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Sport Regional DDR-Rekordmeisterin Eva Johannes gestorben
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10:24 10.12.2015
Quelle: dpa
Dresden

Eva Johannes lebt nicht mehr. Erst jetzt erreichte uns die traurige Nachricht, dass die wohl beste Dresdner Tennisspielerin aller Zeiten schon am letzten Freitag im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Weit über ein Jahrzehnt lang bestimmte sie das Tennisgeschehen in der DDR bei den Damen ähnlich wie später Thomas Emmrich bei den Herren fast nach Belieben. Mit insgesamt 25 Titelgewinnen ist sie einsame DDR-Rekordmeisterin im Tennis. Darunter befinden sich allein zehn im Damen-Einzel die sie zwischen 1953 und 1964 errang. Aber auch auf internationalem Parkett machte sie sich einen Namen. Herausragend dabei die Turniersiege in Hamburg 1959 und in Kairo 1960. Das geschah zu Zeiten, als die DDR-Sportführung auch den Tennisspielern noch die Teilnahme an Veranstaltungen im westlichen Ausland erlaubte. Später war das nur noch im sozialistischen Ausland möglich oder aber beim einzigen internationalen Tennis-Höhepunkt in der DDR, der alljährlich auf der Insel Usedom im Ostseebad Zinnowitz über die Bühne ging. In der dortigen Siegerliste ist neben dem Tschechen Jan Kodes und dem Rumänen Ilie Nastase, die später auch auf dem heiligen Rasen in Wimbledon siegten, auch Eva Johannes mehrmals aufgeführt. Nach der Wende nahm sie noch an mehreren hochkarätigen internationalen Senioren-Turnieren teil und wurde 1990 zweifache Europameisterin. An erster Stelle stand nun aber ihre Tätigkeit als Trainerin, wo sie sich auf dem Weißen Hirsch in erster Linie mit dem Nachwuchs befasste. Wie erfolgreich sie auch das tat, wird durch die Tatsache gekennzeichnet, dass sie 1999 der Deutsche Tennis Bund als "Trainerin des Jahres" auszeichnete. Eine so hohe Ehrung hat bis heute kein weiterer Tennis-Trainer oder -Trainerin aus den neuen Bundesländern erfahren. Der Name Johannes steht aber auch in der aktuellen Meisterliste von Sachsen. Erst am 30. November wurde ihr für Blau-Weiß Blasewitz spielender Enkel Bruno Johannes in Leipzig Hallen-Landesmeister in der Altersklasse U 11.

Rolf Becker

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