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08:45 04.10.2017
Trainer Alexander Waibls (M.) launiger Rede lauschen seine Schützlinge Katharina Schwabe, Mareen Apitz, Eva Hodanová, Dominika Strumilo, Madison Bugg, Piia Korhonen, Rica Maase und Michelle Petter (v. l.). Quelle: Steffen Manig
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Dresden

Die neue Saison kann kommen. Bei der offiziellen Mannschaftspräsentation der DSC-Volleyballerinnen im Kulturpalast zeigte sich Trainer Alexander Waibl glänzend gestimmt und zuversichtlich: „Wir haben eine coole Mannschaft mit sehr verschiedenen Typen, die alle das Herz am rechten Fleck haben, die hungrig sind, etwas erreichen wollen und wahnsinnig ambitioniert arbeiten“, schwärmte er von seinen Mädels und machte eineinhalb Wochen vor dem Saisonstart in Potsdam eine klare Ansage: „Wir wollen Meister werden.“ Dafür habe er gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen im Sommer gewirbelt, um Spielerinnen nach Dresden zu holen, die bereit sind, alles zu geben, die zum Verein passen und auch bereit seien, etwas länger zu bleiben.

Mit launigen Worten stellte der 49-Jährige, der beim DSC bereits in seine neunte Saison geht, jede einzelne Spielerin sowie auch sein Trainerteam vor oder animierte sie, selbst etwas zu sagen. Bei der neuen Diagonalangreiferin Piia Korhonen forderte er zum Beispiel: „Sag bitte etwas auf Finnisch.“ Der Wunsch wurde prompt erfüllt und Waibl „übersetzte“ scheinbar mühelos, gab allerdings sogleich grinsend zu: „Ich hab’s nicht verstanden, aber ich liebe die Sprache.“ Über seinen neuen Athletiktrainer Goran Mladenic und dessen Sprachkenntnisse frotzelte der Chefcoach: „Er ist auf jeden Fall beim Bäcker schon in der Lage, sein Essen auf deutsch zu bestellen.“ Etwas ernster betonte er, dass der Slowene für ihn ein Glücksfall sei, weil er in allen Trainingseinheiten zur Verfügung stehe und über große volleyballerische Kompetenz verfüge, obwohl er selbst Basketballer gewesen sei.

Nur zwei Spielerinnen fehlten an diesem Abend – die frischgebackenen Vize-Europameisterinnen Myrthe Schoot und Marrit Jasper. Die Niederländerinnen fliegen morgen von Amsterdam über Frankfurt nach Posen, wo sie vom Team „eingesammelt“ werden. Gemeinsam geht es dann ins nahe Szamotuły. Dort bestreiten die DSC-Damen dann erstmals mit komplettem Kader das letzte Vorbereitungsturnier, treffen auf Impel Breslau, Krakau und LKS Lodsch.

Gute Nachrichten gab es bei der Mannschaftspräsentation auch von Vorstandschef Jörg Dittrich, der verkünden konnte: „Wir sind schuldenfrei.“ Das könne nicht jeder Verein von sich behaupten. Dabei ist der Vorjahresdritte nicht auf Rosen gebettet, muss jedes Jahr um die gesicherte wirtschaftliche Grundlage für sportliche Erfolge kämpfen. Deshalb ist es durchaus ein großer Erfolg, wenn Jörg Dittrich verrät: „Wir stehen im Moment besser da als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Uns fehlen noch etwa 90 000 Euro zum Etat von rund 1,65 Millionen Euro. Dennoch müssen wir aber weiter an der Sponsorenfront Vollgas geben“, betonte er. In der Bundesliga der Frauen sei der DSC nach wie vor der Zuschauerkrösus und das wolle man auch in der neuen Spielzeit bleiben. So kamen letztes Jahr im Durchschnitt 2873 Besucher in die Margon Arena. In der Vorrunde der Champions League waren es sogar 2934 – und damit belegten die Dresdnerinnen in der europäischen Königsklasse hinter dem italienischen Team von Pomi Casalmaggiore den zweiten Platz.

Von Astrid Hofmann

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