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DEB-Team verliert in Weißwasser und Dresden

Eishockey DEB-Team verliert in Weißwasser und Dresden

Zweimal standen sich am Wochenende die deutsche und die slowakische Nationalmannschaft in Sachsen gegenüber. Beide Mal setzten sich die Gäste gegen den Olympiazweiten durch. In Weißwasser hieß es am Sonnabend 2:1 nach Penaltyschießen für die Slowaken, in der Landeshauptstadt gewannen sie sogar mit 4:1.

Deutschlands Simon Danner (vorn) setzt in Dresden gegen die Slowaken dem Puck nach.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden/Weißwasser. Die Stimmung in den beiden ausverkauften Eisstadien von Weißwasser und Dresden hätte am Wochenende nicht besser sein können. Leider aber konnte die deutlich verjüngte deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Euphorie der Fans nicht mit Siegen gegen Testspielpartner Slowakei belohnen. Erst verlor das Team von Bundestrainer Marco Sturm am Sonnabend in der Lausitz vor 2750 Zuschauern mit 1:2 nach Penaltyschießen und am Sonntag folgte in der Landeshauptstadt vor 4412 Anhängern eine klare 1:4-Niederlage (1:1, 0:1, 0:2).

In Weißwasser sorgte der Kölner Nicolas Krämmer für das einzige Tor der Gastgeber, in Dresden war der Krefelder Marcel Müller der Schütze des goldenen Tores, das er bereits in der 2. Minute erzielte. Immerhin konnten die Fans in der Energieverbund-Arena mit Torhüter Timo Pielmeier (Ingolstadt) und Verteidiger Björn Krupp (Wolfsburg), die erstmals in der Vorbereitung auf die WM in Dänemark dabei waren, zwei der Olympia-Helden auf dem Eis erleben.

Bundestrainer Marco Sturm erklärte nach der Partie in Dresden: „Nachdem wir in Russland wirklich gut gespielt haben, konnten wir das jetzt in den beiden Heimpartien leider nicht fortsetzen. Es waren doch sehr viele neue Spieler dabei, für die das wieder eine ganz andere Herausforderung ist. Wir sind auch ein bisschen von dem System, das uns zuletzt stark gemacht hat, weggekommen. Auf jeden Fall waren die Slowaken auch frischer als wir.“

Einige Defizite zeigten sich insbesondere bei den Gegentoren, die zu einfach fielen. Björn Krupp meinte: „Die Jungs haben alle gekämpft, aber es manchmal zu kompliziert gemacht. Auch Überzahl und Unterzahl müssen wir verbessern. Timo Pielmeier, der bei den Gegentoren machtlos war, erklärte: „Eigentlich haben wir gut begonnen, dann aber hat die Slowakei das gespielt, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten, sehr kompakt zu agieren. Dennoch hat man gesehen, dass bei uns viele junge Spieler nachkommen und in die Lücken, die nach den Rücktritten solcher Leistungsträger wie Marcel Goc oder Patrick Reimer entstanden sind, reinspringen können“, so der Keeper, der am Vortag noch mit seinem Bruder Thomas, dem Eislöwen-Stürmer, auf dessen Geburtstag angestoßen hat.

Für Marco Nowak war es etwas ganz Besonderes, in der alten Heimat aufzulaufen. Der Verteidiger (Düsseldorf) stammt aus Elbflorenz und hat seine Ausbildung bis zum 14. Lebensjahr bei den Junglöwen absolviert. „Meine ganze Familie war hier und ich werde auch noch bis Dienstag in Dresden bleiben und meine Großeltern besuchen“, sagte der 27-Jährige, der kurz vor Olympia noch aus dem Kader gestrichen wurde, jetzt aber auf eine WM-Teilnahme hofft. „Im Moment sieht es ganz gut aus. Ich bin in Berlin jetzt weiter dabei. Natürlich kommen dann noch aus der NHL und der DEL großartige Einzelspieler dazu. Ich werde mein Bestes geben und dann sehen, ob es reicht“, so Nowak.

Einen größeren Cut im Kader wird es vorerst nicht geben, wie der Bundestrainer betonte. Aber ab Dienstag soll dann Verstärkung kommen, wenn die Silbermedaillengewinner aus Köln und Mannheim zum Team stoßen und wahrscheinlich auch NHL-Star Leon Draisaitl, bei dem laut DEB-Präsident Franz Reindl das Problem mit der Versicherung geklärt sei. Zehn weitere Olympia-Helden sind derzeit noch im DEL-Finale zwischen München und den Eisbären Berlin (es steht 1:1 in der Serie) im Einsatz.

Von Astrid Hofmann

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