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Sport Regional DSC-Duo blickt nach verkorkster WM-Saison wieder nach vorn
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18:18 09.09.2015
Dresden

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"Staffelläufe sind immer eine spaßige Angelegenheit. Auch wenn ich nicht so der Läufer bin, will ich natürlich gewinnen", powert Hochspringer Raúl Spank, der auch den Wetteinsatz verrät: "Der Verlierer muss den Gewinner zum Essen beim Griechen einladen." Beide bekommen prominente Unterstützung, etwa von Ex-Eisschnellläufer Jens Boden und Jan Hilgenfeldt von den Dresden Monarchs. Spank und Fleischhauer gehen jeweils als Startläufer im Steyer-Stadion ins Rennen.

Die Organisatoren von der Laufszene Events GmbH haben für die diesjährige Team-Staffel eine Kooperation mit dem Verein Förderung Leichtathletik Dresden vereinbart: Ein Euro pro Läufer kommt dem Förderverein zugute. Dieser will das Geld der Läufer-Gruppe von Trainerin Katja Hermann zur Verfügung stellen. "Wir haben in Dresden einen Bundesstützpunkt, an dem vor allem Sprint und Sprung gefördert werden. Aber an die guten Läufertraditionen konnte zuletzt nicht mehr angeknüpft werden, weil dieser Bereich vernachlässigt wurde", meint Mario Piossek vom Förderverein. Die Organisatoren rechnen mit rund 1200 Läuferinnen und Läufern.

Spank und Fleischhauer waren sofort bereit, das Unternehmen zu unterstützen, auch wenn für beide die vier Kilometer sicher kein Zuckerschlecken sein werden. Spank befindet sich nach seiner Knie-OP noch immer im Aufbautraining, pendelte zuletzt immer wieder von Dresden nach Berlin, wo er demnächst unter den Fittichen des ehemaligen Zehnkämpfers Rainer Pottel Anlauf zu neuen Höhenflügen nehmen will. Inzwischen ist er auch bei der Wohnungssuche in der Hauptstadt fündig geworden. "Ich habe eine kleine Zwei-Raum-Wohnung in Lichtenberg, nur 800 Meter vom Sportforum entfernt, gemietet. Der Umzug ist für Ende September geplant", berichtet der 25-Jährige, der aber zuvor noch zur sechswöchigen Grundausbildung bei der Bundeswehr antreten muss. Ob der WM-Dritte von 2009 in Zukunft weiter für den DSC springen wird, ist noch unklar. Sein Vertrag in Dresden läuft aus und es ist kein Geheimnis, dass sich der Berliner Olympiastützpunkt ebenfalls um ihn bemüht.

Georg Fleischhauer hat dagegen die Saison noch nicht beendet. Nachdem der Schützling von Trainerin Erika Falz zuletzt in Weinheim mit 49,73 Sekunden erstmals in dieser Saison die 50-Sekunden-Marke knackte, will er seine Jahresbestzeit noch weiter verbessern. "Ich will diese Zeit bestätigen und möglichst schneller sein, schließlich geht es für mich auch um den Verbleib im Leichtathletik-Top-Team und die Einstufung in der Sporthilfe", sagt der 400-Meter-Hürdenspezialist, der für die verpasste WM-Teilnahme mehrere Faktoren verantwortlich macht: "Wir haben im Training etwas Neues ausprobiert, was aber nicht gut funktioniert hat. Dazu kam Eisenmangel und eine Gewichtsreduzierung zum falschen Zeitpunkt. Und als es dann nicht lief, wurde ich auch im Kopf fest. Doch ich habe aber sehr viel gelernt aus dieser Saison", ist er überzeugt. Für das EM-Jahr 2014 zeigt ich der Wirtschaftsingenieur-Student schon jetzt zuversichtlich, will aber bis zum Winter sein Gewicht trotzdem reduzieren. "Derzeit wiege ich 96 kg, wenn ich konstant auf 92 kg komme, entlastet das auch meine Gelenke und die Achillessehne", weiß Fleischhauer, der am Sonnabend in Antwerpen läuft und zudem Anfang September bei zwei Meetings in Italien antritt. Zwischendurch will er sich bei der Team-Staffel ein Essen beim Griechen verdienen-

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2013

Astrid Hofmann

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