffes Vorbereitungsprogramm absolvierte. „Denn“, so ist Pöhler überzeugt, „auf uns wartet die stärkste zweite Liga aller Zeiten.“ Das weiß auch Präsident und Mäzen Uwe Saegeling, der betont: „Wir haben große Demut vor dieser Riesenherausforderung. Nichts anderes als der Klassenerhalt ist unser Ziel“, so der Unternehmer, der die Premieren-Saison unter das Motto stellt: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“

Um als Neuling in diesem Haifischbecken bestehen zu können, wurde die Mannschaft im Sommer verstärkt. Auf die Frage, ob er seinen Wunschkader habe, meint Pöhler augenzwinkernd: „Na, einen Karabatic (französischer Nationalspieler, mehrfacher Welthandballer des Jahres/d. Red.) würde ich auch noch nehmen. Aber im Ernst, ich denke, entsprechend unserer Möglichkeiten habe ich schon meinen Wunschkader beisammen. Wir konnten einen gewissen Stamm halten und haben jede Menge Qualität dazugewonnen“, erklärt der 36-Jährige, der mit von 19 Spielern, darunter sieben Neuzugängen, in die Saison starten wird.

Einer jener Männer, die schon Erstliga-Erfahrung einbringen und zur Führungspersönlichkeit taugen, ist Roman Becvar. Der 28-jährige tschechische Nationalspieler wechselte vom SC DHfK Leipzig an die Elbe und hat vor dem Auftakt am Sonnabend ein gutes Gefühl: „Man merkt, die Jungs haben alle richtig Bock auf die Saison. Die Stimmung ist sehr gut und unsere Stärke wird der Teamgeist sein“, glaubt der Spielmacher, der anfügt: „Die Bedingungen in der neuen Halle sind wirklich erstklassig. Jetzt wird es wichtig sein, dass uns auch die Zuschauer bei unseren Heimspielen richtig gut unterstützen.“ Darauf hofft auch Sebastian Greß, der schon 2015 als „Leihspieler“ von der DHfK kam und seit vergangener Saison zum Stammkader gehört. „Wie die vorhandene Aufbruchstimmung weitergeht, liegt natürlich auch zum großen Teil an uns. Aber ich denke schon, dass wir den Klassenerhalt schaffen können“, meint der 22-Jährige.

Dennoch wirbt Christian Pöhler auch um Geduld: „Im vergangenen Jahr ging es vom dritten Untergeschoss bis ins Penthouse. Jetzt fangen wir wieder unten an, müssen uns Stockwerk für Stockwerk nach oben arbeiten. Natürlich wollen wir uns jeden nur möglichen Punkt krallen, doch wir werden auch Fehler machen. Ich hoffe, dass man uns diese auch verzeiht. Denn selbst wenn wir alles geben, kann es auch einmal nicht reichen. Wichtig wird sein, dass wir schnell daraus lernen“, betont der Handball-Lehrer, der aber nach dem anspruchsvollen Testspielprogramm sehr viel Zuversicht ausstrahlt: „Die Partien gegen Prag und Rimpar haben gezeigt, dass wir in vielen Bereichen schon sehr weit sind. Das kann uns viel Selbstvertrauen geben und vielleicht dazu beitragen, dass wir gerade zu Hause in einen richtigen Flow kommen.“

Seine Erwartungen habe vor allem die neuformierte Abwehr übertroffen. „Von sieben Abwehrspielern einschließlich der Torhüter ist nur Henning Quade übrig. Da mussten wir also fast bei Null anfangen“, erläutert Pöhler und freut sich, dass die Neuzugänge Daniel Zele, Norman Flödl und Torhüter Mario Huhnstock, den er neben Arseniy Buschmann zum Kapitän ernannte, in den vergangenen Wochen sich schneller als erwartet in diese Aufgaben hineingefitzt haben. Sehr zufrieden zeigt sich der Coach zudem mit der Offensivleistung. „Angriffsquoten wie gegen Rimpar von rund 65 Prozent können sich sehen lassen. Auch unsere Torwurfquote ist deutlich besser als im letzten Jahr“, verdeutlicht er die Fortschritte.

Eine besondere Herausforderung werden für die Mannschaft die weiten Reisen sein. Nach Saarlouis sind es rund 660 km, nach Konstanz 680 km. Und wenn dann auch noch zweimal am Wochenende gespielt wird, sind gute Kondition und ein richtiges Maß an Regeneration gefragt. „Da sind wir als Trainer gefordert, ein Regime zu entwickeln, um uns anzupassen. Das wird eine spannende Aufgabe“, so Pöhler. Mit Rico Göde hat Christian Pöhler dabei einen Assistenten an seiner Seite, mit dem er auf einer Wellenlänge liegt. „Er hängt sich absolut in die Arbeit rein, ist sehr engagiert und leitet auch bestimmte Trainingsaufgaben eigenständig“, lobt Pöhler seinen neuen Co, der zugleich auch seinen B-Trainerschein macht und im Januar abschließen will.

Jetzt gilt aber erst einmal: volle Konzentration auf den Saisonstart.

Von Astrid Hofmann

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