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Sport Regional DSC-Damen verlieren in Potsdam im Tiebreak
Sportbuzzer Sport Regional DSC-Damen verlieren in Potsdam im Tiebreak
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15:33 15.10.2017
Madison Bugg (l.) und Sasa Planinsec vom DSC geben sich größte Mühe im Block, doch Potsdams lange Mittelblockerin Ivona Svobodnikova legt den Ball einfach drüber. Katharina Schwabe beobachtet die Szene, während Ivana Mrdak (ganz links) schon bereit ist zum „Abtauchen“. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam/Dresden

Jubelnde, tanzende Gastgeberinnen auf der einen, traurige und enttäuschte Gesichter auf der anderen Seite. Als Ljubica Kecman nach 130 hart umkämpften Minuten den Ball ins gegnerische Feld hämmert, ist die Niederlage der DSC-Volleyballerinnen im ersten Saisonspiel besiegelt. Hauchdünn mit 2:3 (20:25, 25:18, 25:23, 23:25, 13:15) müssen sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl vor 1231 Zuschauern dem SC Potsdam geschlagen geben. Zumindest einen Punkt nehmen die Elbestädterinnen aber mit nach Hause.

Kapitän Myrthe Schoot, die schon dutzende solcher Spiele erlebt hat, zeigt sich zwar auch nicht gerade glücklich, kann aber die Auftaktniederlage gut einordnen: „Man hat gesehen, es war ein typisches erstes Saisonspiel. Da fehlen einfach noch bestimmte Automatismen. Im vierten Satz hätten wir den Deckel draufmachen müssen, doch da ging zwischendurch der Rhythmus verloren. Sicher spielt auch die Aufregung eine Rolle“, erklärt die holländische Nationalspielerin und fügt schon wieder mit einem kleinen Lächeln an: „Das erste Spiel kann man verlieren, wichtig ist, dass wir das letzte Spiel der Saison gewinnen.“

Nicht zuletzt bestätigt die Partie zwischen dem Vorjahresvierten Potsdam und dem Meisterschaftsdritten Dresden, was Alexander Waibl bereits im Vorfeld betont hatte: „Wir fahren zu einem Gegner, mit dem wir in den vergangenen Jahren immer zu kämpfen hatten.“ Dass ausgerechnet wenige Tage vorm Auftakt Außenangreiferin Marrit Jasper umgeknickt war und nicht zur Verfügung steht und mit Dominika Strumilo eine weitere Spielerin auf dieser Position wegen langwieriger Rückenprobleme kaum trainieren konnte, macht die Aufgabe bei diesem Gegner nicht leichter.

Aber der DSC startet gar nicht schlecht, kann sich mit druckvollen Aufgaben und guter Blockarbeit auf 16:12 absetzen. Dann aber wackelt die Annahme und es schleichen sich leichte Fehler ein. So biegt Potsdam, angeführt von einer stark aufspielenden Marta Drpa den Satz noch um. Als die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt schnell mit 8:4 davonziehen, reagiert Alexander Waibl auf die Annahmeschwierigkeiten seines Teams, wechselt auf der Liberoposition für die junge Michelle Petter die erfahrene Myrthe Schoot ein. „Wegen unserer Personalprobleme hatte ich die ganze Woche Angriff und kaum Annahme trainiert“, verrät die 29-Jährige später. Doch sie fitzt sich mit ihrer Routine langsam ins Spiel. Mit einer Aufschlagserie von Mareen Apitz und den hervorragend aufgelegten Piia Korhonen, Ivana Mrdak und Sasa Planinsec schafft der DSC den Satzausgleich.

Im dritten Durchgang wogt das Geschehen hin und her, in der engen Schlussphase können sich die Gäste durchsetzen. Im vierten Abschnitt legt Potsdam einen 7:3-Start hin. Mit der Einwechslung von Madison Bugg im Zuspiel und Dominika Strumilo im Angriff für Eva Hodanova kommt frischer Wind ins DSC-Spiel und das Waibl-Team wieder heran. Beim 19:15 und 21:17 strecken die Gäste schon die Finger nach drei Punkten aus. Aber die Gastgeberinnen geben nicht auf, profitieren von ein paar Fehlern des Gegners und schaffen den Satzausgleich. Im Tiebreak kann Dresden einen 5:8-Rückstand wieder wettmachen, nach dem 13:13 hat dann jedoch das Team von Davide Carli zweimal die besseren Lösungen. Bei den DSC-Damen erweisen sich Korhonen (22), Planinsec (18) und Mrdak (17), die mit der silbernen MVP-Medaille geehrt wird, als erfolgreichste Punktesammlerinnen.

Beim Blick auf die Statistik fallen die beiden Probleme, die für die hauchdünne Niederlage sicher ausschlaggebend sind, sofort ins Auge: Im Außenangriff hat der DSC ganze neun Punkte in fünf Sätzen erkämpft und bei positiver Annahme hat Potsdam mit 36 Prozent gegenüber 29 Prozent bei Dresden die bessere Quote. „Natürlich hatten wir im vierten Satz die Chance, den Sack zuzumachen“, weiß auch Alexander Waibl, der aber keiner Spielerin einen Vorwurf machen möchte. Schon gar nicht Michelle Petter. „Sie hat in der gesamten Vorbereitung ihre Aufgaben sehr gut gemeistert und wird weiter lernen“, ist er überzeugt. „Natürlich ist so ein erstes Spiel immer von ein wenig Nervosität, einem Auf und Ab geprägt. Auf jeden Fall können wir auch im Außenangriff besser spielen“, so der Coach, der hofft, dass Marrit Jasper schon bald wieder zur Verfügung steht.

Die Niederlage sollten die Dresdnerinnen schnell abhaken. Das Potenzial, das in dieser jungen Mannschaft steckt, ist unübersehbar und am Willen und Kampfgeist hat es ebenfalls zu keiner Minute gefehlt. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf den ersten Heimauftritt am kommenden Sonntag freuen, wenn der USC Münster in der Margon-Arena gastiert.

Von Astrid Hofmann

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