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Sport Regional Das "Sprungwunder" der DSC-Volleyballerinnen sehnt sich nach der Meisterschale
Sportbuzzer Sport Regional Das "Sprungwunder" der DSC-Volleyballerinnen sehnt sich nach der Meisterschale
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23:46 09.09.2015
Außenangreiferin Lisa Izquierdo hat eine starke Saison beim Titelverteidiger DSC gespielt. Nun möchte die Halb-Kubanerin auch einen tollen Abschluss. Quelle: Dehli-News / Matthias Rietschel

So war die damals 19-jährige Topscorerin in den entscheidenden Partien zum Zuschauen verurteilt. "Der blanke Horror für mich. Ich kann mich noch genau erinnern. Da bereitet man sich das ganze Jahr auf diese Saisonphase vor und bekommt dann so einen Schlag ins Gesicht. Auch wenn ich natürlich zuvor meinen Anteil hatte, zum Gewinn der Meisterschale konnte ich dann nicht wirklich beitragen", erinnert sich die quirlige Halb-Kubanerin. Umso glücklicher ist sie, dass sie diesmal zum Höhepunkt auf dem Feld stehen kann.

Schon beim knappen 3:2-Sieg im ersten Finalspiel gegen Allianz MTV Stuttgart trug die Außenangreiferin mit 19 Punkten zum Heimerfolg bei. Dabei sieht sie für die heutige zweite Partie in der ausverkauften Stuttgarter Scharrena für sich und für die gesamte Mannschaft durchaus noch Luft nach oben: "Wir haben uns noch viel zu viele Fehler erlaubt. Doch aus diesen werden wir lernen und es diesmal besser machen. Ich denke, wir haben in allen Bereichen noch Luft nach oben", ist die gebürtige Staßfurterin überzeugt.

Sie selbst gehört in dieser Saison erneut zu den Leistungsträgerinnen, die sich einen Stammplatz erkämpft haben. Der Blick auf die Statistik untermauert dies: In der Hauptrunde war sie mit 209 Punkten beste DSC-Angreiferin (9. in der Liga insgesamt) und in den Playoffs liegt sie derzeit sogar auf dem dritten Rang in der Liga. Trainer Alexander Waibl lobt sein "Sprungwunder": "Sie hat sich in allen Elementen stabilisiert, lässt sich auch von Fehlern nicht mehr so schnell aus der Spur bringen. Sie konnte sich vom Aufschlag bis hin zu den Schlagvarianten im Angriff verbessern", sagt der Coach. Sie könne sich auch nach schlechtem Start in ein Spiel "hineinbeißen", so Waibl.

Im Gegenzug weiß aber auch sein Schützling, was sie am Verein hat. Trotz anderer verlockender Angebote verlängerte sie im letzten Sommer ihren noch gültigen Vertrag bis 2016. "Das habe ich getan, weil ich in Dresden die besten Bedingungen für meine weitere Entwicklung habe", betont Izquierdo. Ex-Bundestrainer Giovanni Guidetti hatte die Qualitäten des Dresdner Talents eher weniger geschätzt und sie im letzten Sommer aussortiert, was anfangs an ihr nagte. Doch mit Fingerspitzengefühl und viel Vertrauen baute Heimtrainer Alexander Waibl sein Juwel wieder auf.

Absage an den Bundestrainer

Der neue Bundestrainer Luciano Pèdulla lud die die DSC-Angreiferin jetzt wieder ein, erhielt aber inzwischen eine Absage von Lisa. "Ich will in diesem Sommer meine Wehwehchen in der Schulter und im Knie richtig auskurieren und mich dann voll und ganz auf die Saisonvorbereitung mit dem DSC konzentrieren", begründet sie ihre Entscheidung. Zugleich sagt sie: "Das hat nichts mit der Vergangenheit zu tun und im nächsten Jahr kann das schon wieder ganz anders aussehen." Natürlich freut sie sich auch auf ein wenig Zeit mit ihrem Freund, dem Eislöwen-Stürmer Feodor Boiarchinov. Im Mai wird das Paar eine gemeinsame Wohnung in Gruna beziehen.

Zuvor aber möchte die Frohnatur mit ihrer Mannschaft noch die Meisterschale gewinnen. Und diesmal kann sie dabei aktiv mitwirken - Tränen soll es höchstens aus Freude über den Titel geben. Ein wichtiger Schritt wäre heute (19.30 Uhr) ein Sieg im zweiten Finalspiel. Allerdings träumen die Stuttgarterinnen noch vom Double.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2015

Astrid Hofmann

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