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DSC-Spielerinnen hoffen am 4. März auf gut gefüllten Sonderzug

Volleyball DSC-Spielerinnen hoffen am 4. März auf gut gefüllten Sonderzug

Am 4. März bestreiten die Spielerinnen von Trainer Alexander Waibl in Mannheim das Pokalfinale gegen den VC Wiesbaden. Dann wünschen sie sich wieder die Unterstützung vieler Fans aus Sachsen. Um möglichst zahlreich Anhänger nach Baden zu locken, bietet der DSC einen Sonderzug an.

Barbara Wezorke wirbt mit einem Spielzeugmodell für den Sonderzug zum DSC-Pokalfinale am 4. März.

Quelle: Lars Müller

Dresden. In knapp vier Wochen steigt das Volleyball-Pokalfinale in Mannheim. Zum dritten Mal in Folge werden in der SAP-Arena über 10 000 Zuschauer erwartet. DSC-Trainer Alexander Waibl, der mit seinen Damen 2016 die Premiere in dieser Halle erlebte und gewann, erinnert sich noch ganz genau: „Schon der Blick in die leere Arena hat mich damals beeindruckt. Natürlich war dann das Spiel vor dieser Kulisse ein Erlebnis für sich, etwas ganz Außergewöhnliches.“

Danach habe er, so berichtet Geschäftsführerin Sandra Zimmermann, voller Euphorie erklärt: „Es hat Spaß gemacht, hierher würde ich gern wiederkommen.“ Am 4. März nun ist es so weit und deshalb freut sich der 49-Jährige schon jetzt auf das Endspiel seines Teams gegen Wiesbaden, wenngleich bis dahin noch viele Aufgaben vor den Dresdnerinnen liegen.

Obwohl seine Schützlinge erst zwei Tage zuvor in Stuttgart mit einer glatten 0:3-Niederlage den 20. Sieg in Folge verpasst hatten, zeigte sich Waibl beim Pressegespräch am Dienstag locker und entspannt. Denn der erfahrene Coach, der mittlerweile die neunte Saison bei den DSC-Damen den Hut auf hat, kann diesem Ergebnis auch positive Seiten abgewinnen: „So eine Niederlage schärft die Sinne. Viele Spiele davor sind uns ziemlich leicht von der Hand gegangen.“ So müssten seine Spielerinnen jetzt damit umgehen lernen, so eine Pleite zu verarbeiten. Zudem habe das Trainerteam ganz viele Dinge gesehen, an denen man arbeiten müsse.

Mittelblockerin Barbara Wezorke bringt es auf einen einfachen Nenner: „Ich erlebe so ein Spiel wie in Stuttgart lieber in der Bundesliga als im Pokalfinale.“ Die 24-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn sie kann sich noch gut an das einzige Endspiel erinnern, an dem sie beteiligt war – damals im Trikot des VC Wiesbaden. „Ich habe 2013 mit meiner damaligen Mannschaft in Halle/Westfalen gegen Schwerin 0:3 verloren. Sportlich ist das keine so schöne Erinnerung“, räumt sie ein.

Dass sie es am 4. März mit dem DSC besser machen möchte, steht außer Frage. Dennoch betont sie: „Wir gehen da keinesfalls überheblich ran. Auch dieses Spiel beginnt bei null und ich halte Wiesbaden für ein Team, das an einem guten Tag jeden schlagen kann.“ Das sieht Waibl ganz genauso: „Wer glaubt, dass die Rollen klar verteilt sind, der irrt sich. Wiesbaden hat schon Stuttgart und Schwerin besiegt. Für mich stehen die Chancen fifty-fifty.“

Dabei bauen die DSC-Volleyballerinnen auch diesmal auf die „rote Wand“ der Dresdner Fans. Vor zwei Jahren waren 870 DSC-Anhänger in der SAP-Arena dabei. „Diese Zahl wollen wir möglichst überbieten“, erklärt Sandra Zimmermann. Bisher seien bereits 700 Tickets verkauft, davon 250 für den Sonderzug, der auch diesmal wieder mit Unterstützung des VVO in Richtung Mannheim rollen wird. Derzeit liegt die Kapazität bei 330 Plätzen. „Es würde uns aber keinerlei Probleme bereiten, mit einem zusätzlichen Waggon auf 500 aufzustocken“, verrät Zimmermann. Ein Ansporn sollte sein, dass die Konkurrenz aus Wiesbaden bereits 800 Tickets absetzen konnte – allerdings liegt die Stadt auch nur 95 km vom Ort des Geschehens entfernt.

Auch wenn bis zum Finale noch knapp vier Wochen Zeit vergehen, laufen in der DSC-Geschäftsstelle die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dabei haben sich die Verantwortlichen zum Teil mit einigen ungewöhnlichen Problemen zu befassen. Nachdem der DSC bei den Feierlichkeiten nach dem Pokaltriumph 2016 für die Beschädigung der filigranen Trophäe für deren Reparatur 2000 Euro zahlen musste und es im Vorjahr Stuttgart ähnlich erging, werden alle Pokalfinalisten diesmal schon vorher dazu verdonnert, „sorgsam mit dem Pokal umzugehen“. Zimmermann: „Wir haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet und uns verpflichtet, für eventuelle Schäden aufzukommen.“ Damit die 5000 Euro Antrittsprämie also nicht gleich wieder geschmälert werden, sollte man vielleicht den Pokalsiegern vorher Samthandschuhe ausgeben...

Von Astrid Hofmann

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