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DSC-Neuzugang Ivana Mrdak in Dresden eingetroffen

Volleyball DSC-Neuzugang Ivana Mrdak in Dresden eingetroffen

Die neue Mittelblockerin der DSC-Volleyballerinnen, Ivana Mrdak, ist in Dresden eingetroffen. Ihr erster Auftritt verlief allerdings nicht ganz problemlos: Mit der englischen Sprache hat die Serbin einige Schwierigkeiten. Zuvor wurde sie auf eine Geduldsprobe gestellt.

Ivana Mrdak machte sich am Dienstag gleich mal mit der Dresdner Altstadtsilhouette vertraut.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Bei ihrer ersten Reise nach Dresden wurde Ivana Mrdak gleich auf eine Geduldsprobe gestellt. Als das Flugzeug aus Belgrad verspätet in Frankfurt landete, war der Anschlussflieger weg. Also umbuchen und zwei Stunden die Zeit totschlagen. Doch mit dem nächsten Flieger klappte es dann und so konnte der 23-jährige Neuzugang der DSC-Volleyballerinnen – wenn auch leicht verspätet – am Dienstag im Sparkassenforum am Altmarkt erstmals den Medienvertretern Rede und Antwort stehen.

Als „Verstärkung“ hatte sich die schüchtern wirkende Mittelblockerin ihren zwei Jahre älteren Bruder Milija mitgebracht. Immer, wenn ihr die englischen Worte ausgingen, sprang der redegewandte Zwei-Meter-Mann, der ebenfalls Profi-Volleyballer ist und bereits über Auslandserfahrung verfügt, ein. Er war es auch, der einst die jüngere Schwester zum Volleyball brachte, als sie zehn Jahre alt war. Und was die bisherigen Erfolge angeht, hat sie ihren Bruder schon übertrumpft. Sie spielte nicht nur erfolgreich für mehrere Top-Vereine in ihrer Heimat, sondern auch für die Jugend- und Juniorennationalmannschaften, feierte mit ihnen Silber bei Welt- und Europameisterschaften. Kein Wunder, dass Milija seine Schwester in höchsten Tönen lobt: „Sie ist sehr professionell und auf dem Spielfeld unheimlich emotional.“

Bereits vergangene Saison hatte sie Angebote aus dem Ausland, aber jenes vom DSC habe ihr sofort zugesagt. „Es kam, als ich noch mitten in der Meisterschaft stand. Es war sehr überraschend und hat mich gefreut, dass ein solcher Top-Klub mich haben wollte“, gibt Ivana zu. Deshalb habe sie nicht lange gezögert. „Ich freue mich, dass ich jetzt hier spielen kann und ich weiß, dass der DSC vergangene Saison den Titel verloren hat. Aber ich hoffe, wir können ihn in der nächsten Saison zurückholen“, sagt sie lächelnd.

Auch Trainer Alexander Waibl, der seinen neuen Schützling am Dienstag höchstpersönlich vom Flughafen abholte, musste bei ihrer Verpflichtung nicht lange überlegen: „Wir wussten, dass wir uns im Mittelblock anders aufstellen wollen als zuletzt. Da hatten wir vor allem auf die Blockqualitäten geachtet, aber wir wollen über die Mitte mehr Gefahr im Angriff ausstrahlen. Gleich, als ich das erste Video von ihr gesehen habe, war mir klar, das wäre etwas für uns. Das kommt nicht so oft vor. Deshalb ging dann auch alles schnell über die Bühne.“ Sie verfüge über große Qualitäten im Angriff und Block und sei ein Teamplayer, so der Coach, der nach dem ersten Gespräch hinzufügt: „Und sie ist ein sehr netter Mensch. Ich bin froh, dass sie hier ist.“ Und weil Waibl auch noch viel Potenzial bei ihr sieht, sei es schön, dass sie einen Zweijahres-Kontrakt unterschrieben habe und er längerfristig mit ihr arbeiten könne.

Bis Donnerstag schaut sich die 1,94 m große Athletin noch in Dresden um, wird vielleicht an diesem Mittwoch eine kleine Trainingseinheit absolvieren und auch ihre neue Wohnung besichtigen. Dann geht es erst einmal zurück in die Heimat, bevor sie Anfang August zum Trainingsauftakt zurück an der Elbe erwartet wird. Ihr Bruder, der zuletzt in Griechenland schmetterte, wird übrigens in der neuen Saison für Benfica Lissabon spielen.

Von Astrid Hofmann

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