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Sport Regional DSC-Volleyballdamen starten in die Champions League
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17:44 09.09.2015
DSC-Kapitän Myrthe Schoot freut sich auf die Aufgabe gegen einen so starken Gegner wie Dinamo Moskau. Quelle: soccerfoto

Umso mehr fiebert die 26-Jährige dem erneuten Start in diesem Wettbewerb entgegen. Heute Abend um 19.30 Uhr wird sie als DSC-Kapitän ihre Mannschaft zum ersten Spiel in der Gruppe C gegen den Top-Favoriten Dinamo Moskau in der Margon-Arena aufs Feld führen.

"Die Champions League ist der beste Clubwettbewerb, den man spielen kann", sagt die Annahme- und Abwehrspezialistin und verrät, warum sie sich auf die schwere Aufgabe gegen die fast durchweg mindestens 1,90 Meter großen Spielerinnen des russischen Vizemeisters freut: "Natürlich ist es schwer, weil sie sehr hart schlagen, aber wenn der Ball hoch über den Block geht, kann man sich sogar besser darauf einstellen", erklärt Schoot, die als Libero der holländischen Nationalmannschaft erst zuletzt bei der WM gegen die russische Auswahl spielte (1:3). Einigen der Spielerinnen steht sie heute wieder gegenüber. So gehören mit Diagonalangreiferin Nataliya Obmochaeva, Mittelblockerin Regina Moroz, Zuspielerin Ekaterina Kosianenko und Libero Anna Malova vier aktuelle Nationalspielerinnen zum Aufgebot von Dinamo. Obmochaeva gehört neben Regina Moroz zu den auffälligsten Damen dieses Star-Ensembles. Nataliya Obmochaeva schmetterte bis 2009 für ihre ukrainische Heimat, feierte aber bereits 2010 mit Russland den Weltmeistertitel und wurde mit dem Team im vergangenen Jahr in Berlin auch Europameisterin. Deshalb kennt sie auch schon Dresden, da ihre Mannschaft die EM-Vorrunde in der Energie-Verbund Arena bestritt. Die 1,96 Meter große Athletin, deren Schwester Valeriya gleichfalls zum Dinamo-Kader gehört, ist mit dem russischen Volleyballer Aleksey Obmochaev verheiratet, der 2012 in London Olympiasieger wurde. Regina Moroz, die oft mit Brille spielt und schon deshalb für Aufsehen sorgt, kennt die Margon-Arena von 2012, als sie mit Dinamo Kazan im Achtelfinale der Champions League gegen den DSC aufschlug und nach zwei klaren Siegen ins Viertelfinale einzog.

Dass die Favoritenrolle heute klar bei Dinamo Moskau liegt, weiß auch Myrthe Schoot, dennoch sieht sie vor allem die positiven Aspekte: "So guten Gegner zeigen uns schonungslos unsere Schwächen auf. Zudem spielen Russen, Italiener oder auch Finnen unterschiedlichen Volleyball. Die Erfahrung mit verschiedenen Spielstilen bringt uns in der Bundesliga weiter", erklärt die DSC-Spielführerin, die zudem meint: "Der Kick, einen schweren Ball anzunehmen und abzuwehren ist für mich größer als ihn im gegnerischen Feld unterzubringen. Deshalb bin ich gern Libero, möchte keinesfalls zurück in den Angriff." Dass der DSC einen Sahnetag erwischen muss, um Moskau in Bedrängnis zu bringen, weiß auch Myrthe Schoot.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2014

Astrid Hofmann

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