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Sport Regional DSC erzwingt Entscheidungsspiel
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08:26 26.03.2018
Der Dresdner Block versucht, einen Angriff der Potsdamerin Marta Drpa abzuwehren. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Als ein Netzfehler der gegnerischen Mannschaft nach 105 Minuten am Sonntag den Volleyball-Krimi zwischen des DSC-Volleyballerinnen und dem SC Potsdam beendete, war die Erleichterung bei den Dresdnerinnen spürbar. Der Traum von einer Meisterschaftsmedaille lebt weiter. In einer harten Schlacht hat der deutsche Pokalsieger vor 1978 Zuschauern – darunter vielen mitgereisten Fans aus Elbflorenz – in der MBS-Arena das zweite Viertelfinalspiel mit 3:1 (25:19, 26:24, 20:25, 25:15) gewonnen und damit das vorzeitige Saison-Aus abgewendet. Das Team von Trainer Alexander Waibl glich nach der überraschenden 2:3-Heimspiel-Niederlage in der Serie „best of three“ aus und erzwang das Entscheidungsspiel am kommenden Mittwoch in der Margon-Arena.

Kapitän Katharina Schwabe gestand nach einer intensiven Partie, die sowohl volleyballerisch als auch mental alles von den Dresdnerinnen abverlangte: „Wenn du weißt, was bei einer Niederlage passieren kann, dann war die Anspannung schon sehr groß. Wir wollten es einfach besser machen und uns das zurückholen, was wir im ersten Spiel selbst aus der Hand gegeben haben. Wir haben endlich wieder guten Volleyball gespielt und keine von uns war zu nervös“, betonte sie. Die Grundlage wäre eine akribische, aber dennoch nicht zu verbissene Vorbereitung gewesen. „Das Trainerteam hat uns schon viel Freiraum gelassen. Wir haben nur einmal Video gemacht, uns ansonsten auf uns konzentriert. Das hat gefruchtet“, so die Außenangreiferin, der Chefcoach Alexander Waibl bescheinigte: „Sie hat eines ihrer besten Spiele in Potsdam überhaupt geboten.“

Doch nicht nur die 24-Jährige hat dem enormen Druck in dieser Partie standgehalten. Auch alle anderen Spielerinnen zeigten Charakter und Moral, ließen sich im Spiel auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen, sondern agierten diesmal sehr aggressiv, fanden immer wieder gute Lösungen, um sich aus schwierigen Situationen zu befreien. Schon ab der ersten Minute lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Bis zum 17:17 konnte sich im ersten Satz kein Team absetzen, aber eine Aufschlagserie von Piia Korhonen sorgte dann für den entscheidenden Vorteil.

Im zweiten Abschnitt wogte das Geschehen hin und her – erst führte Potsdam mit 8:3, dann kämpfte sich der DSC Punkt um Punkt auf 12:13 heran und drehte den Spieß bis zur zweiten technischen Auszeit auf 16:15 um. Danach war es wieder Piia Korhonen, die mit einer Aufschlagserie den DSC mit 19:15 in die Vorhand brachte. Doch ein paar kleine Fehler des DSC und schon waren die Gastgeberinnen wieder auf 22:22 heran. Mit zwei furiosen Angriffen von Sasa Planinsec und einem Aufschlag der eingewechselten Madison Bugg banden die Dresdnerinnen „den Sack zu“. Nichts für schwache Nerven war dann auch Satz Nummer drei. Fast die gesamte Zeit führten die Damen um die überragende Marta Drpa. Gerade als der DSC zur Aufholjagd blies, profitierte der Gastgeber jedoch von zwei zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen. Dennoch kamen die DSC-Damen noch einmal auf 20:22 heran, aber Marta Drpa sorgte für die Entscheidung.

Auch im vierten Abschnitt schenkten sich beide Teams nichts. Es wurde um jeden Ball hart gefightet. Mit einer Aufschlagserie von Sasa Planinsec und zwei schönen Angriffen von Marrit Jasper, die diesmal im Außenangriff den Vorzug vor Eva Hodanova erhalten hatte und sich mit einer starken Leistung präsentierte, verschafften sich die Elbestädterinnen den entscheidenden Vorteil. Der Blick auf die Statistik bestätigt die geschlossene Mannschaftsleistung der Waibl-Schützlinge: Neben Piia Korhonen, die sich mit 20 Punkten als erfolgreichste Scorerin erwies, punkteten auch Ivana Mrdak (17), Sasa Planinsec (15) und Marrit Jasper (11) zweistellig. Mit elf Blockpunkten steigerte sich die Mannschaft gegenüber dem ersten Match deutlich.

Alexander Waibl sagte zudem: „Die Basis war die deutlich verbesserte Annahme und dass wir dann im Angriff bessere Lösungen gefunden haben und auch die langen Ballwechsel meist für uns entscheiden konnten.“ Aber zum Feiern sahen er und seine Schützlinge noch längst keinen Grund: „Der Druck liegt weiterhin bei uns. Wir wollen und müssen am Mittwoch gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen“, betonte der Coach. Mareen Apitz, die am Montag ihren 31. Geburtstag feiert, unterstrich ebenfalls: „Wir müssen am Mittwoch klar im Kopf und frisch auf den Beinen sein.“

Von Astrid Hofmann

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