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Sport Regional DSC-Damen gewinnen in der Bundesliga gegen Aachen 3:0
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17:25 09.09.2015
DSC-Trainer Alexander Waibl änderte seine Formation auf zwei Positionen, doch seine Mannschaft legte gegen Aachen trotzdem los wie die Feuerwehr. Quelle: M. Rietschel
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Unter den 2620 Zuschauern war auch Ex-DSC-Kapitän Stefanie Karg, die die Partie auf der Tribüne mit ihren Eltern verfolgte. Die Lebensgefährtin von Trainer Alexander Waibl, die in dieser Saison für den tschechischen Erstligisten Prostejov aufschlägt, nutzte einen freien Tag für den Besuch in der alten Heimat. Und die 28-jährige Mittelblockerin verkündete - wie schon ihre ehemalige Dresdner Nationalmannschaftsgefährtin Christiane Fürst -, dass sie künftig nicht mehr für den DVV aufschlagen wird. "Ich habe das dem Verband vor einiger Zeit mitgeteilt, bisher gab es aber noch keine Reaktion", so Karg. Warum sie die Entscheidung traf, erklärte sie so: "Das sind vor allem gesundheitliche Gründe. Ich habe das im letzten Sommer gespürt, als ich lediglich eine Woche Urlaub hatte und kaum Zeit zur Regeneration." Über den gestrigen Sieg des DSC freute sie sich sehr: "Zwar merkt man nach dem harten Programm jetzt bei allen so eine gewisse Müdigkeit, aber wie die Mädels das durchgezogen haben, war stark."

Dabei hatte Waibl seine Formation diesmal auf zwei Positionen verändert, begann im Zuspiel mit Laura Dijkema und auf der Liberoposition mit Lisa Stock. Im ersten Satz starteten die Elbestädterinnen perfekt, setzten die Gäste mit den Aufgaben so stark unter Druck, dass diese überhaupt nicht ins Spiel fanden. Laura Dijkema zog zudem ein sehr variables Angriffsspiel auf und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene. "Es ist gut, dass wir auf dieser Position doppelt gut besetzt sind. Laura hat ihre Sache sehr gut gemacht", befand der DSC-Coach. Die Niederländerin wurde nach der Partie auch zur "Wertvollsten Spielerin" gekürt. "Ja, der erste Satz lief sehr gut, aber dann haben wir ein wenig die Konzentration verloren", gab Dijkema zu.

Tatsächlich lief der DSC im zweiten Abschnitt lange einem Rückstand hinterher. "Wir nicht mehr so viel Druck mit den Aufgaben gemacht und waren auch im Block nicht so gut", meinte Waibl später. Doch als es darauf ankam, zeigten seine Schützlinge ihre Qualitäten, wehrten vier gegnerische Satzbälle ab und setzten sich noch durch.

Zwar gaben die Ladies in Black nie auf, doch im dritten Abschnitt ließen sich die Elbestädterinnen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und Kristina Mikhailenko verwandelte nach 77 Minuten den dritten Matchball. Erfolgreichste Scorerin war Michelle Bartsch mit 16 Punkten. Tolle Geste am Rand: Zwei Fans aus Aachen setzten sich schon während der Partie in den DSC-Fanblock und trommelten fleißig mit und nach dem Spiel klatschten die Gäste-Spielerinnen die DSC-Anhänger mit ab.

Schon heute reist der Deutsche Meister nach Moskau, wo am Mittwoch das letzte Gruppenspiel in der Champions League gegen Dinamo steigt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.01.2015

Astrid Hofmann

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