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Sport Regional DSC-Coach macht kurzen Abstecher zum Auftakttraining
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09:53 16.08.2016
Trainer Alexander Waibl (3. v. r.) begrüßte zum Auftakt die Neuzugänge Erin Johnson, Dominika Strumilo, Mareen Apitz, Joselynn Birks und Liz McMahon (v. l.). Quelle: M. Rietschel
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Dresden

Auch wenn es nur ein kurzes „Gastspiel“ war, aber den Trainingsauftakt seiner DSC-Mädels wollte Trainer Alexander Waibl am Montag nicht versäumen. Deshalb dehnte der 48-Jährige sein freies Wochenende etwas aus und stand am Nachmittag für zwei Stunden in der heimischen Margon-Arena. Schon am Abend aber düste er wieder nach Königgrätz (Hradec Králové), wo er sich mit der tschechischen Frauen-Nationalmannschaft, die er seit diesem Sommer betreut, auf die EM-Qualifikation im September vorbereitet.

Zum Start konnte Waibl mit Katharina Schwabe und Jennifer Cross sowie Rückkehrerin Mareen Apitz drei bekannte Gesichter begrüßen, dazu die vier Neuzugänge Liz McMahon, Jocelynn Birks und Erin Johnson (alle USA) sowie Dominika Strumilo (Belgien). Natürlich fehlten die drei tschechischen Nationalspielerinnen Eva Hodanova, Lucie Smutna und Barbora Purchartova, die unter Waibls Leitung in Königgrätz trainieren, und die Belgierin Valerie Courtois (ebenfalls mit der Auswahl unterwegs). DSC-Kapitän Myr-the Schoot, die heute mit der niederländischen Auswahl im olympischen Viertelfinale gegen Südkorea steht, wird erst am 12. September in Dresden eintreffen.

Mareen Apitz fühlte sich gleich wieder ganz zu Hause: „Ich habe meinen alten Platz in der Kabine eingenommen und jetzt komme ich hier in der Halle in mein Wohnzimmer“, meinte die 29-Jährige schmunzelnd. Anders dagegen die Neuzugänge. „Wir hatten die ersten Tage mit einer Menge Papierkram zu tun. Die größte Herausforderung war jedoch, die Autos mit Gangschaltung zu beherrschen“, verriet Liz McMahon. Dominika Strumilo, die mit ihren Eltern per Auto angereist war, berichtete: „Wir haben uns schon ein wenig in der Stadt umgesehen.“

Ihren Cheftrainer werden die Spielerinnen in den kommenden Wochen zwar nicht zu Gesicht bekommen, aber Alexander Waibl sieht das nicht als Problem. „Ich vertraue da meinem Co-Trainer Michal Masek, der meine Vorstellungen von Technik und Taktik bis ins Detail kennt. Die Trainingszeiten und -inhalte sowie die Intensitäten habe ich vorgegeben. Zudem nehmen wir jede Trainingseinheit per Video auf und ich bekomme das nach Tschechien übermittelt. Und ich telefoniere jeden Tag mit Michal und auch mit Athletik-Trainer Mirko Theurer“, erläutert der Chef.

Wann er selbst wieder in Dresden das Training leiten wird, hängt vom Erfolg der tschechischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation ab. „Vielleicht bin ich am 26. September zurück, es kann aber auch zwei Wochen später werden“, so Alexander Waibl, der noch auf einen weiteren Neuzugang hofft. „Wir haben jetzt zwölf Spielerinnen im Kader, brauchen aber noch eine zweite Diagonalangreiferin. Das hängt allerdings alles ein wenig vom Budget ab“, gibt er zu. Das sei trotz des Double-Gewinns für die neue Saison geschrumpft. „Wir müssen sparen, das Budget für den Spielerinnen-Kader ist um 15 bis 20 Prozent kleiner als letztes Jahr“, erklärt der Erfolgscoach.

Zum Saisonziel meint er deshalb auch zurückhaltend: „Wir haben viele talentierte, aber teilweise unerfahrene Mädels. Ich denke, Stuttgart hat sich weiter verstärkt und wird schwer zu schlagen sein. Dennoch hoffen wir, dass wir am Ende der Saison wieder ein Team haben, das um den Titel mitspielen kann.“ Er freue sich auf eine spannende und schöne Saison, die gleich am 16. Oktober mit einem besonderen Highlight startet. „Die Premiere des Supercups in Berlin ist eine coole Sache. Ich finde es gut, dass wir jetzt so etwas auch im Volleyball haben und hoffe, dass viele Zuschauer kommen“, so Alexander Waibl.

Wer die neuformierte Mannschaft schon vorher sehen möchte: Beim traditionellen Dippold-Turnier (30. September bis 2. Oktober) wird sie sich erstmals den einheimischen Fans vorstellen.

Von Astrid Hofmann

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